Ist der neue Fortuna-Sportvorstand: Sven Mislintat.

Ex  For­tuna-Sport­vor­stand: Sven Mislintat.

 

Nach dem bit­te­ren Abstieg in die 3. Liga hat For­tuna Düs­sel­dorf die per­so­nel­len Kon­se­quen­zen gezo­gen und die sport­li­che Füh­rung neu besetzt. Wäh­rend Vor­stands­vor­sit­zen­der Alex­an­der Jobst sei­nen Ver­trag vor­zei­tig ver­län­gerte, trennte sich der Klub von Sport­vor­stand Sven Mislin­tat. Sein Nach­fol­ger wird Samir Arabi.

Der Auf­sichts­rat hatte den Beschluss zur Ver­trags­ver­län­ge­rung von Jobst bereits vor dem Abstieg ein­stim­mig gefasst – ein deut­li­ches Signal, das Sta­bi­li­tät und Hand­lungs­fä­hig­keit sichern sollte, unab­hän­gig davon, in wel­cher Liga die For­tuna künf­tig spielt. Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Björn Bor­ger­ding lobte Jobsts Kri­sen­ma­nage­ment: Er habe in den schwie­ri­gen Wochen bewie­sen, wie wich­tig ver­läss­li­che Füh­rung sei, und das Ver­trauen bei Part­nern, Spon­so­ren und in der Stadt nach­hal­tig gestärkt.

Jobst selbst gab sich kämp­fe­risch: „Wenn es eng wird, läuft man nicht weg”, sagte der Vor­stands­vor­sit­zende. Er habe dem Auf­sichts­rat signa­li­siert, bereit zu sein, auch in der drit­ten Liga Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Der Neu­start solle schnell ange­gan­gen wer­den – mit einem star­ken Team, Mut und dem kla­ren Wil­len, die For­tuna so rasch wie mög­lich in eine höhere Liga zurückzuführen.

Im sport­li­chen Bereich hin­ge­gen zieht der Ver­ein einen kla­ren Schnitt. Die Tren­nung von Sven Mislin­tat erfolgte ein­ver­nehm­lich, nach­dem eine interne Ana­lyse unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen über die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung offen­bart hatte. Mislin­tat erklärte, der Abstieg habe alle bru­tal getrof­fen. Man habe die Situa­tion intern auf­ge­ar­bei­tet und dabei fest­ge­stellt, dass die Auf­fas­sun­gen über die künf­tige Aus­rich­tung aus­ein­an­der­gin­gen. „Das kann pas­sie­ren – aber dann sollte man im Sinne des Ver­eins offen dis­ku­tie­ren”, sagte Mislin­tat, der der For­tuna für die Zukunft alles Gute wünschte.

Als neuer Sport­vor­stand über­nimmt Samir Arabi das Ruder. Der erfah­rene Funk­tio­när soll offi­zi­ell am Frei­tag in einer Pres­se­kon­fe­renz vor­ge­stellt wer­den. Zuvor wird er interne Gesprä­che mit dem Trai­ner­team, dem Mann­schafts­um­feld und den Mit­ar­bei­tern füh­ren – ange­sichts der drän­gen­den Fra­gen in der Kader­pla­nung eine bewusste Ent­schei­dung für Sub­stanz vor öffent­li­chem Auf­tritt. Bor­ger­ding betonte, man habe sich gezielt für jeman­den ent­schie­den, der schwie­rige Situa­tio­nen und die 3. Liga aus eige­ner Erfah­rung kenne und Spie­ler sowie Mann­schaf­ten wei­ter­ent­wi­ckeln könne.

Arabi selbst zeigte sich trotz der schwie­ri­gen Aus­gangs­lage moti­viert. Die For­tuna sei ein beson­de­rer Ver­ein mit gross­ar­ti­gen Fans, sagte er. Es gehe ihm nicht um kurz­fris­tige Lösun­gen, son­dern um einen ech­ten Neu­an­fang. „Wir wol­len eine Mann­schaft ent­wi­ckeln, die Men­ta­li­tät und Iden­ti­fi­ka­tion mit der For­tuna ver­kör­pert”, so Arabi. Die Men­schen müss­ten spü­ren, dass auf und neben dem Platz für die­sen Ver­ein gekämpft werde.

Bor­ger­ding schloss mit einer Selbst­kri­tik, die in der Ver­eins­welt sel­ten so offen for­mu­liert wird: „Der Abstieg trifft uns alle nach wie vor extrem. Wir haben in die­ser Sai­son Feh­ler gemacht – im Auf­sichts­rat genauso wie im Vor­stand.” Man stelle sich der Kri­tik und über­nehme Ver­ant­wor­tung. Der Blick richte sich aber klar nach vorne – denn was For­tuna jetzt brau­che, seien Sta­bi­li­tät, Geschlos­sen­heit und eine klare Führung.

 

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