Deut­sche Oper am Rhein © Lokalbüro

 

Mit dem Pla­nungs­stopp für das Düs­sel­dor­fer Opern­pro­jekt ver­liert die Kul­tur­stadt eine zen­trale Zukunfts­per­spek­tive für Oper, Bal­lett und Orches­ter. Die geplante Ver­bin­dung von Musik­thea­ter, Musik­schule und Musik­bi­blio­thek unter einem Dach als offe­ner Kul­tur­ort – ins­be­son­dere für junge Men­schen – wird in die­ser Form nicht umgesetzt.

Die Deut­sche Oper am Rhein ver­weist in einem State­ment von Alex­an­dra Stam­pler-Brown, Geschäfts­füh­rende Direk­to­rin, und Mar­win Wendt, Kom­mis­sa­ri­scher Künst­le­ri­scher Lei­ter, auf ihren öffent­li­chen Auf­trag und ihre große Bedeu­tung für die Stadtgesellschaft.

Pro Sai­son ste­hen in Düs­sel­dorf mehr als 180 Opern- und Bal­lett­vor­stel­lun­gen auf dem Spiel­plan, die über 180.000 Besu­cher errei­chen. Hinzu kom­men zahl­rei­che Ange­bote für jun­ges Publi­kum, Schul­work­shops sowie Koope­ra­tio­nen mit Schu­len, Ver­ei­nen, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und sozia­len Trägern.

Zwar respek­tiert die Oper die kom­mu­nale Finanz­lage, die zum Pla­nungs­stopp geführt hat. Zugleich warnt sie jedoch vor den Fol­gen der Ent­schei­dung. Die nun geplan­ten Maß­nah­men zur Ertüch­ti­gung des sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Opern­hau­ses ziel­ten ledig­lich auf die drin­gends­ten Schä­den ab und reich­ten nicht aus, um den Spiel­be­trieb mit­tel- bis lang­fris­tig zu sichern.

Die Absage des lang­fris­tig ent­wi­ckel­ten Pro­jekts werfe grund­sätz­li­che Fra­gen zur kul­tu­rel­len Infra­struk­tur Düs­sel­dorfs auf und sende ein pro­ble­ma­ti­sches kul­tur­po­li­ti­sches Signal über die Stadt­gren­zen hinaus.

Die Deut­sche Oper am Rhein for­dert des­halb trag­fä­hige Per­spek­ti­ven für den künf­ti­gen Betrieb, die not­wen­dige bau­li­che Infra­struk­tur sowie für die rund 570 Mitarbeitenden.

 

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