Symbolbild © 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

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Ein wich­ti­ger Schritt für den loka­len Natur­schutz: Am Mitt­woch, 1. April, wird am Öko­top Heerdt ein neuer Wild­bie­nen- und Insek­ten­gar­ten offi­zi­ell eröff­net. Auf einer rund 2.150 Qua­drat­me­ter gro­ßen Flä­che ist in den ver­gan­ge­nen Mona­ten ein struk­tur­rei­cher Lebens­raum ent­stan­den, der gezielt auf die Bedürf­nisse gefähr­de­ter Insek­ten­ar­ten aus­ge­rich­tet ist.

Das Pro­jekt wurde von der Düs­sel­dorf finan­zi­ell unter­stützt und in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ein Öko­top Heerdt umge­setzt. Fach­lich beglei­tet wurde die Ent­wick­lung unter ande­rem vom Natur­schutz­bund Deutsch­land, wäh­rend sich auch die Natur­schutz­ju­gend ehren­amt­lich ein­brachte. Die Pflege sowie Umwelt­bil­dungs­an­ge­bote über­nimmt künf­tig der Ver­ein vor Ort.

Bereits im Juni 2024 war die Grund­struk­tur des Gar­tens fer­tig­ge­stellt wor­den. Seit­dem konn­ten sich die ange­leg­ten Flä­chen ent­wi­ckeln. Ent­stan­den sind arten­rei­che Wild­blu­men­beete als Nah­rungs­quelle, groß­flä­chige Sand­a­rien für boden­brü­tende Wild­bie­nen sowie ein Feucht­bio­top. Ergänzt wird das Gelände durch hei­mi­sche Sträu­cher, Bee­ren­pflan­zen, Wild­stau­den und vor­han­dene Baumbestände.

Im Fokus ste­hen ins­be­son­dere spe­zia­li­sierte Wild­bie­nen­ar­ten, die auf ganz bestimmte Pflan­zen ange­wie­sen sind. So besteht die Hoff­nung, dass sich künf­tig auch die sel­tene Knau­tien-Sand­biene ansie­delt, die aus­schließ­lich die Wie­sen-Wit­wen­blume als Nah­rungs­quelle nutzt und bis­lang vor allem an den Rhein­dei­chen vorkommt.

Die Bedeu­tung sol­cher Pro­jekte ist groß: Mehr als die Hälfte der Wild­bie­nen­ar­ten gilt als bedroht oder bereits aus­ge­stor­ben. Dabei nis­ten rund 80 Pro­zent der Arten im Boden – ein Umstand, der bei klas­si­schen Insek­ten­ho­tels oft nicht berück­sich­tigt wird. Der neue Gar­ten setzt genau hier an und schafft dif­fe­ren­zierte Lebens­räume für mög­lichst viele der rund 360 in Nord­rhein-West­fa­len hei­mi­schen Wildbienenarten.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf der Umwelt­bil­dung. Besu­cher kön­nen ihre Beob­ach­tun­gen direkt vor Ort doku­men­tie­ren – in Koope­ra­tion mit der Platt­form observation.org. Die Daten flie­ßen in ein lang­fris­ti­ges Bio­di­ver­si­täts­mo­ni­to­ring ein und sind öffent­lich ein­seh­bar. Infor­ma­tio­nen dazu fin­den sich unter: https://oekotop.de/veranstaltungen‑2/

Grund­lage für das Pro­jekt ist ein poli­ti­scher Beschluss aus dem Jahr 2021. Ziel war es, geeig­nete Flä­chen für einen Bie­nen­lehr­pfad zu iden­ti­fi­zie­ren, bestehende Initia­ti­ven ein­zu­bin­den und ins­be­son­dere Kin­dern und Jugend­li­chen Umwelt­wis­sen pra­xis­nah zu vermitteln.

Der Zugang zum Wild­bie­nen­gar­ten ist gere­gelt: Das Gelände kann nur nach vor­he­ri­ger Anmel­dung besucht wer­den. Öff­nungs­zei­ten sind mon­tags und diens­tags von 15 bis 17 Uhr sowie mitt­wochs und don­ners­tags von 10 bis 12 Uhr. Dar­über hin­aus lädt das „Café Öko­top“ am ers­ten Sams­tag im Monat sowie wei­tere Akti­ons­tage zum Besuch ein. Anmel­dun­gen sind tele­fo­nisch unter 0211 — 501312 oder per Mail mailto:info@oekotop.de möglich.

Mit dem neuen Wild­bie­nen­gar­ten erhält Düs­sel­dorf nicht nur einen wei­te­ren Bau­stein im städ­ti­schen Natur­schutz, son­dern auch einen Ort, an dem öko­lo­gi­sche Zusam­men­hänge unmit­tel­bar erleb­bar werden.

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