Minister Laumann machte sich ein bild vor Ort von dem Projekt

Minis­ter Lau­mann machte sich ein bild vor Ort von dem Projekt

 

In der Kan­tine des Minis­te­rium für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les NRW herrscht an zwei Tagen in der Woche ein beson­de­rer Betrieb. Dort ste­hen keine klas­si­schen Küchen­bri­ga­den am Herd, son­dern Men­schen, die noch vor kur­zer Zeit ohne fes­ten Wohn­sitz waren. Im Rah­men des Pro­jekts „Housing First meets MAGS“ berei­ten sie Spei­sen zu und bie­ten diese den Mit­ar­bei­tern des Minis­te­ri­ums an – ein pra­xis­na­her Schritt zurück in den Arbeitsmarkt.

Initi­iert wurde das Pro­jekt von Housing First e.V. Düs­sel­dorf und dem Stra­ßen­ma­ga­zin fif­ty­fifty. Nach ers­ten erfolg­rei­chen Sta­tio­nen bei der METRO AG und im Düs­sel­dor­fer Kul­tur­zen­trum zakk fin­det das Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bot nun im Minis­te­rium seine Fort­set­zung. Ziel ist es, ehe­ma­lige Obdach­lose unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen an den Arbeits­all­tag in der Gas­tro­no­mie heranzuführen.

Unter­stüt­zung erhal­ten die Teil­neh­mer von der Ster­ne­kö­chin Agata Reul, die ihre Erfah­rung in die Aus­bil­dung ein­bringt. Die prak­ti­sche Anlei­tung über­nimmt der Sozi­al­ar­bei­ter und Koch Den­nis Niko­lay. Er ver­mit­telt nicht nur hand­werk­li­che Fähig­kei­ten, son­dern auch die Abläufe, die in einer pro­fes­sio­nel­len Küche uner­läss­lich sind – von der Orga­ni­sa­tion bis zum Service.

„Hier kön­nen ehe­ma­lige Obdach­lose im geschütz­ten Rah­men, aber unter rea­li­täts­na­hen Bedin­gun­gen für die Gas­tro­no­mie geschult wer­den“, sagt Oli­ver Ongaro vom Stra­ßen­ma­ga­zin fif­ty­fifty. Die Kom­bi­na­tion aus Anlei­tung, Pra­xis und Ver­ant­wor­tung soll den Teil­neh­mern hel­fen, dau­er­haft im Arbeits­markt Fuß zu fassen.

Auch NRW-Arbeits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann hat sich vor Ort ein Bild von dem Pro­jekt gemacht. Bei einem Besuch in der Kan­tine zeigte er sich über­zeugt von dem Ansatz, soziale Unter­stüt­zung mit kon­kre­ter Qua­li­fi­zie­rung zu verbinden.

Das Pro­jekt steht exem­pla­risch für einen prag­ma­ti­schen Weg in der Sozi­al­po­li­tik: Statt theo­re­ti­scher Maß­nah­men setzt „Housing First meets MAGS“ auf unmit­tel­bare Erfah­rung und echte Arbeits­be­din­gun­gen. Für die Teil­neh­mer bedeu­tet das mehr als nur Beschäf­ti­gung – es ist eine Chance auf einen ech­ten Neuanfang.

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