Archivbild Wilfried Schulz © Lokalbüro

Archiv­bild Wil­fried Schulz © Lokalbüro

 

Das Düs­sel­dor­fer Schau­spiel­haus hat seine erfolg­reichste Spiel­zeit seit Jahr­zehn­ten hin­ter sich gebracht – und das aus­ge­rech­net zum Abschied von Gene­ral­inten­dant Wil­fried Schulz. In der Spiel­zeit 2025/26 zählte das D’haus mit sei­nen drei Spar­ten Schau­spiel, Jun­ges Schau­spiel und Stadt:Kollektiv ins­ge­samt 265.400 Zuschauer. Die Aus­las­tung der 850 Auf­füh­run­gen und Ver­an­stal­tun­gen lag bei 86 Pro­zent. Damit konn­ten sowohl die Besu­cher­zahl als auch die Aus­las­tung im Ver­gleich zur Vor­sai­son noch­mals gestei­gert wer­den, obwohl es mit 850 Vor­stel­lun­gen rund 30 weni­ger waren als im Vor­jahr, in dem 879 Vor­stel­lun­gen bei einer Aus­las­tung von 83 Pro­zent gezählt wurden.

Für Schulz, der das Haus seit 2016 lei­tet, ist es die letzte Bilanz in sei­ner zehn­jäh­ri­gen Amts­zeit. Ins­ge­samt kamen von 2016 bis 2026 rund 1.964.000 Men­schen ins Düs­sel­dor­fer Schau­spiel­haus. Der schei­dende Inten­dant hatte das Haus zuletzt wie­der­holt als eines der best­be­such­ten Sprech­thea­ter im deutsch­spra­chi­gen Raum bezeich­net. Zum Ende sei­ner Amts­zeit über­gibt er es nach eige­nen Wor­ten mit gut daste­hen­den Struk­tu­ren und fast 400 Mit­ar­bei­ten­den an sei­nen Nach­fol­ger Andreas Kar­lag­anis, der die Lei­tung im Som­mer übernimmt.

Neben dem klas­si­schen Spiel­be­trieb erreichte das D’haus in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit mit ergän­zen­den Ange­bo­ten für Schu­len, mit Work­shops, Füh­run­gen und wei­te­ren For­ma­ten gut 30.000 zusätz­li­che Inter­es­sierte. Hinzu kamen 23.400 Besu­cher bei aus­wär­ti­gen Gast­spie­len und im Rah­men von Kopro­duk­tio­nen außer­halb Düsseldorfs.

Geprägt war die Spiel­zeit auch vom Umzug des Jun­gen Schau­spiels und des Stadt:Kollektivs in die neue Spiel­stätte Cen­tral am Haupt­bahn­hof, die im Sep­tem­ber 2025 fei­er­lich eröff­net wurde. Aus einer ursprüng­lich pan­de­mie­be­ding­ten Über­gangs­lö­sung war damit ein zwei­tes fes­tes Haus gewor­den, das Kin­dern, Jugend­li­chen und dem par­ti­zi­pa­ti­ven Ensem­ble eine eigene Bühne im Kul­tur­quar­tier rund um FFT, Zen­tral­bi­blio­thek und tanz­haus nrw bietet.

Zu den erfolg­reichs­ten Pro­duk­tio­nen der Ära Schulz zählt wei­ter­hin Robert Wil­sons Insze­nie­rung des “Sand­mann”, die seit ihrer Pre­miere 2017 in 82 aus­ver­kauf­ten Vor­stel­lun­gen 57.149 Zuschauer anzog und laut D’haus die Hit­liste aller Pro­duk­tio­nen der ver­gan­ge­nen zehn Jahre anführt. Wil­son, der im Som­mer 2025 kurz vor sei­nem Tod noch ein­mal die Vor­stel­lung besucht hatte, gilt als einer der prä­gen­den Künst­ler der Inten­danz Schulz. Sein Nach­fol­ger Kar­lag­anis hat bereits ange­kün­digt, den “Sand­mann” im Pro­gramm zu belassen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen und den aktu­el­len Spiel­plan hält das Schau­spiel­haus unter www.dhaus.de bereit.