Der Freianlagenplan zeigt die zukünftige Gestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes ©      Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement

Der Frei­an­la­gen­plan zeigt die zukünf­tige Gestal­tung des Kon­rad-Ade­nauer-Plat­zes © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement

 

Der Kon­rad-Ade­nauer-Platz vor dem Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof soll grund­le­gend umge­stal­tet wer­den. Die Vor­pla­nun­gen der Lan­des­haupt­stadt und der DB Sta­tion & Ser­vice AG sind abge­schlos­sen. Im Juli berät der Stadt­rat über das Pro­jekt – bei einem posi­ti­ven Beschluss kann die wei­tere Pla­nung bis zur Rea­li­sie­rung vor­an­ge­trie­ben wer­den. Bau­be­ginn soll nach Abschluss des Ver­ga­be­ver­fah­rens im Jahr 2031 sein.

Men­schen statt Autos

Das erklärte Ziel der Pla­ner ist es, den KAP – wie der Platz im Düs­sel­dor­fer Volks­mund heisst – vom rei­nen Ver­kehrs­kno­ten­punkt zu einem ech­ten Auf­ent­halts­ort zu machen. Weni­ger Park­plätze, mehr Bäume, ein Brun­nen am Haupt­ein­gang, brei­tere Geh­wege: Der Bahn­hofs­vor­platz soll attrak­ti­ver, über­sicht­li­cher und siche­rer wer­den. Bei­geord­nete Cor­ne­lia Zuschke fasst die Ziele so zusam­men: Bes­sere Funk­tio­na­li­tät als Mobi­li­täts­kno­ten­punkt und mehr Auf­ent­halts­qua­li­tät für alle, die dort täg­lich unter­wegs sind.

Bah­nen und Busse wer­den barrierefrei

Ein zen­tra­les Ele­ment der Pla­nung ist der bar­rie­re­freie Aus­bau sämt­li­cher Hal­te­stel­len. Künf­tig soll auf der gesam­ten Länge der Stras­sen­bahn­bahn­steige ein stu­fen­lo­ser Ein- und Aus­stieg mög­lich sein. Die Bahn­steige wer­den auf je 80 Meter aus­ge­baut – lang genug, damit zwei hin­ter­ein­an­der ein­fah­rende Bah­nen gleich­zei­tig hal­ten kön­nen. Auch die Bus­hal­te­stel­len wer­den auf 60 Meter ver­län­gert, sodass zwei Busse je Steig Platz fin­den. Die Stras­sen­bahn­hal­te­stel­len wer­den zudem neu ange­ord­net: Eine klare Tren­nung nach Fahrt­rich­tung soll die Über­sicht­lich­keit ver­bes­sern. Rhein­bahn­gleise, die nicht befah­ren wer­den, sol­len begrünt wer­den – als Rasengleis.

Park­plätze schrump­fen – Auf­ent­halts­zone wächst

Der bis­he­rige Kurz­zeit­park­platz im süd­li­chen Bereich des Plat­zes ver­schwin­det. Statt­des­sen ent­ste­hen auf der frei­wer­den­den Flä­che Bäume, Bänke und ein Brun­nen. Die ver­blei­ben­den 30 öffent­li­chen Park­stände für Kurz­zeit­parker – frü­her waren 75 geplant – wer­den in den nörd­li­chen Teil des Plat­zes ver­legt. Hinzu kom­men vier Car-Sha­ring-Plätze, drei On-Demand-Stell­plätze sowie 13 Taxi­stell­plätze. Wei­tere zwölf Taxi­war­te­plaetze sind am Fern­bus­bahn­hof vorgesehen.

Fahr­rad bekommt Priorität

Rad­fah­rer pro­fi­tie­ren von einem neuen Zwei­rich­tungs­rad­weg, der den Platz in Nord-Süd-Rich­tung zwi­schen Graf-Adolf-Strasse und Immer­mann­strasse erschliesst und direkt am Haupt­bahn­hof vor­bei­führt. Ergän­zend ent­ste­hen 120 Fahr­rad­stell­plätze auf dem Platz selbst, dazu 100 Abstell­an­la­gen für das Stadt­rad-Sha­ring­sys­tem und Platz für 100 E‑Scooter. Im geplan­ten Neu­bau des Gesund­heits­am­tes am Han­sa­haus an der Harkort­strasse ist aus­ser­dem eine eben­erdige Fahr­rad­ga­rage mit 1900 Stell­plät­zen vorgesehen.

Kos­ten: 86 Mil­lio­nen Euro

Die Gesamt­kos­ten für die Umge­stal­tung belau­fen sich nach aktu­el­ler Schät­zung auf rund 86,52 Mil­lio­nen Euro, die sich die Lan­des­haupt­stadt und die Rhein­bahn tei­len. Für einen Teil der Kos­ten sol­len För­der­mit­tel bean­tragt wer­den – Vor­ge­sprä­che mit mög­li­chen Geld­ge­bern haben bereits statt­ge­fun­den. Par­al­lel plant die Deut­sche Bahn eine grund­le­gende Erneue­rung des Emp­fangs­ge­bäu­des sowie den Neu­bau eines Hoch­hau­ses mit Tief­ga­rage. Die Lie­fer­lo­gis­tik des Bahn­hofs soll künf­tig unter­ir­disch abge­wi­ckelt wer­den, was den Vor­platz zusätz­lich vom Lie­fer­ver­kehr ent­las­ten dürfte.

 

Werbung

Wer­bung bitte anklicken !