Zigarettenkippen

Sym­bol­bild Zigarettenkippen

 

Wer acht­los eine Ziga­rette auf den Boden wirft, ris­kiert nicht nur Ärger, son­dern auch eine emp­find­li­che Geld­buße: 100 Euro kos­tet ein weg­ge­wor­fe­ner Stum­mel in Düs­sel­dorf. Den­noch lan­den Tag für Tag Mil­lio­nen Kip­pen auf Stra­ßen, in Parks und in der Natur – mit gra­vie­ren­den Fol­gen für die Umwelt.

Nach aktu­el­len Schät­zun­gen wer­den bun­des­weit rund 100 Mil­lio­nen Ziga­ret­ten­stum­mel täg­lich unsach­ge­mäß ent­sorgt. Die Dimen­sion die­ser Ver­schmut­zung ist enorm. Denn jeder ein­zelne Fil­ter ent­hält Schad­stoffe wie Niko­tin, Arsen, Blei, Cad­mium und Mikro­plas­tik – genug, um bis zu 40 Liter Grund­was­ser zu ver­un­rei­ni­gen. Umwelt­ver­bände spre­chen daher längst von einem unter­schätz­ten, aber mas­si­ven Umweltproblem.

Die Initia­tive Rhi­ne­Cle­a­nUp will dem nicht taten­los zuse­hen. Seit Jah­ren orga­ni­siert sie Aktio­nen gegen die Ver­mül­lung durch Ziga­ret­ten­reste – und ruft nun erneut zur soge­nann­ten Kip­pen-Woche auf. Vom 1. bis zum 8. Mai sind die Düs­sel­dor­fer auf­ge­ru­fen, in ihrem per­sön­li­chen Umfeld aktiv zu wer­den und acht­los weg­ge­wor­fene Stum­mel einzusammeln.

Der Höhe­punkt der Aktion folgt am Frei­tag, 8. Mai: Um 13 Uhr sol­len die gesam­mel­ten Kip­pen am Infor­ma­ti­ons­stand auf der Scha­dow­straße, in unmit­tel­ba­rer Nähe zu Peek & Clop­pen­burg, abge­ge­ben wer­den. Dort wer­den sie in große, trans­pa­rente Sam­mel­säu­len gefüllt – ein sicht­ba­res Zei­chen für das Aus­maß der Ver­schmut­zung. Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen auf diese Weise bereits 240.000 Ziga­ret­ten­stum­mel zusammen.

Initia­tor Joa­chim Umbach appel­liert an die Bür­ger­schaft, sich zu betei­li­gen. Jede ein­ge­sam­melte Kippe sei ein Bei­trag zum Schutz von Boden und Was­ser. Seine Orga­ni­sa­tion unter­stützt Teil­neh­mer mit Sam­mel­ma­te­rial und Infor­ma­tio­nen. Inter­es­sierte kön­nen sich per E‑Mail an info@rhinecleanup.org wenden.

Die Bot­schaft ist klar: Wer mit­macht, hilft nicht nur bei der Rei­ni­gung der Stadt, son­dern setzt auch ein Zei­chen gegen Gleich­gül­tig­keit im All­tag. Denn oft beginnt Umwelt­schutz im Klei­nen – bei Din­gen, die viele längst nicht mehr wahrnehmen.

Werbung

Wer­bung bitte anklicken !