
Bei der Preisverleihung der Eurocities Awards 2026 (v.l.): Jessica Breitkopf, Leiterin des Büros für Internationale und Europäische Angelegenheiten, Bürgermeisterin von Utrecht, Sharon Dijksma, und Clarissa Loch, stellvertretende Sachgebietsleitung Beratung und Hilfen für Obdachlose im Amt für Migration und Integration. © Eurocities
Düsseldorf hat beim Eurocities Award 2026 in Utrecht den zweiten Platz in der Kategorie „Breaking gendered poverty cycles” belegt. Prämiert wurde die Initiative Ariadne – Support for Homeless Women and Mothers with Children in Need, die die Landeshauptstadt gemeinsam mit der Diakonie Düsseldorf entwickelt hat. Das Projekt setzte sich im Finale gegen Beiträge aus Stockholm und Glasgow durch.
Die Eurocities Awards würdigen jährlich herausragende Praxisbeispiele aus den Mitgliedsstädten des europäischen Städtenetzwerks Eurocities. Die Auszeichnung wurde am Dienstag, 9. Juni 2026, in der niederländischen Stadt Utrecht vergeben.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sagte: „Diese Auszeichnung ist eine besondere Anerkennung für ein Projekt, das Menschen in schwierigen Lebenslagen konkrete Perspektiven eröffnet. Die Ariadne steht für unseren Anspruch, niemanden zurückzulassen. Gerade wohnungslose Frauen sind häufig besonderen Risiken ausgesetzt und bleiben dennoch oft unsichtbar.”
Die Initiative bündelt verschiedene Hilfsangebote unter einem Dach: Dazu zählen eine rund um die Uhr geöffnete Notschlafstelle ausschließlich für Frauen, die spezialisierte Unterkunft Kleine Ariadne für Mütter mit Kindern sowie das niedrigschwellige Café Ariadne als geschützter Aufenthaltsort mit Beratungs‑, Gesundheits- und Unterstützungsangeboten. Ziel ist es, wohnungslose Frauen in Krisensituationen frühzeitig zu erreichen, zu stabilisieren und ihnen den Zugang zu Wohnraum, Gesundheitsversorgung und sozialen Hilfen zu erleichtern.


