Fischmarkt am Tonhallenufer © Agentur Rheinlust

Fisch­markt am Ton­hal­len­ufer © Agen­tur Rheinlust

 

Der Düs­sel­dor­fer Fisch­markt star­tet am 12. April in seine 27. Sai­son – und steht dabei stär­ker denn je für einen Wan­del, der Fra­gen auf­wirft. Was einst als mari­ti­mer Markt begann, ent­wi­ckelt sich zuneh­mend zu einer Event­flä­che mit gas­tro­no­mi­schem Schwer­punkt und aus­ge­präg­tem Unterhaltungscharakter.

Das zeigt sich vor allem am wach­sen­den Ein­fluss von Musik- und Geträn­ke­kon­zep­ten. DJs, Day­drin­king und insze­nierte Erleb­nis­stände prä­gen das Bild immer stär­ker. Der Markt wird damit für viele Besu­cher weni­ger Ein­kaufs­ort als viel­mehr Treff­punkt für Genuss und Geselligkeit.

Ein zen­tra­les Thema bleibt der Wein. Neben eta­blier­ten Anbie­tern sorgt in die­ser Sai­son erst­mals ein neuer, groß ange­leg­ter Wein­stand für Auf­merk­sam­keit. Unter dem Motto „Wine meets Rhein“ setzt ein soge­nann­ter Wein­damp­fer auf stil­vol­les Day­drin­king mit DJ-Beglei­tung. Für viele Beob­ach­ter ist das mehr als nur eine Ergän­zung – viel­mehr eine direkte Kon­kur­renz zum Stand von TV-Koch Dave Hän­sel, der bis­lang als feste Größe galt.

Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hatte es einen spür­ba­ren Bruch gege­ben: Dave Hän­sel trennte sich wäh­rend der lau­fen­den Sai­son von sei­nem lang­jäh­ri­gen musi­ka­li­schen Part­ner DJ Theo Fit­sos. Beob­ach­tun­gen vor Ort zufolge machte sich das bei den spä­te­ren Ter­mi­nen bemerk­bar – ins­be­son­dere bei Reso­nanz und Dyna­mik am Stand.

Par­al­lel zieht es immer mehr Händ­ler vom Carls­platz an das Rhein­ufer – ein wei­te­res Indiz dafür, dass der Fisch­markt wirt­schaft­lich attrak­tiv ist, sich aber struk­tu­rell wan­delt. Klas­si­sche Markt­stände tre­ten zuneh­mend hin­ter gas­tro­no­mi­schen Kon­zep­ten zurück. Diese Ent­wick­lung lässt sich inzwi­schen auch auf dem Carls­platz selbst beobachten.

Die Ent­wick­lung ist offen­sicht­lich: mehr Event, mehr Gas­tro­no­mie, mehr Unter­hal­tung. Der Düs­sel­dor­fer Fisch­markt bleibt ein Publi­kums­ma­gnet – doch die Frage drängt sich zuneh­mend auf, ob hier noch ein Markt im klas­si­schen Sinne statt­fin­det oder längst eine Par­ty­meile ent­stan­den ist, die ihren Ursprung nur noch im Namen trägt.

Der Fisch­markt wird damit auch wirt­schaft­lich attrak­ti­ver, gleich­zei­tig aber dich­ter und stär­ker fre­quen­tiert. Die Kon­se­quen­zen zeig­ten sich bereits im ver­gan­ge­nen Jahr, als die Poli­zei wegen Über­fül­lung ein­grei­fen und den Markt zeit­weise schlie­ßen musste.

Ver­an­stal­te­rin Gabri­ella Pica­ri­ello betont, dass man für die neue Sai­son vor­be­rei­tet sei. Ein Sicher­heits­kon­zept sei eta­bliert, rund 30 Sicher­heits­kräfte sol­len im Ein­satz sein, um Besu­cher­ströme zu kontrollieren.

Ter­mine, Öff­nungs­zei­ten und Ort

Der Fisch­markt Düs­sel­dorf fin­det 2026 an fol­gen­den Sonn­ta­gen statt: 12. April, 3. Mai, 21. Juni, 12. Juli, 9. August, 13. Sep­tem­ber, 11. Okto­ber und 8. Novem­ber. Geöff­net ist jeweils von 11 bis 18 Uhr. Ver­an­stal­tungs­ort ist das Ton­hal­len­ufer an der Rhein­ter­rasse in Düsseldorf.

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