© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

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In Düs­sel­dorf-Lie­ren­feld hat ein gestoh­le­nes Fahr­rad am Sonn­tag­abend die Poli­zei auf die Spur zweier Tat­ver­däch­ti­ger geführt. Dank eines ver­bau­ten GPS-Tra­ckers konnte der Eigen­tü­mer sein Rad orten – und löste damit einen Ein­satz aus, der zur Sicher­stel­lung zahl­rei­cher mut­maß­lich gestoh­le­ner Fahr­rä­der führte.

Gegen 20.40 Uhr mel­dete sich der Geschä­digte über den Not­ruf bei der Poli­zei und gab an, sein kurz zuvor ent­wen­de­tes Fahr­rad in einem Wohn­haus am Kemp­gens­weg loka­li­sie­ren zu kön­nen. Ein­satz­kräfte der Poli­zei­wa­che Wers­ten rück­ten umge­hend aus und über­prüf­ten zunächst den frei zugäng­li­chen Hin­ter­hof des Gebäudes.

Dort ent­deck­ten die Beam­ten eine grö­ßere Ansamm­lung von Fahr­rä­dern, teil­weise mit­ein­an­der ver­schlos­sen. Eine erste Über­prü­fung ergab, dass meh­rere der Räder bereits als gestoh­len gemel­det waren. Der Ver­dacht lag nahe, dass auch die übri­gen Fahr­rä­der aus Dieb­stäh­len stam­men könnten.

Das gesuchte Fahr­rad befand sich zunächst nicht unter den auf­ge­fun­de­nen Rädern. Da das GPS-Signal jedoch ein­deu­tig aus dem Gebäude kam, akti­vierte der Eigen­tü­mer den akus­ti­schen Alarm sei­nes Tra­ckers. Der Signal­ton führte die Beam­ten zu einer Erdgeschosswohnung.

Trotz erkenn­ba­rer Anwe­sen­heit reagierte dort nie­mand auf Klin­geln und Klop­fen. Die Poli­zei bean­tragte dar­auf­hin kurz­fris­tig einen Durch­su­chungs­be­schluss bei der Staats­an­walt­schaft und ver­schaffte sich Zugang zur Wohnung.

Bereits im Flur stie­ßen die Ein­satz­kräfte auf wei­tere Fahr­rä­der und umfang­rei­ches Zube­hör. Ins­ge­samt fan­den sie zehn mut­maß­lich gestoh­lene Räder, ver­teilt auf meh­rere Räume. Im Gäste-WC ent­deck­ten die Beam­ten schließ­lich das gesuchte Fahr­rad des Geschä­dig­ten. Offen­bar hat­ten die Bewoh­ner ver­sucht, den GPS-Tra­cker mit Alu­fo­lie und Metall­plat­ten abzu­schir­men. Zudem lief der Was­ser­hahn auf vol­ler Stärke – mut­maß­lich, um das Alarm­si­gnal zu überdecken.

In der Woh­nung traf die Poli­zei auf zwei Tat­ver­däch­tige: einen 52-jäh­ri­gen Mann aus Marokko sowie eine 22-jäh­rige Deutsch-Tür­kin. Gegen beide wurde eine Straf­an­zeige wegen des Ver­dachts des beson­ders schwe­ren Dieb­stahls erstattet.

Neben den Fahr­rä­dern stell­ten die Beam­ten auch zahl­rei­che Fahr­rad­com­pu­ter und wei­te­res Zube­hör sicher. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.