Von Gabriele Schreckenberg

Die Gale­rie PAW von Malte Pawel­c­zyk liegt mit­ten in Flin­gern in einem Hin­ter­hof. Aus­la­dende weiße Tel­ler­hor­ten­sien neh­men Raum ein, Tanz- und Musik­schu­len gibt’s hier – und mit­ten­drin ist seine Galerie.

Es ist kei­nes­wegs mor­bi­der Charme, es ist Hin­ter­hof­stim­mung mit viel Licht und leich­tem Schat­ten an die­sem son­ni­gen Spät­som­mer­nach­mit­tag. Ich treffe Malte Pawel­c­zyk. Er ist 39 Jahre alt und hat in Düs­sel­dorf sowie an der Hoch­schule für Gestal­tung Karls­ruhe stu­diert. Seit eini­gen Jah­ren betreibt er in Karls­ruhe eine Gale­rie, in Düs­sel­dorf eröff­nete er vor einem hal­ben Jahr.

Malte Pawelcyk © PAW

Was kommt
Bei den Open Gal­le­ries Düs­sel­dorf & Colo­gne vom 4. Sep­tem­ber bis zum 6. Sep­tem­ber ist PAW mit am Start. Was ist das Beson­dere an dem Kon­zept? Von Frei­tag bis Sonn­tag sind in Düs­sel­dorf 23 Gale­rien geöff­net. PAW auf der Flur­straße 11b im Hin­ter­hof ist eine davon.

Malte Pawel­c­zyk zeigt an die­sem Wochen­ende Kunst der Düs­sel­dor­fe­rin Iris Helena Hamers. Gerade war sie mit einem Werk in „DIE GROSSE – Kunst­aus­stel­lung NRW“ von Anfang Juli bis zum 9. August zu sehen. Nun füllt sie die hel­len Räume auf der Flur­straße 11b bei PAW. Typisch für sie sind drei­di­men­sio­nale Bild­wel­ten, die sich weit in den Raum erstrecken.

Iris Helena Hamers arbei­tet gern mit KI und com­pu­ter­ge­nerier­ten Moti­ven, die sie in rei­che Fan­ta­sie­wel­ten ein­bin­det, in denen die Rea­li­tät immer ihren Platz hat.

Zu den DC Open wird es zusätz­lich zur Aus­stel­lung mit dem Titel ~^-.3N3RGY_4NG3L.-^~ noch Skulp­tu­ren von Nino Maas­kola und Emil Walde im Außen­raum geben.

Was war
In den ver­gan­ge­nen vier Wochen waren hier Arbei­ten von Enya Bur­ger, Abie Frank­lin, Daniel Hölzl und Nino Maas­kola zu sehen. Unter dem Namen „Verge“ stell­ten sie vier Wochen lang aus.

„Verge“ ist das Wort für „Rand“. „Verge ent­fal­tet sich ent­lang jener Naht, an der ein Zustand nach­gibt, wäh­rend der nächste noch unent­schie­den bleibt“, so heißt es im Pres­se­text von Livia Klein.

Ob nun bild­haue­ri­sche Arbei­ten von Nino Maas­kola mit den klas­si­schen Mate­ria­lien der Skulp­tur, Daniel Hölzl mit Instal­la­tio­nen, die zwi­schen Zustän­den gefan­gen sind, Enya Bur­ger, die mit Video und Skulp­tur sowie immersi­ven Instal­la­tio­nen arbei­tet, oder Abie Frank­lin, der Bil­der aus rohem Mate­rial baut – sie alle haben hier Spu­ren und Ein­drü­cke hinterlassen.

Der Blick nach vorn

Open Gal­le­ries Düs­sel­dorf, 04.–06. Sep­tem­ber
Frei­tag 18–21 Uhr, Sams­tag 13–19 Uhr, Sonn­tag 13–17 Uhr
PAW, Flur­straße 11b, 40235 Düs­sel­dorf, www.pawgallery.de

Die Aus­stel­lung läuft bis zum 11. Okto­ber 2026. Besuchs­zei­ten kön­nen per Mail ver­ein­bart wer­den unter info@pawgallery.de.