Ob es sich im Steigenberger Parkhotel besser schläft ? © Lokalbüro
Steigenberger Parkhotel war einer der Spitzenreiter bei den Übernachtungspreisen © Lokalbüro

„Für mei­nen Hund bitte Über­nach­tung ohne Frühstück“

Mit Beginn der Som­mer­rei­se­zeit begrüßt Düs­sel­dorf wie­der zahl­rei­che Besu­cher aus dem In- und Aus­land. Die Lan­des­haupt­stadt lockt mit der Königs­al­lee, der his­to­ri­schen Alt­stadt, der Rhein­ufer­pro­me­nade, ihren Museen und einer Gas­tro­no­mie, die von der tra­di­tio­nel­len Brau­haus­kü­che bis zur inter­na­tio­na­len Spit­zen­kü­che reicht. Viele Gäste kom­men, um zu ent­span­nen, zu shop­pen oder ein­fach das beson­dere Flair der Stadt zu genießen.

Für viele Rei­sende gehört dabei ein Fami­li­en­mit­glied ganz selbst­ver­ständ­lich dazu: der Hund.

Dass Hotels für den Auf­ent­halt eines Vier­bei­ners einen Auf­preis ver­lan­gen, ist für die meis­ten Hun­de­be­sit­zer durch­aus nach­voll­zieh­bar. Häu­fig lie­gen diese Gebüh­ren zwi­schen zehn und 20 Euro pro Nacht. Als Begrün­dung wird meist ein erhöh­ter Rei­ni­gungs­auf­wand angeführt.

Doch genau an die­sem Punkt beginnt für viele Rei­sende die Dis­kus­sion. Bran­chen­ken­ner wei­sen dar­auf hin, dass die häu­fig genannte Spe­zi­al­rei­ni­gung nach einem Hund nicht in jedem Fall erfor­der­lich sei. Des­halb ent­steht bei man­chen Gäs­ten der Ein­druck, dass sich Hotels mit den Hun­de­ta­ri­fen ein zusätz­li­ches Geschäft erschließen.

Pro­ble­ma­tisch wird es vor allem dann, wenn die Gebüh­ren deut­lich höher aus­fal­len. Wer für sei­nen Hund 35 Euro pro Nacht bezah­len muss, legt bei einem ein­wö­chi­gen Auf­ent­halt bereits 245 Euro zusätz­lich auf den Tisch – wohl­ge­merkt ohne Fut­ter oder beson­dere Ser­vice­leis­tun­gen für das Tier. Für viele Urlau­ber ist das eine Summe, die bei der Wahl des Hotels durch­aus eine Rolle spielt.

Die Situa­tion in Düsseldorf

Auch in Düs­sel­dorf zeigt sich ein ähn­li­ches Bild. In vie­len Hotels wer­den für einen Hund zwi­schen 10 und 15 Euro pro Nacht berech­net. In der geho­be­nen Hotel­le­rie – unter ande­rem im Brei­den­ba­cher Hof oder im Hotel Kö59 – lie­gen die Gebüh­ren bei rund 35 Euro pro Nacht. Das Living Hotel De Medici in der Alt­stadt ver­langt 25 Euro pro Nacht für den vier­bei­ni­gen Gast. Den höchs­ten bekann­ten Hun­de­ta­rif erhebt der­zeit das Stei­gen­ber­ger Park­ho­tel mit 60 Euro pro Tag.

Für viele Hun­de­be­sit­zer stellt sich ange­sichts sol­cher Preise die Frage, ob die Höhe des Auf­schlags noch in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zum tat­säch­li­chen Mehr­auf­wand steht.

Beson­ders betrof­fen sind Allein­rei­sende. Sie zah­len häu­fig bereits den höhe­ren Preis für ein Ein­zel­zim­mer und müs­sen zusätz­lich den Hun­de­ta­rif ent­rich­ten. Dadurch stei­gen die Über­nach­tungs­kos­ten erheb­lich, obwohl der Vier­bei­ner oft­mals weder beson­dere Leis­tun­gen in Anspruch nimmt noch einen nen­nens­wer­ten zusätz­li­chen Auf­wand verursacht.

Dabei wird häu­fig über­se­hen, dass Hun­de­be­sit­zer eine große und ste­tig wach­sende Ziel­gruppe im Tou­ris­mus sind. Viele ver­rei­sen regel­mä­ßig mit ihrem Hund und ach­ten bei der Buchung gezielt dar­auf, wie hun­de­freund­lich ein Hotel tat­säch­lich ist. Nicht allein die Erlaub­nis, den Hund mit­zu­brin­gen, ent­schei­det über die Wahl der Unter­kunft – auch die Höhe der Zusatz­kos­ten spielt eine wich­tige Rolle.

Ein fair kal­ku­lier­ter Zuschlag dürfte von den meis­ten Gäs­ten akzep­tiert wer­den. Über­höhte Gebüh­ren ohne erkenn­ba­ren Mehr­wert ver­mit­teln dage­gen eher den Ein­druck, dass der Hund zwar will­kom­men ist, sein Besit­zer jedoch kräf­tig zur Kasse gebe­ten wird.

Düs­sel­dorf ver­steht sich als welt­of­fene und gast­freund­li­che Stadt. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Men­schen mit ihrem Vier­bei­ner ver­rei­sen, könnte ein maß­vol­ler Umgang mit Hun­de­ta­ri­fen dazu bei­tra­gen, dass sich alle Gäste will­kom­men füh­len – auch unsere Gäste auf vier Beinen.