
Badeverbotsschilder am “Paradiesstrad” © Lokalbüro
Seit August 2025 ist das Baden im Rhein auf dem gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet per ordnungsbehördlicher Verordnung untersagt. Wer sich trotzdem ins Wasser wagt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro. Am vergangenen Wochenende hat das Ordnungsamt die Uferbereiche entlang des Flusses mehrfach kontrolliert und dabei insgesamt 31 Menschen präventiv belehrt. In einem Fall wurde zudem ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Auch die Feuerwehr Düsseldorf musste ausrücken: Sie wurde über das Wochenende zu einem Einsatz mit dem Stichwort „Person im Rhein” alarmiert.
Als Baden gilt laut Verordnung das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als knöcheltiefem Wasser zu Erholungs‑, Sport- oder Freizeitzwecken – dazu zählen etwa Schwimmen, Waten oder Spielen im Wasser. Hintergrund des Verbots ist die erhebliche Gefahr, die von der Strömung, den Schiffen und der Wassertemperatur des Rheins ausgeht.
Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, wurden entlang des Ufers rund 70 Hinweisschilder aufgestellt. Sie zeigen Piktogramme und kurze Warnhinweise in fünf Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch. Neben der Warnung vor Lebensgefahr enthalten die Schilder auch praktische Angaben – etwa die Notrufnummer und den jeweiligen Rheinkilometer. Diese Angaben sollen im Ernstfall helfen, den Einsatzkräften eine präzise und schnelle Anfahrt zum Notfallort zu ermöglichen. Zusätzlich finden sich auf den Schildern allgemeine Verhaltenshinweise für den Aufenthalt am Ufer, etwa zur Müllentsorgung oder zum Verzicht auf offenes Feuer.
Nicht jede Handlung im oder am Wasser fällt unter das Verbot. Ausgenommen sind Einsätze von Behörden und Rettungsdiensten, Übungen der Wasserrettung oder Feuerwehr sowie Veranstaltungen, die von der Landeshauptstadt Düsseldorf ausdrücklich genehmigt wurden. Erlaubt bleiben zudem das kurze Ein- und Aussteigen beim An- und Ablegen von Booten, das Zuwasserlassen oder Herausziehen von Wasserfahrzeugen an dafür vorgesehenen Stellen sowie Angelsport und Watfischerei.
Bereits am vergangenen Wochenende hatte die Stadt über digitale Flächen im gesamten Stadtgebiet sowie über ihre Social-Media-Kanäle vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein gewarnt. Die aktuellen Kontrollen zeigen: Trotz Verbot und Warnhinweisen ziehen offenbar weiterhin einige Menschen den Sprung ins kühle Nass dem sicheren Ufer vor.