
Sehr beliebt rechts- und linksrheinisch ist die Fähre, die ab Januar 2027 unter der Ägide der Rheinbahn verkehrt © Christof Roche
Von Gabriele Schreckenberg
Heute fiel die Entscheidung im Stadtrat: Meerbusch und Düsseldorf haben beschlossen, dass die Rheinfähre Langst-Kaiserswerth künftig von der Rheinbahn AG betrieben werden soll – offiziell ab dem 1. Januar 2027.
Das heißt im Klartext: Die Rheinbahn darf die Geschäftsanteile zu 100 Prozent übernehmen und die Gesellschaftsverträge entsprechend anpassen. Der Rat beauftragte die Stadtverwaltung, gemeinsam mit der Stadt Meerbusch eine Finanzierungsvereinbarung abzuschließen.
Verbindung zwischen Kaiserswerth und Meerbusch
Nicht nur Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller freut sich über die Entscheidung: „Damit können wir unser gemeinsames Versprechen einlösen und die Zukunft der Rheinfähre dauerhaft sichern!“
Benedict Stieber, CDU-Bezirksbürgermeister der Bezirksvertretung 5, erklärt: „Es ist sehr erfreulich, dass sich beide Städte, Düsseldorf und Meerbusch, schnell einigen konnten. Für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Touristen ist die Fährverbindung immens wichtig. Nun heißt es, den Fährbetrieb zukunftssicher zu machen!“
Dazu gehöre auch die Lösung der anstehenden Personalprobleme. Die Rheinbahn sei dafür genau die richtige Wahl.
„Man sieht ja, was passiert, wenn Verbindungen gekappt werden. Ein beeindruckendes Beispiel ist die Sperrung der Nordbrücke in Bonn am 3. Juni.“ (Diese Brücke war eine der wichtigsten Nord-West-Verbindungen der Region und wurde von rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt, Anm. d. Red.)
Wie Fähren Straßen entlasten können
Doch Benedict Stieber hat noch eine kreative Idee. „Es gibt so viele Militäranlagen am Rhein, die wir nicht kennen. Die könnten auch als Anlegerstellen genutzt und auf Vordermann gebracht werden“, betont er. Dann könnten Fähren den Verkehr auf den Straßen spürbar entlasten.