Kampf­mit­tel­fund in Ober­bilk: Rund 1.200 Men­schen müs­sen ihre Woh­nung verlassen

Artil­le­rie­gra­nate wird heute kon­trol­liert gesprengt/Gebiet im Radius von 300 Metern rund um den Fund­ort ab 19 Uhr gesperrt

Eine bei Son­die­rungs­ar­bei­ten in Düs­sel­dorf-Ober­bilk gefun­dene Zwei-Zent­ner-Artil­le­rie­gra­nate aus dem Zwei­ten Weltkrieg

wird am Mitt­woch, 27. Mai 2026, im Laufe des Abends kon­trol­liert gesprengt. Dazu müs­sen bis spä­tes­tens 19 Uhr in einem Radius von 300 Metern um die Fund­stelle an der Harff­straße bis zu 1.200 Men­schen ihre Woh­nun­gen ver­las­sen haben.

Die Stadt Düs­sel­dorf appel­liert an betrof­fene Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, den Eva­ku­ie­rungs­auf­for­de­run­gen im Gefah­ren­be­reich zügig zu fol­gen, um die Ent­schär­fung nicht unnö­tig zu verzögern.

Die Artil­le­rie­gra­nate wird, sobald die Eva­ku­ie­run­gen abge­schlos­sen sind, vom Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­dienst der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf kon­trol­liert gesprengt wer­den. Dazu wird die Artil­le­rie­gra­nate in eine neu geschaf­fene Grube ver­setzt und mit rund 60 Ton­nen Sand abge­dämpft. Bei der kon­trol­lier­ten Spren­gung kann ein Knall­ge­räusch zu hören sein.

Für die­je­ni­gen, die wäh­rend der Eva­ku­ie­rungs­zeit eine Anlauf­stelle brau­chen, ste­hen ab 18.30 Uhr die Räume der Ben­zen­berg-Real­schule, Sieg­bur­ger Straße 38, offen. Dort ist durch die Stadt Düs­sel­dorf eine Betreu­ung orga­ni­siert. Ab 18.30 Uhr ste­hen an der Ecke Harffstraße/Siegburger Straße Rhein­bahn­busse für den Trans­fer zur Betreu­ungs­stelle zur Verfügung.

Der Stra­ßen­ver­kehr wird ins­be­son­dere im Bereich der Harff­straße von den Sper­run­gen betrof­fen sein. Poli­zei und Ord­nungs­amt sper­ren die zufüh­ren­den Stra­ßen ab 19 Uhr ab. Es wird emp­foh­len, die Gefah­ren­be­rei­che weit­räu­mig zu umfahren.

Sei­tens der Rhein­bahn müs­sen die Bus­li­nien 723 und 732 ab sofort ihre Fahr­ten bis zum Ende der Ent­schär­fung einstellen.

Men­schen, die in der Gefah­ren­zone woh­nen und bei­spiels­weise wegen Bett­lä­ge­rig­keit oder Behin­de­rung ihre Woh­nun­gen nicht selbst ver­las­sen kön­nen, kön­nen den Trans­port ab sofort über die Leit­stelle der Feu­er­wehr unter der Ruf­num­mer 19222 bestel­len. Roll­stühle, die mit­ge­nom­men wer­den müs­sen, soll­ten dabei unbe­dingt gemel­det werden.

Das Gefah­ren­te­le­fon der Stadt ist unter der Ruf­num­mer 3889 889 besetzt.

Zeit­nah wer­den Laut­spre­cher­warn­fahr­zeuge unter­wegs sein, um die betrof­fe­nen Bür­ger auf­merk­sam zu machen.