v.l. Veronika Wand-Danielsson, die schwedische Botschafterin in Berlin, Königin Silvia von Schweden und Ministerpräsident Hendrik Wüst ganz rechts eine Dame des Protokolls © Lokalbüro

v.l. Vero­nika Wand-Dani­els­son, die schwe­di­sche Bot­schaf­te­rin in Ber­lin, Köni­gin Sil­via von Schwe­den und Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst ganz rechts eine Dame des Pro­to­kolls © Lokalbüro

Es ist eine Rück­kehr mit Sym­bol­kraft. Köni­gin Sil­via von Schwe­den hat Düs­sel­dorf am Mon­tag besucht – und die Ver­bin­dung zur Stadt ist eine ganz per­sön­li­che. Hier, am Lui­sen-Gym­na­sium, legte die damals noch als Sil­via Som­merlath bekannte Toch­ter eines deutsch-bra­si­lia­ni­schen Unter­neh­mers 1963 ihr Abitur ab. Freund­schaf­ten, die in die­ser Zeit ent­stan­den, haben nach eige­nen Anga­ben der Köni­gin bis heute Bestand. Düs­sel­dorf ist für sie kein offi­zi­el­ler Pflicht­ter­min – es ist ein Stück Biografie.

Das Pro­gramm des Tages begann in der Staats­kanz­lei am Rhein, und das in bemer­kens­wer­ter Schlicht­heit. Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst emp­fing die Köni­gin in einer klei­nen, fast fami­liä­ren Runde – zuge­gen waren neben ihm nur Vero­nika Wand-Dani­els­son, die schwe­di­sche Bot­schaf­te­rin in Ber­lin. Kein Staats­emp­fang, keine Staf­fage, kein gro­ßes Pro­to­koll. Was bespro­chen wurde, blieb zwi­schen den dreien.

Wenig spä­ter folgte ein Ter­min, der Sil­vias eigent­li­ches Lebens­werk in den Mit­tel­punkt rückte. Die Köni­gin besuchte das Child­hood Haus an der Uni­kli­nik – eine Schutz­am­bu­lanz für Kin­der und Jugend­li­che, die Opfer von Miss­brauch oder schwe­rer Gewalt gewor­den sind. Sol­che Häu­ser gehen auf eine Initia­tive ihrer World Child­hood Foun­da­tion zurück, die Sil­via 1999 ins Leben rief und deren Ehren­vor­sitz sie bis heute inne­hat. Der Besuch fand ohne Öffent­lich­keit statt – ganz im Sinne einer Frau, die ihr sozia­les Enga­ge­ment nie als Bühne begreift.

Am Abend dann der fest­li­che Rah­men: Im Museum K21, dem frü­he­ren Stän­de­haus, wird Köni­gin Sil­via bei der Gala „Düs­sel­dor­fer des Jah­res” der Lebens­werk-Preis ver­lie­hen. Mehr als 400 Gäste aus Gesell­schaft, Wirt­schaft, Kul­tur und Poli­tik wer­den bei der Ver­an­stal­tung der Rhei­ni­schen Post Medi­en­gruppe erwar­tet – inzwi­schen zum 17. Mal ausgerichtet.

Der Besuch hätte bei­nahe nicht statt­ge­fun­den. Im Februar musste Sil­via krank­heits­be­dingt kurz­fris­tig absa­gen. Dass sie heute den­noch da ist, macht den Tag für viele in Düs­sel­dorf zu etwas Beson­de­rem. Die Stadt ehrt eine Frau, die hier zur Schü­le­rin wurde – und die als Köni­gin zurück­ge­kehrt ist.

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Königin Silvia von Schweden © Lokalbüro

Köni­gin Sil­via von Schwe­den © Lokalbüro