
Die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt haben zum neunten Mal den Düsseldorfer Integrationspreis vergeben: Hier Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit, (Mitte links) mit den Ausgezeichneten und Vertretern des Lions Club Düsseldorf Carlstadt © Landeshauptstadt Düsseldorf/ David Young
Die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt haben am Sonntag zum neunten Mal den Düsseldorfer Integrationspreis vergeben. Im Düsseldorfer Schauspielhaus wurden Projekte gewürdigt, die sich unter dem Motto „Zusammenhalt durch Haltung! Engagement für ein demokratisches Miteinander” für Demokratiebildung, gesellschaftliche Teilhabe und ein starkes Miteinander in der Stadt einsetzen.
Zwei erste Plätze für Schulprojekte
Die Jury entschied sich in diesem Jahr für zwei gleichrangige erste Preise. Ausgezeichnet wurden das Familiengrundschulzentrum Sonnenstraße sowie die Schule am Eller Forst. Beide Einrichtungen überzeugten die Jury durch die nachhaltige Verankerung demokratischer Teilhabe und Mitgestaltung im Schulalltag.
Der zweite Preis ging an das Projekt „JumPeers” der Diakonie Düsseldorf, das junge Zugewanderte durch Empowerment, Vernetzung und demokratische Bildungsangebote unterstützt und ihre gesellschaftliche Teilhabe stärkt. Mit dem dritten Preis wurde „XChange” des AVP e. V. bedacht. Die Jury hob die kreative und partizipative Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Teilhabe sowie die Förderung von Sichtbarkeit und Mitgestaltung junger Menschen besonders hervor.
Den Sonderpreis der Jury erhielt das Projekt „resis” des zakk, das über Tanz und künstlerischen Ausdruck Räume für Empowerment, Selbstwirksamkeit und gesellschaftliche Teilhabe schafft.
Stadtoberin: Preisträger schaffen Räume für Mitgestaltung
Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit, betonte, die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigten eindrucksvoll, wie demokratische Werte im Alltag gelebt und vermittelt werden könnten. Sie schüfen Räume für Mitgestaltung, Teilhabe und Begegnung und leisteten damit einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft.
Auch Walter Blum, Präsident des Lions Club Düsseldorf-Carlstadt, unterstrich die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements: Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit mehr sei, brauche es genau solche Initiativen. Sie schüfen Begegnung und zeigten, dass Vielfalt die Stadt nicht trenne, sondern bereichere.
15.000 Euro Preisgeld – erstmals mit städtischer Beteiligung
Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro vergeben. Der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt stellte davon 10.000 Euro zur Verfügung. Erstmals beteiligte sich zudem die Landeshauptstadt Düsseldorf mit weiteren 5.000 Euro am Preisgeld.
Unterstützt durch das Stadt:Kollektiv bot die Veranstaltung neben der eigentlichen Preisverleihung auch Raum für Begegnung und Austausch. Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie moderierte Tischgespräche standen im Mittelpunkt und machten den Abend auch zu einem Ort der Vernetzung.
Preis wird alle zwei Jahre vergeben
Mit dem Integrationspreis würdigen die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Lions Club Düsseldorf-Carlstadt alle zwei Jahre Projekte und Initiativen, die sich für demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein vielfältiges Miteinander in Düsseldorf einsetzen. Die Umsetzung erfolgte federführend durch das Kommunale Integrationszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf in enger Zusammenarbeit mit dem Lions Club.
Die diesjährigen Bewerbungen hätten erneut gezeigt, wie vielfältig und engagiert Vereine, Initiativen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure in Düsseldorf für Demokratie, Teilhabe und Zusammenhalt einträten, heißt es von Seiten der Stadt. Über die Preisträger entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Landeshauptstadt Düsseldorf, des Lions Club Düsseldorf-Carlstadt sowie externen Fachjurymitgliedern aus Wissenschaft und Medien. Grundlage der Entscheidung waren die eingereichten Bewerbungen sowie Vor-Ort-Besuche bei den Projekten der engeren Wahl.