
Der Rhein führt in Düsseldorf so wenig Wasser wie kaum jemals zuvor. Am Mittwochmorgen wurden am Pegel Düsseldorf nur noch sieben Zentimeter gemessen. Für die kommenden Tage wird ein weiterer Rückgang erwartet.
Düsseldorf erlebt derzeit ein außergewöhnliches Niedrigwasser am Rhein. Der Pegel ist in den vergangenen Tagen immer weiter gefallen. Am Dienstag 11. Aug. wurden um 5 Uhr noch zwölf Zentimeter gemessen, um 13 Uhr waren es elf Zentimeter. Am Abend um 21 Uhr zeigte der Pegel nur noch acht Zentimeter. Am Mittwochmorgen um 5 Uhr waren es schließlich sieben Zentimeter. Die Messwerte stammen vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betriebenen Pegel Düsseldorf.
Damit liegt der Rhein in Düsseldorf deutlich unter dem bisherigen niedrigsten bekannten Wasserstand von 23 Zentimetern, der am 23. Oktober 2018 registriert wurde. Der aktuelle Wert von sieben Zentimetern unterschreitet diesen bisherigen Tiefststand um 16 Zentimeter.
Weiterer Rückgang erwartet
Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Die aktuelle Wasserstandsvorhersage von ELWIS geht davon aus, dass der Pegel im Laufe des Mittwochs weiter sinkt. Für den Nachmittag und Abend werden etwa sieben bis sechs Zentimeter erwartet.
Auch am Donnerstag soll sich die Situation zunächst kaum verbessern. Nach der aktuellen Prognose werden für Donnerstag Werte um sechs Zentimeter erwartet. Für Freitag werden noch etwa fünf bis sechs Zentimeter prognostiziert. Am Samstag könnte der Pegel auf etwa drei bis vier Zentimeter sinken. Für Sonntag werden sogar nur noch zwei Zentimeter erwartet.
Damit könnte sich die extreme Niedrigwassersituation am Düsseldorfer Rhein in den kommenden Tagen weiter verschärfen.
Pegelstand ist nicht gleich Wassertiefe
Die sieben Zentimeter bedeuten allerdings nicht, dass der Rhein überall nur sieben Zentimeter tief ist. Der Pegelstand wird am Düsseldorfer Pegel von einem festgelegten Pegelnullpunkt aus gemessen. Die tatsächliche Wassertiefe des Rheins ist abhängig von der jeweiligen Stelle im Fluss und liegt deutlich höher.
Für die Schifffahrt sind solche extrem niedrigen Pegelstände dennoch von großer Bedeutung. Je weniger Wasser der Rhein führt, desto weniger Ladung können die Schiffe transportieren, um die notwendige Fahrrinnentiefe einzuhalten.
Der Düsseldorfer Rhein zeigt damit derzeit ein ungewöhnliches Bild: Sand- und Kiesflächen treten stärker hervor, Buhnen und andere Strukturen werden sichtbar, die bei normalen Wasserständen weitgehend vom Wasser bedeckt sind. Gleichzeitig zieht sich der Strom stellenweise deutlich zurück.
Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen: Nach der aktuellen Prognose könnte der Pegel in Düsseldorf bis zum Wochenende auf nur noch wenige Zentimeter fallen.
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