Die drei Städte Bonn, Düsseldorf und Köln starten einen Städtewettbewerb zur Begrünung von versiegelten privaten Flächen. Umweltdezernent Jochen Kral hat gemeinsam mit der Gartenexpertin Melanie Unterberg (l.), WDR-Lokalzeit, Nachhaltigkeitsmanagerin Marita Krüssel, Investor Relations und Nachhaltigkeit bei der Provinzial, und Renate Böhm (r.), Vorsitzende Verein pro Düsseldorf, die Entsieglungsaktion vorgestellt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Die drei Städte Bonn, Düs­sel­dorf und Köln star­ten einen Städ­te­wett­be­werb zur Begrü­nung von ver­sie­gel­ten pri­va­ten Flä­chen. Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral hat gemein­sam mit der Gar­ten­ex­per­tin Mela­nie Unter­berg (l.), WDR-Lokal­zeit, Nach­hal­tig­keits­ma­na­ge­rin Marita Krüs­sel, Inves­tor Rela­ti­ons und Nach­hal­tig­keit bei der Pro­vin­zial, und Renate Böhm (r.), Vor­sit­zende Ver­ein pro Düs­sel­dorf, die Ent­sieg­lungs­ak­tion vor­ge­stellt. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

 

Bonn, Düs­sel­dorf und Köln zie­hen beim Kli­ma­schutz an einem Strang: Mit der gemein­sa­men Aktion „Grau raus, Grün rein“ star­ten die drei Groß­städte einen Wett­be­werb zur Ent­sie­ge­lung pri­va­ter Flä­chen. Ziel ist es, ver­sie­gelte Areale in Gär­ten und Innen­hö­fen auf­zu­bre­chen und durch Grün­flä­chen zu erset­zen – ein Schritt, der ange­sichts stei­gen­der Tem­pe­ra­tu­ren und zuneh­men­der Wet­ter­ex­treme an Bedeu­tung gewinnt.

Hin­ter­grund der Initia­tive ist die wach­sende Belas­tung durch Hitze in dicht bebau­ten Städ­ten. Gerade an son­ni­gen Tagen hei­zen sich gepflas­terte und asphal­tierte Flä­chen stark auf. Beson­ders Kin­der und ältere Men­schen lei­den unter die­sen Bedin­gun­gen. Begrünte Flä­chen hin­ge­gen wir­ken wie natür­li­che Kli­ma­an­la­gen: Sie küh­len durch Ver­duns­tung die Umge­bung, ver­bes­sern die Auf­ent­halts­qua­li­tät und för­dern zugleich die Arten­viel­falt. Auch bei Stark­re­gen leis­ten sie einen wich­ti­gen Bei­trag, da Was­ser bes­ser ver­si­ckern kann.

Mit­ma­chen kön­nen sowohl Bür­ger als auch klei­nere Unter­neh­men. Wer Pflas­ter­steine ent­fernt oder asphal­tierte Flä­chen zurück­baut und neu bepflanzt, kann seine Flä­che für den Wett­be­werb anmel­den. Ent­schei­dend ist die Gesamt­flä­che, die bis Ende Okto­ber in den jewei­li­gen Städ­ten ent­sie­gelt wird. Die aktu­elle Rang­liste ist online einsehbar.

In Düs­sel­dorf wird die Teil­nahme zusätz­lich finan­zi­ell geför­dert. Über das Pro­gramm DAFIB/Sonderförderung „Grau raus, Grün rein“ erhal­ten Teil­neh­mer 25 Euro pro Qua­drat­me­ter ent­sie­gel­ter Flä­che, sofern min­des­tens fünf Qua­drat­me­ter umge­stal­tet wer­den. Auch ohne För­de­rung ist eine Teil­nahme mög­lich: Eine Foto­do­ku­men­ta­tion vor und nach der Umge­stal­tung genügt, um in die Wer­tung auf­ge­nom­men zu werden.

Der Wett­be­werb ist auch als sport­li­cher Ver­gleich gedacht. Der Stadt mit der größ­ten ent­sie­gel­ten Flä­che winkt als Aus­zeich­nung die „Gol­dene Gieß­kanne“. Gleich­zei­tig soll die Aktion das Bewusst­sein für Kli­ma­an­pas­sung stär­ken und kon­krete Ver­än­de­run­gen im direk­ten Lebens­um­feld anstoßen.

Düs­sel­dorfs Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral betont die Bedeu­tung der Initia­tive: Die Stadt müsse sich im Zuge des Kli­ma­wan­dels zukunfts­si­cher auf­stel­len. Weni­ger ver­sie­gelte Flä­chen seien ein zen­tra­ler Bau­stein, um Bio­di­ver­si­tät zu erhal­ten und das Stadt­klima zu verbessern.

Unter­stüt­zung erhält die Aktion von der aus der WDR-Lokal­zeit bekann­ten Gar­ten­ex­per­tin Mela­nie Unter­berg. Sie wirbt dafür, ver­sie­gelte Flä­chen als Chance zu begrei­fen und durch gezielte Bepflan­zung neue grüne Oasen zu schaf­fen. Ihre lang­jäh­rige Erfah­rung zeige, wie stark sich sol­che Maß­nah­men auf das Mikro­klima aus­wir­ken können.

Auch aus der Stadt­ge­sell­schaft kommt Rücken­wind: Die Initia­tive wurde unter ande­rem von dem Ver­ein Pro Düs­sel­dorf ange­sto­ßen. Vor­sit­zende Renate Böhm sieht in der Aktion ein Bei­spiel dafür, wie aus einer Idee kon­krete Ver­än­de­run­gen ent­ste­hen können.

Par­al­lel besteht für Teil­neh­mer in Düs­sel­dorf die Mög­lich­keit, sich am Wett­be­werb „Boden­luft – Steine raus. Natur rein.“ zu betei­li­gen. Dabei wer­den Geld­preise zwi­schen 400 und 1.000 Euro ver­ge­ben. Unter­stützt wird die­ser Wett­be­werb von der Pro­vin­zial Ver­si­che­rung, die damit Enga­ge­ment für lebens­wer­tere Städte hono­rie­ren will.

Der Start­schuss für „Grau raus, Grün rein“ ist bereits gefal­len: In Bonn lief die Aktion am 21. März an, Düs­sel­dorf folgte am 24. März, Köln star­tet am 25. März. Damit set­zen die drei Städte ein gemein­sa­mes Signal – für mehr Grün, mehr Lebens­qua­li­tät und einen akti­ven Umgang mit den Her­aus­for­de­run­gen des Klimawandels.

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