
Hideki Kubota (Bild mitte) ist mit seiner kompletten Familie an den Rhein. Beim heutigen Aufbau des Feuerwerks wurde er von seiner Frau Yukiko und seiner Tochter Rirei Links und rechts Mitglieder der Band © LB / Olaf Oidtmann
Von Manfred Fammler
Seinen letzten Besuch auf dem Japan-Tag hat Homma Takashi in bester Erinnerung. Vor acht Jahren traten er und Satô Kôki als Samurai J Band, eine japanische Wagakki-Band, schon einmal vor Düsseldorfer Publikum auf. Doch plötzlich war der Strom weg, der Burgplatz lag im Dunkeln.
„Ich wollte zwei Kabel verbinden. Dabei kam es zu einem Kurzschluss“, sagt der Musiker lachend. Diesmal wolle er sich auf jeden Fall vom Strom fernhalten, verspricht er.
Gemeinsam mit Asano Shô und Satô Kôki bildet Homma das Trio MIKAGE PROJECT, das gegen 22 Uhr vor dem Feuerwerk auf der Burgplatz-Bühne auftreten wird. Die Band bringt traditionelle japanische Volkslieder in einen modernen, konzertanten Sound – virtuos, rhythmisch und zugänglich, ohne den Ursprung der Min’yô-Tradition zu verlieren. Dabei bedient sie sich klassischer japanischer Instrumente wie Shakuhachi, Shinobue, Tsugaru-Shamisen, Koto und Perkussion, um die ursprüngliche japanische Musik für kommende Generationen lebendig zu halten.
Überhaupt scheinen auf dem diesjährigen Japan-Tag Trios die Höhepunkte zu setzen. Die musikalischen wurden bereits erwähnt, nun folgen die Himmels-Highlights. Erstmals reist Feuerwerksmeister Hideki Kubota mit seiner kompletten Familie an den Rhein. Beim heutigen Aufbau des Feuerwerks wurde er von seiner Frau Yukiko und seiner Tochter Rirei unterstützt. Unter dem Motto „What a Wonderful World – Ein Feuerwerk voller Lebensfreude“ verspricht der japanische Meister Bilder am nächtlichen Himmel, die nur einmal im Jahr in Düsseldorf zu sehen sind.
Da die Wiese vor dem Landtag nicht bespielt werden kann, ziehen sich die rund 150 weißen Pagodenzelte am Rhein entlang von der Kniebrücke bis in den Rheinpark, wo der Circus Roncalli Ende des Monats gastiert und für das besondere Ereignis etwas Platz gemacht hat.
„Wir haben ein gutes Verhältnis zu Roncalli“, sagt Projektleiterin Kim Dorn von D.LIVE.
Im Rheinpark werden diesmal das Heerlager sowie die Kampfsportbühne aufgebaut. Von den Oberkasseler Rheinwiesen aus ist dieses neue weiße Band entlang des Flusses gut zu erkennen – und schön anzusehen. Sollte sich diese Neuerung morgen bewähren, könnte künftig auf die Landtagswiese verzichtet werden.
Allerdings sollte der Japan-Tag bleiben, was er ist: ein besonderer Tag, der zeigt, wie lebendig kultureller Austausch sein kann – auch ohne jedes Thema gleich zum Festival zu erklären.
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