
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (m.) eröffnete die International Crisis Management Conference am Montagabend, 18. Mai 2026, im Rathaus und begrüßte die rund 30 Teilnehmenden aus acht Ländern, darunter Estland, Israel, Österreich, und Ukraine. © Stadt Düsseldorf/Claus Langer
Düsseldorf wird in diesen Tagen zum Treffpunkt internationaler Krisenschützer. Vom 18. bis 20. Mai richtet die Landeshauptstadt die 22. International Crisis Management Conference aus. Im Mittelpunkt der Tagung stehen hybride Bedrohungen, Sabotageakte sowie die Frage, wie Städte und Regionen widerstandsfähiger gegen Krisen werden können.
Zur Eröffnung im Rathaus begrüßte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller rund 30 Fachleute aus acht Ländern, darunter Vertreter aus Estland, Israel, Österreich und der Ukraine. Organisiert wird die Konferenz vom International City Network for Crisis Management (ICNCM), das seit 2003 europäische Städte und Regionen beim Austausch über Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement vernetzt.
Keller betonte die wachsende Bedeutung internationaler Zusammenarbeit angesichts zunehmender Risiken. „Die zunehmende Vernetzung und Komplexität moderner Risiken zeigt, wie wichtig belastbare Strukturen und internationale Zusammenarbeit für unsere Sicherheit geworden sind“, sagte der Oberbürgermeister. Krisenvorsorge ende nicht an Stadt- oder Landesgrenzen. Besonders mit Blick auf Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und die Folgen des Klimawandels sei ein enger Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren unverzichtbar.
Während der mehrtägigen Konferenz diskutieren Experten aus Kommunen, Behörden und Unternehmen über Strategien zum Schutz kritischer Infrastrukturen und über den Umgang mit komplexen Bedrohungslagen. Vorgesehen sind unter anderem Fachvorträge zu strategischer Resilienz, Krisenmanagement in hybriden Szenarien sowie Übungen zum Zivilschutz.
Für Stadtdirektor Burkhard Hintzsche steht dabei vor allem der praktische Nutzen im Vordergrund. Ziel sei es, europäische Standards weiterzuentwickeln und konkrete Handlungsempfehlungen für Städte und Regionen abzuleiten. Der Austausch solle helfen, erfolgreiche Ansätze schneller zu verbreiten und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg zu stärken.
Düsseldorf gehört seit vielen Jahren zu den aktiven Mitgliedern des europäischen Netzwerks. Die Feuerwehr Düsseldorf bringt dort seit 2006 ihre Erfahrungen aus Einsatzpraxis, Gefahrenabwehrplanung und internationaler Kooperation ein. Bereits 2018 war die Landeshauptstadt Gastgeber der Konferenz.
Feuerwehrchef David von der Lieth sieht darin einen wichtigen Beitrag zur europäischen Sicherheitsarchitektur. Die Düsseldorfer Feuerwehr stehe für professionelle Gefahrenabwehr und internationale Zusammenarbeit. Gleichzeitig profitiere die Stadt vom Wissen ihrer europäischen Partner. Dadurch werde Düsseldorf zu einem verlässlichen Akteur im Bereich der Krisenresilienz in Europa.


