Dr. Charlotte Beissel © Stadtwerke Düsseldorf

Dr. Char­lotte Beis­sel © Stadt­werke Düsseldorf

 

Bei den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf steht ein bedeu­ten­der per­so­nel­ler Umbruch bevor: Dr. Char­lotte Beis­sel ver­lässt das Unter­neh­men und wech­selt in den Vor­stand des Ener­gie­kon­zerns EnBW Ener­gie Baden-Würt­tem­berg AG. Der Auf­sichts­rat der EnBW hat die pro­mo­vierte Juris­tin mit Wir­kung zum 1. Juli 2026 in das Gre­mium beru­fen. Nach einer kur­zen Ein­ar­bei­tungs­phase über­nimmt sie dort zum 1. Sep­tem­ber das Res­sort von Colette Rück­ert-Hen­nen und wird zugleich zur Arbeits­di­rek­to­rin bestellt.

In ihrer neuen Funk­tion ver­ant­wor­tet Beis­sel künf­tig die Berei­che Per­so­nal, Recht und Com­pli­ance sowie Cor­po­rate Real Estate. Der Wech­sel erfolgt im Zuge des bevor­ste­hen­den Ruhe­stands von Colette Rück­ert-Hen­nen, die ihr Vor­stands­man­dat bei EnBW zum 31. August vor­zei­tig nie­der­legt. Sie bleibt dem Unter­neh­men jedoch wei­ter­hin ver­bun­den und steht dem Auf­sichts­rat für Son­der­pro­jekte und Man­date zur Verfügung.

Auch in Düs­sel­dorf wird Rück­ert-Hen­nen wei­ter­hin eine wich­tige Rolle spie­len: Als Vor­sit­zende des Auf­sichts­ra­tes der Stadt­werke Düs­sel­dorf will sie gemein­sam mit Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und der Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung zeit­nah die Nach­folge im Vor­stand des kom­mu­na­len Ver­sor­gers regeln.

Rück­ert-Hen­nen wür­digte ihre Nach­fol­ge­rin aus­drück­lich. Beis­sel habe über Jahre hin­weg ihre Fähig­keit unter Beweis gestellt, Men­schen zu begeis­tern und stra­te­gi­sche Visio­nen in eine zukunfts­fä­hige Orga­ni­sa­tion zu über­set­zen. „Sie bringt alles mit, was es für diese Posi­tion braucht“, erklärte die Aufsichtsratsvorsitzende.

Der Abschied löst in Düs­sel­dorf zugleich Bedau­ern aus. Kla­rissa Lerp, Betriebs­rats­vor­sit­zende und stell­ver­tre­tende Auf­sichts­rats­chefin, hob her­vor, dass Beis­sel für eine gelebte Mit­be­stim­mung stehe und die Ent­wick­lung des Unter­neh­mens nach­hal­tig geprägt habe. Ins­be­son­dere die kul­tu­relle Wei­ter­ent­wick­lung der Stadt­werke habe sie stets im engen Dia­log mit der Beleg­schaft vorangetrieben.

Auch Ober­bür­ger­meis­ter Kel­ler betonte die Ver­dienste der schei­den­den Vor­stän­din. Beis­sel habe sich über viele Jahre hin­weg für die zukunfts­fä­hige Ent­wick­lung der Lan­des­haupt­stadt ein­ge­setzt. Nach mehr als einem Jahr­zehnt der Zusam­men­ar­beit sei ihr Weg­gang ein Ver­lust, zugleich wün­sche man ihr für die neue Auf­gabe viel Erfolg.

Ähn­lich äußerte sich der Vor­stands­vor­sit­zende der Stadt­werke Düs­sel­dorf, Julien Mounier. Die Zusam­men­ar­beit im Vor­stand sei von Ver­trauen und Offen­heit geprägt gewe­sen. Gemein­sam habe man Kri­sen bewäl­tigt und das Unter­neh­men stra­te­gisch neu aus­ge­rich­tet. Beson­ders Beis­sels Ein­satz für kul­tu­rel­len Wan­del, Digi­ta­li­sie­rung und Kun­den­ori­en­tie­rung habe die Stadt­werke nach­hal­tig gestärkt.

Dr. Char­lotte Beis­sel ist seit 2017 bei den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf tätig. Zunächst lei­tete sie den Per­so­nal­be­reich, spä­ter rückte sie in den Vor­stand auf und über­nahm als Arbeits­di­rek­to­rin zen­trale Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che, dar­un­ter Per­so­nal, Digi­ta­li­sie­rung, IT sowie Ver­trieb und Ener­gie­dienst­leis­tun­gen. Zuvor war sie in lei­ten­den Funk­tio­nen bei der Stadt Düs­sel­dorf tätig, unter ande­rem als Lei­te­rin des Haupt­amts für Per­so­nal, Orga­ni­sa­tion und IT.

Mit ihrem Wech­sel zur EnBW endet in Düs­sel­dorf eine prä­gende Phase – zugleich eröff­net sich für den kom­mu­na­len Ver­sor­ger die Auf­gabe, die frei wer­dende Schlüs­sel­po­si­tion neu zu besetzen.

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