
V. l. n. r.: Jan Maier (Schoenergie), Clemens Hauser (Messe Düsseldorf) und Marc Bonertz (Stadtwerke Trier) auf dem Hallendach. Foto: Messe Düsseldorf / Arne Birken
Auf sieben Hallendächern der Messe Düsseldorf ist eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb gegangen. Auf einer Dachfläche von insgesamt 79.000 Quadratmetern der Hallen 4, 5, 8a, 8b, 10, 11 und 12 wurden rund 12.000 Solarmodule installiert. Mit einer Leistung von etwa 5,5 Megawattpeak zählt die Anlage zu den größten Aufdach-Anlagen im Düsseldorfer Stadtgebiet. Künftig soll die Messe Düsseldorf auf diese Weise etwa 15 bis 18 Prozent ihres Strombedarfs über Photovoltaik decken.
Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit den Partnern Schoenergie und den Stadtwerken Trier im Rahmen eines langfristigen Power Purchase Agreements. Die beiden Unternehmen haben die Anlage errichtet und werden sie auch betreiben, während die Messe Düsseldorf die Dachflächen zur Verfügung stellt und den erzeugten Strom zu vertraglich vereinbarten Konditionen bezieht. Strom, der vor Ort nicht benötigt wird, fließt ins öffentliche Netz ein.
„Als internationaler Messeplatz entwickeln wir unseren Standort kontinuierlich weiter. Die Nutzung unserer Hallendächer für die Erzeugung erneuerbarer Energie ist ein wichtiger Baustein dieser langfristigen Strategie. Gemeinsam mit unseren Partnern verbinden wir eine moderne Energieversorgung mit wirtschaftlicher Vernunft und schaffen einen Mehrwert für die Messe Düsseldorf“, sagte Geschäftsführer Bernhard Stempfle.
Auch Gerd Schöller, CEO von Schoenergie, hob die Bedeutung des Vorhabens hervor. Es handle sich um die bislang größte Dachanlage, die sein Unternehmen realisiert habe. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen – von engen Bauzeitfenstern über hohe Anforderungen an Brand- und Blitzschutz bis hin zum laufenden Messebetrieb – sei es gemeinsam mit der Messe Düsseldorf und den Netzbetreibern gelungen, eine zukunftsweisende Lösung für eine nachhaltige Energieversorgung umzusetzen, so Schöller.
Marc Bonertz, Bereichsleiter Vertrieb bei den Stadtwerken Trier, verwies auf den grundsätzlichen Nutzen solcher Vereinbarungen. Power Purchase Agreements schafften langfristige Planungssicherheit für Unternehmen und förderten gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien. Das Projekt der Messe Düsseldorf zeige, wie sich wirtschaftliche Interessen und eine nachhaltige Energieversorgung erfolgreich miteinander verbinden ließen.
Mit dem Projekt nutzt die Messe Düsseldorf ihre Hallendächer künftig doppelt: als Infrastruktur für internationale Veranstaltungen und zugleich als Quelle erneuerbarer Energie. Gemeinsam mit Schoenergie und den Stadtwerken Trier entsteht so ein Partnerschaftsmodell, das wirtschaftliche Planungssicherheit mit einer modernen Energieversorgung verbindet.