Oldi Straßenbahn der Rheinbahn © Lokalbüro

Oldi Stra­ßen­bahn der Rhein­bahn © Lokalbüro

 

Die Rhein­bahn fei­ert ihr 130-jäh­ri­ges Bestehen und blickt auf eine Ent­wick­lung zurück, die eng mit dem Wachs­tum Düs­sel­dorfs und der gesam­ten Region ver­bun­den ist. Seit der Grün­dung am 25. März 1896 durch vier Düs­sel­dor­fer Indus­tri­elle hat sich das Unter­neh­men von einem Erschlie­ßer neuer Stadt­teile zu einem der zen­tra­len Mobi­li­täts­an­bie­ter ent­wi­ckelt. Heute gilt die Rhein­bahn als Rück­grat des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs und ver­bin­det täg­lich hun­dert­tau­sende Menschen.

Mit mehr als 200 Mil­lio­nen Fahr­gäs­ten jähr­lich, über 1.700 Hal­te­stel­len und einem Ein­zugs­ge­biet von rund 570 Qua­drat­ki­lo­me­tern prägt das Unter­neh­men maß­geb­lich die Mobi­li­tät in der Lan­des­haupt­stadt sowie in den umlie­gen­den Krei­sen. Dabei über­nimmt die Rhein­bahn eine zen­trale Rolle im All­tag: Sie bringt Men­schen zur Arbeit, zur Schule und in der Frei­zeit zuver­läs­sig ans Ziel und ver­knüpft wich­tige Berei­che wie Wirt­schaft, Wohn­quar­tiere und Infrastruktur.

Vor­stän­din Annette Grabbe unter­streicht die Bedeu­tung die­ser Auf­gabe. Mobi­li­tät sei kein Selbst­läu­fer, son­dern täg­li­che Ver­ant­wor­tung. Für die Zukunft gehe es darum, das Sys­tem leis­tungs­fä­hig, kli­ma­freund­lich und attrak­ti­ver zu gestal­ten, um mehr Men­schen für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr zu gewin­nen. Die Mobi­li­täts­wende sei ent­schei­dend für die wirt­schaft­li­che Stärke und Lebens­qua­li­tät der Region.

Auch Düs­sel­dorfs Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler hebt die Rolle der Rhein­bahn als unver­zicht­ba­ren Part­ner her­vor. Das Unter­neh­men sichere nicht nur den Pend­ler­ver­kehr, son­dern ermög­li­che auch die rei­bungs­lose An- und Abreise bei Groß­ver­an­stal­tun­gen, Mes­sen und Fuß­ball­spie­len. Damit sei die Rhein­bahn ein wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor für die Stadt und leiste zugleich einen bedeu­ten­den Bei­trag zum Klimaschutz.

Die Geschichte des Unter­neh­mens ist geprägt von tech­ni­schen und infra­struk­tu­rel­len Mei­len­stei­nen. Bereits Ende des 19. Jahr­hun­derts erschloss die Rhein­bahn mit dem Bau der Ober­kas­se­ler Brü­cke neue Stadt­ge­biete. Die erste elek­tri­sche Schnell­bahn zwi­schen Düs­sel­dorf und Kre­feld setzte früh Maß­stäbe. Spä­ter folg­ten unter ande­rem der Bau des ers­ten U‑Bahntunnels in den 1970er-Jah­ren und die Rea­li­sie­rung der Wehr­hahn-Linie, die bis heute als eines der wich­tigs­ten Ver­kehrs­pro­jekte der Stadt gilt.

Heute rich­tet sich der Blick vor allem nach vorn. Die Rhein­bahn treibt die Elek­tri­fi­zie­rung ihrer Bus­flotte voran, tes­tet Was­ser­stoff- und Bat­te­rie­tech­no­lo­gien und arbei­tet an auto­no­men Lösun­gen. Gleich­zei­tig wird die Infra­struk­tur wei­ter aus­ge­baut, etwa mit der geplan­ten Stadt­bahn­li­nie U81. Auch digi­tale Ange­bote gewin­nen an Bedeu­tung, etwa durch das bar­geld- und papier­lose Ticket­sys­tem CALO.

Das Jubi­lä­ums­jahr will das Unter­neh­men nut­zen, um sowohl seine Geschichte als auch seine Zukunfts­pläne sicht­bar zu machen. Geplant sind unter ande­rem Son­der­fahr­ten mit his­to­ri­schen Bah­nen sowie ein gro­ßer Bahn-Korso im Som­mer. Zum Auf­takt wer­den zudem Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen des Betriebs­ho­fes in Heerdt verlost.

Nach 130 Jah­ren steht die Rhein­bahn damit erneut an einem Wen­de­punkt. Die Her­aus­for­de­run­gen sind groß, doch die Bedeu­tung für die Region ist unge­bro­chen. Klar ist: Ohne die Rhein­bahn würde Düs­sel­dorf stillstehen.

 

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