Probefahrt Richtung Rathaus © Lokalbüro

Pro­be­fahrt Rich­tung Rat­haus © Lokalbüro

Mit einer sym­bo­li­schen Rad­tour vom ERGO-Turm in Pem­pel­fort bis zum Markt­platz ist am Mitt­woch das neue städ­ti­sche Fahr­rad­miet­sys­tem Düs­sel­bike offi­zi­ell an den Start gegan­gen. Rund 120 der wei­ßen Leih­rä­der wur­den dabei gemein­sam von Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Dr. Sebas­tian Rapsch, Mit­glied des Vor­stands der ERGO Deutsch­land AG, Signe Stor­gaard Søren­sen, COO von Don­key Repu­blic, und CMD-Geschäfts­füh­rer Rolf Neu­mann auf den Weg gebracht. Beglei­tet wur­den sie von zahl­rei­chen Mit­ar­bei­ten­den der Pro­jekt­part­ner sowie Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Humboldt-Gymnasiums.

„Der Start­schuss für unser neues inno­va­ti­ves städ­ti­sches Fahr­rad­miet­sys­tem ist gefal­len. Es ist eine wei­tere Berei­che­rung für den Mobi­li­täts­mix in der Lan­des­haupt­stadt. Bald sor­gen 2.500 brand­neue Düs­sel­bikes dafür, dass es noch ein­fa­cher und kom­for­ta­bler ist, mit dem Fahr­rad in Düs­sel­dorf mobil zu sein“, sagte Kel­ler anläss­lich des Starts und emp­fahl den Düs­sel­dor­fern, das neue Ange­bot auszuprobieren.

Die Räder des Anbie­ters Don­key Repu­blic ver­fü­gen über 8 Gänge, einen Front­korb mit 12 Liter Volu­men, eine Han­dy­hal­te­rung und 26-Zoll-Räder. Gespon­sert wird das Sys­tem von der ERGO Group. Zunächst ste­hen 500 Miet­rä­der in den inner­städ­ti­schen Stadt­be­zir­ken eins bis vier zur Ver­fü­gung – dazu zäh­len unter ande­rem Alt­stadt, Carl­stadt, Stadt­mitte, Pem­pel­fort, Deren­dorf, Golz­heim, Flin­gern, Düs­sel­tal, Ober­bilk, Unter­bilk, Bilk, Fried­rich­stadt, Hafen, Hamm, Flehe, Vol­mers­werth, Ober­kas­sel, Heerdt, Lörick und Nie­der­kas­sel. Jeweils zum 1. August und 1. Sep­tem­ber kom­men wei­tere 1.000 Räder in den übri­gen Stadt­be­zir­ken hinzu, sodass ab Sep­tem­ber der Voll­be­trieb mit 2.500 Düs­sel­bikes und einer ver­bes­ser­ten Anbin­dung der Außen­be­zirke erreicht sein soll. Aus­ge­lie­hen und zurück­ge­ge­ben wer­den kön­nen die Räder an rund 400 Sta­tio­nen im gesam­ten Stadt­ge­biet, sowohl an bestehen­den Sha­ring­sta­tio­nen als auch an eigens errich­te­ten Düsselbikestationen.

Die ERGO, die ihren Sitz in Düs­sel­dorf hat, ist Haupt­spon­sor des Fahr­rad­miet­sys­tems und ver­fügt als ers­tes Unter­neh­men über eine eigene Düs­sel­bike­sta­tion direkt vor dem Fir­men­sitz. „Die Initia­tive ‚Düs­sel­bike‘ lie­fert einen wich­ti­gen Bei­trag zu einer zeit­ge­mä­ßen, umwelt­freund­li­chen Mobi­li­tät hier vor Ort. Es ist ein inno­va­ti­ves, attrak­ti­ves Ange­bot für alle, die in Düs­sel­dorf woh­nen, arbei­ten oder zu Besuch sind. Dazu zäh­len auch unsere mehr als 4.500 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter an unse­rem Unter­neh­mens­sitz. Ich wün­sche ‚Düs­sel­bike‘ viel Erfolg“, erklärte Dr. Oli­ver Will­mes, Vor­sit­zen­der des Vor­stands der ERGO Deutsch­land AG, im Vor­feld des Starts.

Für Steue­rung und Manage­ment des Sys­tems ist die städ­ti­sche Toch­ter Con­nec­ted Mobi­lity Düs­sel­dorf (CMD) zustän­dig, die eng mit dem däni­schen Unter­neh­men Don­key Repu­blic zusam­men­ar­bei­tet. Die­ses hatte sich zuvor in einem euro­pa­wei­ten Ver­ga­be­ver­fah­ren als Betriebs­part­ner durch­ge­setzt. „Wir freuen uns, dass wir mit unse­ren Fahr­rä­dern nun auch in Düs­sel­dorf ver­tre­ten sind und unsere Erfah­rung im Bike-Sha­ring ein­brin­gen kön­nen. Als Lan­des­haupt­stadt ist Düs­sel­dorf ein wich­ti­ger Markt für uns. Mit den Düs­sel­bikes kön­nen wir nach­hal­tige Mobi­li­tät in der Stadt för­dern und ver­än­dern“, erläu­terte Sørensen.

Beson­ders inno­va­tiv soll das Sys­tem durch den Ein­satz eines digi­ta­len Zwil­lings wer­den, wie CMD-Geschäfts­füh­rer Rolf Neu­mann erklärte: „Gemein­sam mit Don­key Repu­blic ent­wi­ckeln wir für den Betrieb des Sys­tems einen digi­ta­len Zwil­ling, bei dem das Sys­tem mit­tels daten­ba­sier­ter Stand­ort­fin­dung und KI-gestütz­ter Reba­lan­cing-Metho­den fort­wäh­rend lernt und sich selbst opti­miert.“ Auf diese Weise soll einer­seits eine hohe Ver­füg­bar­keit der Miet­rä­der an stark nach­ge­frag­ten Orten sicher­ge­stellt wer­den, ande­rer­seits sol­len War­tungs­auf­wände schnel­ler erkannt und effi­zi­en­ter beho­ben wer­den. Damit die Räder ordent­lich und sicher abge­stellt wer­den, ist dies aus­schließ­lich inner­halb der gekenn­zeich­ne­ten Sha­ring- und Düs­sel­bike­sta­tio­nen mög­lich. Wer sein Rad außer­halb einer sol­chen Sta­tion abstellt, für den läuft der Miet­vor­gang weiter.

Gebucht wer­den kön­nen die Düs­sel­bikes rund um die Uhr über die App von Don­key Repu­blic, künf­tig auch über die mul­ti­mo­dale Mobi­li­täts­app Redy der Rhein­bahn. Bei den Tari­fen haben Nut­zer die Wahl: Eine Ein­zel­fahrt von 15 Minu­ten kos­tet einen Euro, ein Drei-Tages-Pass ist für 5 Euro erhält­lich, ein Monats­abo kos­tet 10 Euro und ein Jah­res­abo 60 Euro – bei den Abo-Model­len sind jeweils 30 Frei­mi­nu­ten pro Fahrt ent­hal­ten. Jedes der 2.500 Düs­sel­bikes trägt zudem einen per­sön­li­chen Vor- oder Spitz­na­men am Korb, die zu Jah­res­be­ginn von den Düs­sel­dor­fe­rin­nen und Düs­sel­dor­fern selbst ein­ge­reicht wor­den waren. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum neuen Fahr­rad­miet­sys­tem gibt es unter www.duesselbike.nrw.