Der Düs­sel­dor­fer SK hat eine tur­bu­lente Sai­son in der Schach­bun­des­liga mit einem ver­söhn­li­chen Ergeb­nis been­det. Nach drei inten­si­ven Spiel­ta­gen in Ber­lin steht der amtie­rende Deut­sche Mann­schafts­meis­ter als Tabel­len­zehn­ter fest und sichert damit den Klas­sen­er­halt. Was auf den ers­ten Blick nach einem Platz im Mit­tel­feld aus­sieht, ent­puppt sich bei genaue­rem Hin­se­hen als bemer­kens­werte Leis­tung eines neu zusam­men­ge­stell­ten Teams, das nach erheb­li­chen per­so­nel­len Ver­än­de­run­gen vor der Sai­son als Abstiegs­kan­di­dat galt.

Die End­runde im Ber­li­ner Willy-Brandt-Haus bil­dete den Schluss­punkt einer her­aus­for­dern­den Spiel­zeit. Vor 1.250 Zuschau­ern absol­vierte der DSK ein aus­ge­gli­che­nes Wochenende: 

Nach drei intensiven Spieltagen in Berlin steht der Düsseldorfer SK als Zehnter der Schachbundesliga fest © Düsseldorfer Schachklub DSK 1914/25 e.V.

Ein 4:4 gegen die SG Solin­gen, eine knappe 3,5:4,5‑Niederlage gegen die Schach­freunde Dei­zisau sowie ein 4,5:3,5‑Erfolg gegen MSA Zug­zwang spie­geln die Leis­tungs­fä­hig­keit und den Kampf­geist der Rhein­län­der wider. Par­al­lel sicherte sich der SC Viern­heim bereits vor­zei­tig den Meistertitel.

Dass der Düs­sel­dor­fer SK über­haupt in der Lage war, die Klasse zu hal­ten, ist vor allem der Neu­auf­stel­lung des Teams zu ver­dan­ken. Nach dem Rück­zug des Haupt­spon­sors musste die Mann­schaft ohne die inter­na­tio­na­len Top­spie­ler der Vor­sai­son aus­kom­men. Team­chef Jan Wer­ner formte dar­auf­hin eine neue Ein­heit um den ehe­ma­li­gen Schnell­schach-Welt­meis­ter Volo­dar Murzin, die sich im Sai­son­ver­lauf zuneh­mend sta­bi­li­sierte und als geschlos­sene Mann­schaft auftrat.

Der ent­schei­dende Schritt zum Klas­sen­er­halt gelang bereits am Frei­tag: Das Unent­schie­den gegen Solin­gen reichte rech­ne­risch aus, um den Ver­bleib in der Liga zu sichern. Sport­li­cher Höhe­punkt war am Sams­tag die Par­tie von Murzin am Spit­zen­brett gegen Mat­thias Blü­baum, die nach inten­si­vem Ver­lauf remis endete.

Als kon­stan­ter Leis­tungs­trä­ger erwies sich in die­ser Sai­son Cas­per Schop­pen. Der nie­der­län­di­sche Groß­meis­ter holte starke neun Punkte aus 13 Par­tien und war damit bes­ter Spie­ler des DSK. „Wir sind zu einem Team gewach­sen, das an jedem Spiel­tag bis zum Schluss kämpft“, bilan­zierte Wer­ner und ver­wies damit auf den ent­schei­den­den Fak­tor einer Sai­son, die von Unsi­cher­heit geprägt war.

Wäh­rend Viern­heim die Spiel­zeit ohne Nie­der­lage abschloss, steht die Liga vor Ver­än­de­run­gen. Die Schach­freunde Wolf­ha­gen zie­hen sich aus der Bun­des­liga zurück, zudem müs­sen die Ver­eine zeit­nah ihre Mel­dun­gen für die kom­mende Sai­son abge­ben. Trotz des gesi­cher­ten Mit­tel­feld­plat­zes blickt man beim Düs­sel­dor­fer SK mit Sorge in die Zukunft. Ohne zusätz­li­che Spon­so­ren sei ein lang­fris­ti­ger Ver­bleib in der höchs­ten deut­schen Spiel­klasse nicht zu gewähr­leis­ten, erklärte Wer­ner. Der­zeit deu­tet vie­les dar­auf hin, dass dem sport­li­chen Erfolg wirt­schaft­li­che Unsi­cher­hei­ten gegenüberstehen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und Ergeb­nisse sind unter Schach­bun­des­liga abruf­bar: www.schachbundesliga.de.

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