Knopfdruck für Klimaschutz und Energieeffizienz (v.l.n.r.): Jochen Kral, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf, Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Lars Redeligx, Vorsitzender der Geschäftsführung des Düsseldorfer Flughafens starteten die neue Photovoltaik-Anlage am Airport. © Lokalbüro

Knopf­druck für Kli­ma­schutz und Ener­gie­ef­fi­zi­enz (v.l.n.r.): Jochen Kral, Bei­geord­ne­ter der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf, Mona Neu­baur, Minis­te­rin für Wirt­schaft, Indus­trie, Kli­ma­schutz und Ener­gie des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len und Lars Rede­ligx, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung des Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fens star­te­ten die neue Pho­to­vol­taik-Anlage am Air­port. © Lokalbüro

 

Der Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen hat eine Pho­to­vol­taik-Groß­an­lage direkt neben der Start- und Lan­de­bahn in Betrieb genom­men – die größte die­ser Art an einem deut­schen Air­port. Flug­ha­fen­chef Lars Rede­ligx nahm die Anlage gemein­sam mit NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Mona Neu­baur und Düs­sel­dorfs Stadt­ent­wick­lungs­de­zer­nent Jochen Kral offi­zi­ell in Betrieb.

Die Frei­flä­chen­an­lage erstreckt sich auf rund 140.000 Qua­drat­me­tern unmit­tel­bar neben der Nord­bahn. Auf 7.517 Fun­da­men­ten sind 31.014 Solar­mo­dule instal­liert, die künf­tig bis zu 16 Mega­watt ins Strom­netz des Air­ports ein­spei­sen. Das ent­spricht dem Jah­res­be­darf von rund 4.200 Vier-Per­so­nen-Haus­hal­ten und deckt etwa 16 Pro­zent des gesam­ten Jah­res­ver­brauchs des Flug­ha­fens von 93,3 Mil­lio­nen Kilo­watt­stun­den ab.

Rede­ligx betonte, dass nach­hal­tig zu han­deln für den Flug­ha­fen keine bloße Absichts­er­klä­rung sei: „Wer künf­tig bei der Lan­dung in Düs­sel­dorf ein Glit­zern neben der Nord­bahn sieht, schaut auf die größte Pho­to­vol­taik-Anlage ihrer Art in Deutsch­land.” Die Anlage wurde über die Win­ter­mo­nate bei lau­fen­dem Flug­ha­fen­be­trieb errich­tet – eine logis­ti­sche Her­aus­for­de­rung, die Rede­ligx als „star­kes Ergeb­nis ver­trau­ens­vol­ler Zusam­men­ar­beit” mit dem Pro­jekt­part­ner ZPV bezeichnete.

Die Firma ZPV hat die Anlage im soge­nann­ten Power Purchase Agree­ment-Modell (PPA) geplant und gebaut und wird sie die nächs­ten 25 Jahre betrei­ben. Der erzeugte Strom fließt voll­stän­dig ins Flug­ha­fen­netz. Ergänzt wird die Anlage durch Strom­spei­cher mit einer Kapa­zi­tät von bis zu 25 Mega­watt­stun­den, die eine effi­zi­en­tere Nut­zung des Solar­stroms ermög­li­chen sol­len. Ins­ge­samt ver­mei­det die Anlage einen CO₂-Aus­stoß von 3.650 Ton­nen pro Jahr.

NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Neu­baur hob die Signal­wir­kung des Pro­jekts her­vor: „Gerade hoch fre­quen­tierte Infra­struk­tur­stand­orte kön­nen aktiv zur Ener­gie­wende bei­tra­gen.” Man befinde sich im vier­ten Pho­to­vol­taik-Rekord­jahr in Folge – Pro­jekte wie die­ses mach­ten die Ener­gie­wende sicht­bar und zeig­ten Unter­neh­men und Kom­mu­nen im gan­zen Land, dass Kli­ma­schutz kon­kret umsetz­bar sei.

Die Nähe der Solar­mo­dule zum akti­ven Bahn­be­trieb sorgt bereits seit Bau­be­ginn für inter­na­tio­na­les Inter­esse: Große Flug­hä­fen aus Asien und Europa tau­schen sich mit Fach­kol­le­gen aus Düs­sel­dorf über Details und Umset­zung des Pro­jekts aus. Bei der Pla­nung wur­den alle sicher­heits­re­le­van­ten Aspekte umfas­send geprüft – dar­un­ter Blend­wir­kung auf Pilo­ten, Radar­ver­träg­lich­keit und Aus­wir­kun­gen auf Navi­ga­ti­ons­ein­rich­tun­gen. Auch Natur­schutz­be­lange flos­sen in die Pla­nung ein; ent­spre­chende Aus­gleichs­flä­chen wur­den in der Nähe des Flug­ha­fens angelegt.

 

Werbung

Wer­bung bitte anklicken !