
Vom 26. Mai bis zum 1. Juni hängen an ausgewählten Orten der Stadt großformatige Plakate, die das Covermotiv des neuen Albums der Toten Hosen zeigen. © 2026 JKP — Jochens Kleine Plattenfirma GmbH & Co. KG
Weltbekannter Fotograf gestaltet Plattencover und kündigt Einzelausstellung im K21 an
Düsseldorf bekommt in dieser Woche eine besondere Open-Air-Ausstellung: Vom 26. Mai bis zum 1. Juni hängen an ausgewählten Orten der Stadt großformatige Plakate, die das Covermotiv des neuen Albums der Toten Hosen zeigen. Das Foto stammt von keinem Geringeren als Andreas Gursky – einem der bedeutendsten und teuersten Fotografen der Welt, der in Düsseldorf aufgewachsen ist und heute noch dort lebt und arbeitet.
Das neue Album der Toten Hosen trägt den Titel „Trink aus, wir müssen gehen!” und erscheint in Kürze. Für das Covermotiv kehrte Gursky an den Schauplatz eines seiner bekanntesten Werke zurück: den Rhein. Sein Foto „Rhein II” aus dem Jahr 1999 gehört zu den ikonischsten und meistbesprochenen Bildern der zeitgenössischen Fotografie. Nun ließ sich der Künstler von der Band überreden, genau dort erneut die Kamera anzusetzen – diesmal gemeinsam mit den Musikern und einem ganz besonderen Requisit.
Denn auf dem neuen Coverfoto ist auch ein alter Bekannter zu sehen: der legendäre Opel Rekord C Caravan, der bereits das Debütalbum „Opel-Gang” der Hosen zierte. Das Auto verbindet die Bandgeschichte über Jahrzehnte hinweg und kehrt nun als Symbol in das Werk der Düsseldorfer Punkrocker zurück. Die Band zeigte sich sichtlich bewegt von der Zusammenarbeit: „Wir sind unserem Freund Andreas Gursky sehr dankbar, dass er sich dafür gewinnen ließ, das Covermotiv unseres neuen Longplayers zu gestalten.”
Die Plakate sind im stattlichen Format von 3,56 Metern Breite und 2,52 Metern Höhe gedruckt und verwandeln bekannte Orte in der Stadt für eine Woche in Ausstellungsflächen. Alle Standorte sind auf der Homepage der Toten Hosen zu finden.
Der Poster-Walk hat noch eine weitere Überraschung im Gepäck: Im Rahmen des Happenings kündigte Andreas Gursky an, dass er im November 2027 eine große Einzelausstellung im K21 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zeigen wird. Das K21 am Ständehaus gehört zu den renommiertesten Häusern für zeitgenössische Kunst in Deutschland – eine Retrospektive dort wäre ein weiterer Höhepunkt in Gurskys ohnehin schon außergewöhnlicher Karriere.
Für Düsseldorf ist die Aktion in mehrfacher Hinsicht ein Ereignis: Sie verbindet Weltkunst mit lokaler Rockgeschichte, feiert die Heimatverbundenheit zweier Institutionen der Popkultur und macht die Stadt für eine Woche zur Bühne. Wer das Motiv in Originalgröße sehen möchte, sollte sich beeilen – ab dem 1. Juni sind die Plakate wieder verschwunden.


