Europa klingt im Hof­gar­ten © LB / Lor­vand Shahab

 

Zum sechs­ten Mal ver­wan­delte sich der Musik­pa­vil­lon am Sams­tag in eine Open-Air-Bühne – mit Künst­lern aus vier Län­dern und einem kla­ren Bekennt­nis zu Europa.

Wer am Sams­tag­nach­mit­tag durch den Hof­gar­ten spa­zierte, erlebte mehr als einen gewöhn­li­chen Mai­tag. Am Musik­pa­vil­lon hatte sich das Europa-Fes­ti­val „The Sound of Europe” zum nun­mehr sechs­ten Mal ein­ge­fun­den – und mehr als 4.000 Besu­cher bewie­sen, dass die Ver­an­stal­tung längst einen fes­ten Platz im Düs­sel­dor­fer Stadt­ka­len­der hat.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler eröff­nete das Fest, das von der freien Jour­na­lis­tin Elif Senel durch den Nach­mit­tag geführt wurde. Zwi­schen 13 und 16 Uhr prä­sen­tier­ten vier Akte ein brei­tes musi­ka­li­sches Spek­trum. Den Auf­takt machte Ales­san­dra Ponente, eine Sin­ger-Song­wri­te­rin aus Palermo, die tra­di­tio­nelle sizi­lia­ni­sche Volks­klänge mit einer moder­nen, poe­ti­schen Hand­schrift ver­bin­det. 2024 trat sie beim Festino di Santa Rosa­lia vor rund 400.000 Men­schen auf – im Hof­gar­ten war die Atmo­sphäre zwar inti­mer, doch die Wir­kung ihrer Musik kaum weni­ger eindringlich.

Für Bewe­gung auf der Wiese sorgte anschlie­ßend Spull, ein neun­köp­fi­ges inter­na­tio­na­les Ensem­ble aus Ams­ter­dam. Mit Blech, Per­kus­sion und einer mar­kan­ten Rhyth­mus­gruppe brachte die Band den ener­gie­ge­la­de­nen Groove der Ams­ter­da­mer Live­szene in den Hof­gar­ten – instru­men­ta­ler Soul, Funk und Afro-Jazz, der nie­man­den kalt ließ. Die Fran­zö­sin Loulia folgte mit einem Sound, der Soul, alter­na­ti­ven R&B und Jazz­ein­flüsse zu einem cine­ma­ti­schen Gan­zen ver­bin­det. Einem brei­te­ren Publi­kum wurde sie 2024 durch ihre Teil­nahme bei „The Voice of Ger­many” bekannt – ihre künst­le­ri­sche Eigen­stän­dig­keit hat sie dabei nie auf­ge­ge­ben. Den Abschluss des Nach­mit­tags über­nahm DJ Bella Kri, bür­ger­li­cher Name Khry­styna Havri­lyuk, aus der Ukraine. Die Pro­du­zen­tin und Sän­ge­rin bewegt sich im Bereich Pro­gres­sive House und Melo­dic Techno und bespielt neben Clubs auch inter­na­tio­nale Radio­sen­der, unter ande­rem in Mexiko, Argen­ti­nien und Spanien.

Das Fes­ti­val stand in die­sem Jahr unter dem Motto „Europa ist jetzt!” – eine Kam­pa­gne, die bewusst auf die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen in der Welt ant­wor­tet und ein Zei­chen für Demo­kra­tie, Frei­heit und eine starke euro­päi­sche Gemein­schaft setzt. An Infor­ma­ti­ons­stän­den rund um das Fes­ti­val­ge­lände luden Ver­tre­ter ver­schie­de­ner Orga­ni­sa­tio­nen zum Gespräch über euro­päi­sche The­men ein. Auch ein Kin­der­pro­gramm mit euro­päi­schem Flair gehörte zum Angebot.

Ein beson­de­rer Anlass gab dem Nach­mit­tag zusätz­li­che Farbe: Düs­sel­dorf und Palermo fei­ern in die­sem Jahr das zehn­jäh­rige Bestehen ihrer Städ­te­part­ner­schaft. Im Rah­men eines Koch­wett­be­werbs hat­ten Inter­es­sierte zuvor ihr liebs­tes ita­lie­ni­sches Gericht als Video ein­ge­reicht – die Gewin­ner wur­den beim Fes­ti­val fei­er­lich bekannt gegeben.

Ver­an­stal­tet wird das Fes­ti­val von Europe Direct Düs­sel­dorf der Lan­des­haupt­stadt, orga­ni­siert durch D.Live, in Koope­ra­tion mit dem stadt­klang e.V. sowie mit Unter­stüt­zung der Stadt­werke Düs­sel­dorf und der Stadt­spar­kasse Düs­sel­dorf. Der Ein­tritt war, wie in jedem Jahr, frei.

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