
Symbolbild Rheinufertunnel Ein und Ausfahrt an der Tonhalle © Lokalbüro
Die Modernisierung der Beleuchtung im Rheinufertunnel geht in die entscheidende Phase. Ab Montagabend, 4. Mai, müssen sich Autofahrer auf nächtliche Vollsperrungen einstellen. Bis voraussichtlich Freitagmorgen, 21. August 2026, wird der Tunnel jeweils in den Nächten von Montag bis Freitag zwischen 21 Uhr und 5 Uhr in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Die Stadt setzt damit die Umrüstung auf energieeffiziente LED-Technik fort.
Konkret werden rund 1.100 neue LED-Leuchten installiert, die die bisherigen Hochdruck-Natriumdampflampen ersetzen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, mit dem die Landeshauptstadt nicht nur die Betriebssicherheit erhöhen, sondern auch ihren Energieverbrauch deutlich senken will. Die Kosten belaufen sich auf etwa 10,4 Millionen Euro brutto.
Für Verkehrsteilnehmer bedeutet die zweite Bauphase vor allem Einschränkungen in den Nachtstunden. Umleitungen werden ausgeschildert und führen je nach Fahrtrichtung über zentrale Achsen wie den Kö-Bogen-Tunnel, die Berliner Allee und den Graf-Adolf-Platz. Auch großräumige Umfahrungen über den Südring sind vorgesehen. Die Verkehrsführung wird kontinuierlich überwacht und bei Bedarf angepasst.
Eine Besonderheit: Während großer Veranstaltungen wird der Tunnel nachts geöffnet bleiben. So sind für die Rheinkirmes vom 17. bis 26. Juli bereits Unterbrechungen der Bauarbeiten eingeplant, um den Besucherverkehr nicht zusätzlich zu belasten.
Hintergrund der Maßnahme ist das Alter der bestehenden Technik. Nach mehr als drei Jahrzehnten Betrieb wird es zunehmend schwieriger, Ersatzteile für die alte Beleuchtung zu beschaffen. Gleichzeitig verfolgt die Stadt das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Die Umrüstung auf LED-Technik gilt dabei als wichtiger Baustein.
Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten. Bereits seit 2025 wurden umfangreiche Vorarbeiten geleistet, darunter die Montage neuer Kabelbühnen und die teilweise Installation der Beleuchtung in Fahrtrichtung Nord. In der nun beginnenden Phase wird die Süd-Röhre ausgestattet, bevor anschließend die komplette Anlage in Betrieb genommen und die alte Technik zurückgebaut wird.
Mit Abschluss der Arbeiten endet zugleich die letzte große Sperrphase im Tunnel. Für Autofahrer bleibt bis dahin vor allem eines entscheidend: Geduld – und der Blick auf die ausgeschilderten Umleitungen.


