Verdi Warnstreik im Nahverkehr

Verdi Warn­streik im Nahverkehr

 

Der ange­kün­digte Warn­streik im kom­mu­na­len Nah­ver­kehr ist am frü­hen Mon­tag­mor­gen ange­lau­fen. Nach Anga­ben aus dem Umfeld der Rhein­bahn blo­ckier­ten Strei­kende die Aus­fahr­ten meh­re­rer Betriebs­höfe. Dadurch konn­ten Busse und Bah­nen nicht regu­lär in den Betrieb gehen. Um zumin­dest einen ein­ge­schränk­ten Not­ver­kehr auf­recht­zu­er­hal­ten, wur­den ein­zelne Fahr­zeuge bereits vorab außer­halb der Depots abge­stellt oder der Ein­satz erfolgte über pri­vate Subunternehmen.

Im Zuge der lau­fen­den Tarif­runde hat die Gewerk­schaft ver.di Beschäf­tigte sämt­li­cher Berei­che der Rhein­bahn in Düs­sel­dorf und Mett­mann sowie Mit­ar­bei­tende wei­te­rer kom­mu­na­ler Ver­kehrs­un­ter­neh­men unter ande­rem in Solin­gen, Wup­per­tal, Rem­scheid, Mon­heim, Köln, Bonn und Dort­mund zu einem ganz­tä­gi­gen Warn­streik auf­ge­ru­fen. Seit 3 Uhr am Mon­tag­mor­gen kommt es daher zu mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen im Bus- und Bahn­ver­kehr. Der Aus­stand ist auf 24 Stun­den ange­legt und soll mit dem Betriebs­be­ginn am Diens­tag gegen 4 Uhr enden. Auch danach ist mit Anlauf­pro­ble­men zu rech­nen. Regio­nal- und S‑Bahnen sind von den Maß­nah­men nicht betroffen.

Zur Begrün­dung ver­weist ver.di auf die hohe Arbeits­be­las­tung im ÖPNV. „Viele Beschäf­tigte arbei­ten seit Jah­ren am Limit, um einen zuver­läs­si­gen Nah­ver­kehr sicher­zu­stel­len. Die dau­er­hafte Über­for­de­rung ist für viele nicht mehr trag­bar“, erklärte die Bezirks­ge­schäfts­füh­re­rin Ste­pha­nie Pei­fer. Ziel sei eine spür­bare Ent­las­tung sowie bes­sere Rah­men­be­din­gun­gen, um die Berufe im Nah­ver­kehr lang­fris­tig attrak­tiv zu halten.

Die erste Ver­hand­lungs­runde mit dem Kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­band Nord­rhein-West­fa­len (KAV NW) war am 21. Januar 2026 in Köln ohne Ergeb­nis geblie­ben. In den aktu­el­len Gesprä­chen zum Man­tel­ta­rif­ver­trag for­dert ver.di unter ande­rem eine Ver­kür­zung der Wochen­ar­beits­zeit bei vol­lem Lohn­aus­gleich, eine Min­destru­he­zeit von elf Stun­den zwi­schen zwei Schich­ten sowie einen Sonn­tags­zu­schlag von min­des­tens 40 Pro­zent. Zudem soll der Frei­stel­lungs­um­fang für Gewerk­schafts­ar­beit auf acht Tage erhöht und der Gel­tungs­be­reich auf kurz­fris­tig Beschäf­tigte und Mini­job­ber aus­ge­wei­tet wer­den. Die ange­strebte Lauf­zeit des Tarif­ver­trags beträgt 24 Monate; die Ent­gelt­ent­wick­lung ist an den TVöD gekoppelt.

Not­be­trieb bei der Rheinbahn
Trotz der Blo­cka­den soll auf aus­ge­wähl­ten Linien ein ein­ge­schränk­ter Betrieb statt­fin­den. Nach aktu­el­lem Stand ver­keh­ren fol­gende Ver­bin­dun­gen teil­weise nach Fahrplan:

Linie O5
Erkrath S – Erkrath-Hoch­dahl S – Trills – Hoch­dah­ler Markt – Sand­heide – Will­beck – Erkrath-Mill­rath S

Linie O6
Erkrath, Haus Brück – Erkrath S – Unter­feld­haus – Kem­pen – Hoch­dah­ler Markt – Erkrath-Mill­rath S

Linie O13
Mett­mann, Schel­len­berg – Jubi­lä­ums­platz – Dresd­ner Straße – Cham­pa­gne – Mett­mann-Zen­trum S – Mett­mann-Stadt­wald S

Linie O14 (Taxi­Bus mit Anmeldung)
Ratin­gen-Breit­scheid, Am Kes­sel – Min­tar­der Weg – An der Pönt – Krum­men­weg – Ratin­gen-Hösel S

Linie O19 (Taxi­Bus mit Anmeldung)
Ratin­gen, Flied­ner Kran­ken­haus – Lin­torf, Rat­haus – Ratin­gen-Lin­torf, Mörikestraße

SB52
Flug­ha­fen Bahn­hof – Frei­li­grath­platz – Meer­busch Schil­ler­straße, Meer­busch Oste­rath Bf

Linie 722
Stadt­halle – Messe – Nord­fried­hof – Düs­sel­dorf Hbf – Schle­si­sche Straße – Venn­hau­ser Allee

Linie 730
Frei­li­grath­platz U – Unter­rath – Ger­res­heim – Eller – Reis­holz –Ben­rath – Josef-Kürten-Platz

Linie 746
Vel­bert ZOB – Wül­frath – Mett­mann, Jubi­lä­ums­platz –Mett­mann-Stadt­wald S

Linie 751
Ratin­gen-Hösel S – Ratin­gen-Lin­torf – Anger­mund S — Kai­sers­werth, Klemensplatz

Linie 770
Vel­bert ZOB – Hei­li­gen­haus – Ratin­gen-Hösel S

Linie 771
Vel­bert ZOB – Hei­li­gen­haus – Ratin­gen Ost S – Ratin­gen Mitte

Linie 782
Hein­rich-Heine-Allee – Uni-Kli­ni­ken – Hil­den, Gabe­lung – Hil­den, Süd S – Solin­gen Hbf

Linie 785
Hein­rich-Heine-Allee – Reis­holz S – Hil­den Mitte – Hil­den Süd S – Lan­gen­feld-Rich­rath – Lan­gen­feld S

Linie 831
Kre­feld, HPZ Uer­din­gen – Kre­feld, Uer­din­gen Bf – Meer­busch, Lank-Latum – Meer­busch, Haus Meer

Linie 834
Theo­dor-Heuss-Brü­cke – Deren­dorf S – Enger­straße – Düs­sel­dorf Hbf

Linie 835
Come­ni­us­platz – Kirch­platz – Uni­ver­si­tät Mitte – Holt­hau­sen – In der Steele

Linie 836
Am See­stern – B