
Viele Besucher aus der Nachbarschaft waren zur offiziellen Eröffnung der neuen Mobilitätsstation Pfalzstraße gekommen. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Claus Langer
Düsseldorf hat seine 32. Mobilitätsstation in Betrieb genommen. An der Ecke Pfalzstraße/Schwerinstraße in Pempelfort wurde am Mittwochnachmittag mit einem Nachbarschaftsfest gefeiert, was Stadtplaner als Baustein der Mobilitätswende verstehen: ein Ort, der Fahrrad, Carsharing und E‑Scooter unter einem Dach bündelt – und nebenbei die Kreuzung sicherer und grüner macht.
Die Station ist die zwölfte von 18 geplanten im sogenannten Aktionsraum Pempelfort/Derendorf/Golzheim. “Der Ausbau kommt gut voran”, sagte Sarah Harden, kommissarische Vertreterin des Amtes für Verkehrsmanagement, bei der Eröffnung. Die verbleibenden sechs Stationen in diesem Bereich sollen bis Anfang 2027 folgen.
Errichtet wurde die Anlage von der städtischen Tochtergesellschaft Connected Mobility Düsseldorf (CMD). Das Angebot an der Pfalzstraße umfasst eine Fahrradstation mit acht Stellplätzen, 17 Fahrradbügel, eine Sharingstation für Leihfahrräder und E‑Scooter, eine Luft- und Reparaturstation sowie vier Carsharing-Stellplätze – zwei davon für den Anbieter cambio, zwei für Free-Floating-Fahrzeuge.
Dass die Kreuzung, an der der Rheinische Bauernmarkt am Kolpingplatz angrenzt und mehrere Gastronomiebetriebe ansässig sind, nicht nur neue Mobilitätsangebote erhielt, sondern auch baulich überarbeitet wurde, war laut CMD-Geschäftsführer Rolf Neumann von Anfang an Teil des Konzepts. “Durch den barrierefreien Kreuzungsumbau und das Vorziehen der Flächen für Fussgänger ist eine moderne, sichere Kreuzung entstanden”, erklärte er. Acht neue Bäume wurden gepflanzt, die Aussenflaechen der umliegenden Gastronomie verbessert und eine Sitzbank an der Ecke zum Bauernmarkt aufgestellt.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 654.000 Euro. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr fördert die Massnahme mit bis zu 240.000 Euro netto über die Förderrichtlinie Mobilitätsmanagement; den Rest trägt die Landeshauptstadt aus eigenen Mitteln. Die Station ist Teil des Förderprojekts “Multimodalität für lebenswerte Quartiere in Düsseldorf”, kurz Multi-Mo-DUS, das die drei dicht besiedelten Stadtteile als Modell dafür etablieren soll, wie Mobilität und Lebensqualität durch vernetzte Projekte gemeinsam verbessert werden können. Weitere Informationen gibt es unter www.cmd.nrw.


