
Badeverbotsschilder am “Paradiesstrad” © Lokalbüro
Seit August 2025 gilt entlang des gesamten Düsseldorfer Rheinufers ein Badeverbot in der Bundeswasserstraße. Grundlage ist eine ordnungsbehördliche Verordnung, deren Missachtung mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden kann. Am vergangenen Wochenende hat das Ordnungsamt die verschiedenen Uferbereiche mehrfach kontrolliert.
Dabei wurden 98 Menschen präventiv belehrt. Zu Ordnungswidrigkeitenverfahren kam es nach Angaben des Ordnungsamtes nicht. Auch die Feuerwehr Düsseldorf musste über das Wochenende nicht ausrücken: Ein Einsatz mit dem Stichwort „Person im Rhein” wurde nicht gemeldet.
Was genau als Baden gilt, ist in der Verordnung klar definiert: Dazu zählt das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als knöcheltiefem Wasser des Rheins zu Erholungs‑, Sport- oder Freizeitzwecken – insbesondere Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser.
Rund 70 Hinweisschilder entlang des Flusses warnen mit Piktogrammen und kurzen Texten in deutscher, englischer, türkischer, arabischer und ukrainischer Sprache vor der Lebensgefahr, die vom Schwimmen im Rhein ausgeht. Die Schilder enthalten zudem die Notrufnummer sowie den jeweiligen Rheinkilometer, damit Einsatzkräfte im Notfall schnell und präzise zum Einsatzort gelangen können. Darüber hinaus finden sich auf den Schildern Verhaltenshinweise, etwa zur Müllentsorgung oder zum Verzicht auf offenes Feuer, die für einen angenehmen Aufenthalt am Ufer sorgen sollen.
Ausnahmen vom Badeverbot gibt es nur in wenigen, klar geregelten Fällen: Sie gelten für Maßnahmen von Behörden und Rettungsdiensten im Rahmen ihrer Aufgaben, für Übungen und Einsätze der Wasserrettung oder Feuerwehr sowie für genehmigte Veranstaltungen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Landeshauptstadt Düsseldorf. Erlaubt bleiben außerdem das kurzzeitige Ein- und Aussteigen beim An- und Ablegen von Wasserfahrzeugen, das Zuwasserlassen oder Herausziehen von Booten an dafür vorgesehenen Stellen sowie Angelsport und Watfischerei.
Am vergangenen Wochenende wurde zusätzlich über digitale Werbeflächen im gesamten Stadtgebiet sowie über die Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein gewarnt.