Innenminister Herbert Reul eröffnete den landesweiten Warntag persönlich im Lagezentrum der Landesregierung. © Lokalbüro

Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul eröff­nete den lan­des­wei­ten Warn­tag per­sön­lich im Lage­zen­trum der Lan­des­re­gie­rung. © Lokalbüro

 

97 Sire­nen­an­la­gen im Stadt­ge­biet überprüft

Der lan­des­weite Warn­tag 2026 am Don­ners­tag, 12. März, ver­lief nach ers­ter Ein­schät­zung der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf erfolg­reich. Punkt 11 Uhr löste das Land über das modu­lare Warn­sys­tem zen­tral einen Pro­be­alarm aus. Dabei wur­den Warn-Apps, Cell Broad­cast sowie digi­tale Wer­be­ta­feln akti­viert. Par­al­lel dazu löste die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf die 97 Sire­nen­an­la­gen der Lan­des­haupt­stadt mit dem Signal „Ent­war­nung“, einem ein­mi­nü­ti­gen Dau­er­ton, aus.

Um 11.06 Uhr folgte das Signal „War­nung“, ein ein­mi­nü­ti­ger auf- und abschwel­len­der Heul­ton. Die­ses Signal for­dert die Bevöl­ke­rung im Ernst­fall dazu auf, sich schnellst­mög­lich über wei­tere Kanäle zu infor­mie­ren. Um 11.12 Uhr endete der Sire­nen­pro­be­alarm mit einer erneu­ten „Ent­war­nung“.

Nach aktu­el­lem Stand funk­tio­nier­ten alle Sire­nen­an­la­gen ord­nungs­ge­mäß. Auch in die­sem Jahr erhielt die Feu­er­wehr zahl­rei­che Rück­mel­dun­gen aus der Bevöl­ke­rung mit kon­struk­ti­vem Feed­back. Diese Hin­weise wer­den nun aus­ge­wer­tet und in die kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Warn­pro­zes­ses einbezogen.

Mit etwa 780 Rück­mel­dun­gen, die bis zum Mit­tag bei der Feu­er­wehr ein­gin­gen, kamen in die­sem Jahr deut­lich mehr Rück­mel­dun­gen aus der Düs­sel­dor­fer Bevöl­ke­rung. Beim vor­he­ri­gen lan­des­wei­ten Warn­tag waren ins­ge­samt 120 Rück­mel­dun­gen ein­ge­gan­gen. Beson­ders beim Aus­bau der Sire­nen­warn­sys­teme sind Hin­weise aus der Bevöl­ke­rung für die Feu­er­wehr wichtig.

„Die Unter­stüt­zung aus der Bevöl­ke­rung war auch in die­sem Jahr wie­der ein Erfolg“, berich­tet Kai Brö­schet, Pres­se­spre­cher der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf. „Aus allen Berei­chen der Stadt erreich­ten uns Rück­mel­dun­gen von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zur Wahr­nehm­bar­keit der Sire­nen. Die­ses Feed­back hilft uns dabei, unsere Warn­mög­lich­kei­ten immer wei­ter auszubauen.“

Über das Gefah­ren­te­le­fon der Lan­des­haupt­stadt mel­de­ten sich zwi­schen 10.45 Uhr und 12 Uhr ins­ge­samt elf Bür­ge­rin­nen und Bür­ger (März 2025: 21), um über ihre Wahr­neh­mung der Sire­nen­si­gnale zu berich­ten. Zusätz­lich gin­gen 218 Rück­mel­dun­gen (März 2025: 86) über soziale Medien wie Face­book, Insta­gram und X bei der Feu­er­wehr und der Stadt Düs­sel­dorf ein. Beson­ders stark genutzt wurde das Umfra­ge­tool, über das viele Men­schen ihre Erfah­run­gen mit­teil­ten. Ins­ge­samt erreich­ten die Feu­er­wehr über die­sen Weg 550 Rück­mel­dun­gen. Das Umfra­ge­tool wurde gemein­sam von der Feu­er­wehr sowie dem Amt für Sta­tis­tik und Wah­len ent­wi­ckelt und kam erst­mals beim bun­des­wei­ten Warn­tag im Herbst 2025 zum Einsatz.

Wie bereits bei ver­gan­ge­nen lan­des- und bun­des­wei­ten Warn­ta­gen betei­lig­ten sich auch dies­mal die Rhein­bahn sowie das Amt für Ver­kehrs­ma­nage­ment an der Aktion. Auf ins­ge­samt 680 Infor­ma­ti­ons­ta­feln an Rhein­bahn-Hal­te­stel­len im Stadt­ge­biet wurde bereits seit den frü­hen Mor­gen­stun­den auf den bevor­ste­hen­den Sire­nen­pro­be­alarm hin­ge­wie­sen. Auch auf den Ver­kehrs­in­for­ma­ti­ons­ta­feln im gesam­ten Stadt­ge­biet erschie­nen ent­spre­chende Hin­weise. Dadurch wur­den nicht nur Düs­sel­dor­fer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger infor­miert, son­dern auch viele Pend­ler erreicht, die sich wäh­rend des Tests in der Lan­des­haupt­stadt aufhielten.

Zwei Bür­ge­rin­nen und Bür­ger (März 2025: 5) wähl­ten wäh­rend des Pro­be­alarms den Not­ruf 112, weil sie den Hin­ter­grund des Funk­ti­ons­tests nicht kann­ten oder unsi­cher waren, wie sie reagie­ren soll­ten. Im Ver­gleich zum letz­ten Jahr (März 2025: 2) mel­de­ten sich in die­sem Jahr keine Anru­fe­rin­nen und Anru­fer über die Amts­num­mer der Feu­er­wehr, um sich über den Ablauf des Tests zu infor­mie­ren. Posi­tiv ist, dass die meis­ten Men­schen durch die Bericht­erstat­tung in den Medien und in den sozia­len Netz­wer­ken bereits infor­miert waren. Viele mel­de­ten aus ver­schie­de­nen Stadt­tei­len zurück, ob und in wel­cher Laut­stärke die Sire­nen zu hören waren.

Ledig­lich beim Ein­wäh­len der Feu­er­wehr in das lau­fende Radio­pro­gramm von Antenne Düs­sel­dorf kam es zu einer tech­ni­schen Beein­träch­ti­gung. Dies zeigt, wie wich­tig regel­mä­ßige Tests wie der Warn­tag sind: Sie hel­fen dabei, mög­li­che Schwach­stel­len früh­zei­tig zu erken­nen und zu beheben.

Die Ergeb­nisse der gesam­ten Aus­wer­tung des Warn­tags die­nen außer­dem dazu, mög­li­che Beschal­lungs­lü­cken durch zusätz­li­che Sire­nen­an­la­gen zu schlie­ßen oder bestehende Anla­gen zu ver­bes­sern, um die Wahr­nehm­bar­keit der Sire­nen­si­gnale wei­ter zu erhö­hen. Noch bis Sams­tag, 14. März 2026, kön­nen Inter­es­sierte an der Online-Umfrage der Stadt unter www.duesseldorf.de/umfrage-warntag teil­neh­men und ihr Feed­back zum dies­jäh­ri­gen lan­des­wei­ten Warn­tag abgeben.

Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul eröff­nete den lan­des­wei­ten Warn­tag per­sön­lich im Lage­zen­trum der Landesregierung.