Impressionen aus der Ausstellung

Impres­sio­nen aus der Aus­stel­lung “Jac­ques Tilly. Frei­geist — 200 Jahre Comi­tee Düs­sel­dor­fer Car­ne­val e. V.” © Lokalbüro

 

 

Der Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val ist weit über die Stadt­gren­zen hin­aus für seine bis­sige poli­ti­sche Satire bekannt – ein Mar­ken­zei­chen, das maß­geb­lich mit dem Namen Jac­ques Tilly ver­bun­den ist. Seine Mot­to­wa­gen sor­gen Jahr für Jahr für Auf­se­hen und Schlag­zei­len rund um den Glo­bus. Nun stellt der Künst­ler gemein­sam mit dem Comi­tee Düs­sel­dor­fer Car­ne­val e. V. (CC) die Zukunft die­ses Erfolgs­mo­dells auf eine neue Grundlage.

Wie das CC mit­teilte, haben Jac­ques Tilly und der Ver­ein die JTT Groß­plas­ti­ken GmbH gegrün­det, an der das Comi­tee die Mehr­heit hält. Die neue Gesell­schaft über­nimmt künf­tig Ent­wurf, Her­stel­lung und Ver­trieb der Groß­plas­ti­ken. Damit reagie­ren die Betei­lig­ten auf den enor­men Umfang der Arbeit: Seit mehr als 40 Jah­ren betreut das Team um Jac­ques Tilly nicht nur die Mot­to­wa­gen, son­dern auch rund 100 Spon­so­ren- und Gesell­schafts­wa­gen der über 60 Düs­sel­dor­fer Kar­ne­vals­ge­sell­schaf­ten. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren zwölf Mot­to­wa­gen am Rosen­mon­tag im Einsatz.

CC-Prä­si­dent Lothar Hör­ning betonte die Bedeu­tung des Kar­ne­vals als sati­ri­sches Ven­til und ord­nete die Neu­grün­dung als bewuss­ten Schritt ein, das Mar­ken­zei­chen Mot­to­wa­gen lang­fris­tig weni­ger von einer ein­zel­nen Per­son abhän­gig zu machen und damit dau­er­haft abzu­si­chern. Auch Jac­ques Tilly selbst sieht in der neuen Struk­tur eine Chance: Krea­tive, hand­werk­li­che und kauf­män­ni­sche Auf­ga­ben sol­len künf­tig auf meh­rere Schul­tern ver­teilt wer­den, sodass er sich selbst wie­der stär­ker auf die künst­le­ri­sche Arbeit kon­zen­trie­ren kann.

Geführt wird die JTT Groß­plas­ti­ken GmbH ehren­amt­lich von einem drei­köp­fi­gen Team: Jac­ques Tilly, CC-Geschäfts­füh­rer Uwe Wil­ler und CC-Vize­prä­si­dent Ste­fan Kleinehr tei­len sich die Ver­ant­wor­tung für das neue Unternehmen.

Mit dem Schritt wol­len CC und Tilly sicher­stel­len, dass der Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val seine sati­ri­sche Strahl­kraft auch in Zukunft behält – unab­hän­gig davon, wie sich die Ver­ant­wort­lich­kei­ten hin­ter den Kulis­sen künf­tig entwickeln.