
Das MutterHaus Hotel ist Mittelpunkt auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie © B. Engel
Von Gabriele Schreckenberg
Die Kaiserswerther Diakonie war Wirkungsstätte und Ausgangsort für Theodor Fliedner und seine beiden Ehefrauen Friederike und Caroline Fliedner.
Der evangelische Pfarrer, der im Jahre 1800 geboren wurde und im Oktober 1864 in Kaiserswerth starb, war der Wegbereiter der weltweiten Krankenpflege und Ausbilder der Diakonissen, die von Kaiserswerth aus in die ganze Welt reisten, um zu pflegen und zu helfen.
„Auf den Spuren Fliedners“ – so heißt die Führung der Kaiserswerther Diakonie, veranstaltet von der Fliedner Kulturstiftung, die am Samstag, 25. April, ab 14 Uhr startet. Treffpunkt ist das Café Schuster, Klemensplatz 5. Die Gebühr beträgt 10 Euro pro Person. Anmeldung: info@fliedner-kulturstiftung.de.
Auch das Gartenhaus wird besucht
Im romantischen Gartenhaus begann 1833 die eigentliche erzieherische Arbeit von Theodor und Friederike Fliedner.
Umfangreich ist die Führung auf den Spuren von Theodor Fliedner und seinen Ehefrauen. Beide Frauen waren maßgeblich an seinem Werk beteiligt; ohne ihren Einsatz hätte Theodor Fliedner niemals diese Bedeutung erreicht.
Während er zu Lebzeiten auf Reisen war, um Gelder für sein diakonisches Werk zu sammeln, baute Friederike Fliedner den Standort in Kaiserswerth auf und leitete die Diakonissen. Sie hatte elf Kinder, von denen nur drei das Erwachsenenalter erreichten. Mit großer Kraft unterstützte sie die Idee des Diakonissen-Mutterhauses und vertrat ihren Mann währenddessen in Kaiserswerth.
Nachdem sie im Alter von 42 Jahren gestorben war, heiratete Theodor Fliedner erneut: Caroline Fliedner. Auch sie bekam acht Kinder und wurde Vorsteherin der Diakonissenanstalt in Kaiserswerth. Ihren Ehemann überlebte sie um 27 Jahre.


