
Landesminister Oliver Krischer (Mitte), Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (zweiter von rechts), Dr. Rolf Pohlig (rechts, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats des Flughafens Düsseldorf) sowie Lars Redeligx (zweiter von links, Vorsitzender der Geschäftsführung) und Pradeep Pinakatt (links, kaufmännischer Geschäftsführer), anlässlich des 30. Jahrestages des Brandunglücks vom 11. April 1996 im Gedenkraum des Airports. © Flughafen Düsseldorf / Andreas Wiese
Drei Jahrzehnte nach dem verheerenden Brand am Düsseldorfer Flughafen hat die Landeshauptstadt in stiller Form der Opfer gedacht. Am 11. April 1996 kamen bei dem Unglück 17 Menschen ums Leben, mehr als 80 weitere wurden teils schwer verletzt. Bis heute gehört die Katastrophe zu den prägendsten Ereignissen in der Geschichte des Airports sowie der Stadt Düsseldorf und des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der diesjährige Jahrestag wurde bewusst ohne öffentliche Zeremonie begangen. In Abstimmung mit den Angehörigen stand das Gedenken erneut im Zeichen der Ruhe und des persönlichen Erinnerns. Der Gedenkraum am Flughafen öffnete ab 15 Uhr ausschließlich für Hinterbliebene. Zur Uhrzeit des damaligen Alarms – um 15.31 Uhr – rief der Flughafen per Durchsage Reisende, Besucher und Mitarbeiter dazu auf, eine Minute innezuhalten.
Auch Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft nahmen an der stillen Würdigung teil. Landesverkehrsminister Oliver Krischer, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller sowie Verantwortliche des Flughafen Düsseldorf GmbH legten im Gedenkraum einen Kranz nieder und trugen sich in ein Kondolenzbuch ein. Dieses liegt noch bis zum 16. April für weitere Eintragungen aus.
Die Erinnerung an das Unglück ist für den Flughafen zugleich Mahnung und Verpflichtung. „Ein solches Ereignis darf sich nie wiederholen“, lautet der zentrale Anspruch, der seither die Entwicklung prägt. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Sicherheitsstandards grundlegend überarbeitet und verschärft. Dazu zählen unter anderem strengere Vorschriften für Baumaterialien, verbesserte Klima- und Lüftungssysteme sowie moderne Entrauchungsanlagen, die im Ernstfall Fluchtwege sichern. Auch Aufzüge werden inzwischen automatisch gesteuert, um Risiken im Brandfall zu minimieren.
Diese Maßnahmen haben weit über den Standort hinaus Wirkung gezeigt und sind teilweise in landes- und bundesrechtliche Regelwerke eingeflossen. Jüngster Ausdruck der Investitionen in Sicherheit ist die neue Hauptwache der Flughafenfeuerwehr, die Ende März in Betrieb genommen wurde. Rund 65 Millionen Euro hat der Airport in die Anlage investiert – sie gilt als eine der modernsten Feuerwachen Europas.
Der Jahrestag macht deutlich: Die Katastrophe von 1996 ist nicht nur Teil der Vergangenheit, sondern bleibt ein dauerhafter Bezugspunkt für Verantwortung und Weiterentwicklung. Die stille Form des Gedenkens unterstreicht dabei vor allem eines – das Andenken an die Opfer steht im Mittelpunkt.

