Screenshot der Webcam der Stadt Düsseldorf vom 1.08.2026 7:30 Uhr

Screen­shot der Web­cam der Stadt Düs­sel­dorf vom 1.08.2026 7:30 Uhr

 

 

Der Rhein in Düs­sel­dorf hat einen neuen his­to­ri­schen Tief­stand erreicht. Am Sams­tag­mor­gen wurde am Düs­sel­dor­fer Pegel ein Was­ser­stand von nur noch 22 Zen­ti­me­tern erwar­tet. Damit wird der bis­he­rige Nega­tiv­re­kord von 23 Zen­ti­me­tern, gemes­sen am 23. Okto­ber 2018, erst­mals unterschritten.

Die Ursa­che für den außer­ge­wöhn­lich nied­ri­gen Was­ser­stand ist die seit Wochen anhal­tende Tro­cken­heit in Ver­bin­dung mit hohen Tem­pe­ra­tu­ren und aus­blei­ben­den Nie­der­schlä­gen im gesam­ten Ein­zugs­ge­biet des Rheins. Die Folge: Der Was­ser­stand sinkt kon­ti­nu­ier­lich und erreicht nun den nied­rigs­ten Wert seit Beginn der Auf­zeich­nun­gen in Düsseldorf.

Für die Schiff­fahrt hat das erheb­li­che Aus­wir­kun­gen. Fracht­schiffe kön­nen den Rhein zwar wei­ter­hin befah­ren, müs­sen ihre Ladung jedoch deut­lich redu­zie­ren, um aus­rei­chend Tief­gang zu behal­ten. Dadurch stei­gen Trans­port­kos­ten und Lie­fer­zei­ten. Auch für Spa­zier­gän­ger bie­tet sich ein unge­wöhn­li­ches Bild: Zahl­rei­che Sand- und Kies­bänke ragen aus dem Fluss, an man­chen Stel­len wirkt der Rhein so schmal wie seit Jahr­zehn­ten nicht mehr.

Nach Anga­ben des Was­ser­stra­ßen- und Schiff­fahrts­am­tes bleibt die Fahr­rinne zwar tief genug für die Schiff­fahrt, den­noch wird die Situa­tion auf­merk­sam beob­ach­tet. Ob sich die Lage in den kom­men­den Tagen ent­spannt, hängt maß­geb­lich von ergie­bi­gen Nie­der­schlä­gen im Ein­zugs­ge­biet des Rheins ab. Solange diese aus­blei­ben, dürfte der Was­ser­stand auf einem außer­ge­wöhn­lich nied­ri­gen Niveau verharren.