Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf © Lokalbüro

Wolf­ram N. Die­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf © Lokalbüro

 

Düs­sel­dorf schließt eine Lücke, die inter­na­tio­nal längst zum Stan­dard gehört: Ab mor­gen, dem 4. Sep­tem­ber, ver­bin­den die neuen Stadt­bahn­li­nien U80 und U81 den Flug­ha­fen direkt mit dem Mes­se­ge­lände. Die Fahr­zeit beträgt künf­tig nur noch sie­ben Minu­ten, ganz ohne Umstei­gen. Für die Messe Düs­sel­dorf ist das ein Datum von erheb­li­cher Trag­weite, denn Erreich­bar­keit gehört längst zu den ent­schei­den­den Stand­ort­fak­to­ren im inter­na­tio­na­len Messegeschäft.

Wolf­ram N. Die­ner, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Messe Düs­sel­dorf, kennt die Bedeu­tung kur­zer Wege aus eige­ner Erfah­rung. Mehr als zwan­zig Jahre hat er an den gro­ßen Mes­se­plät­zen Asi­ens gear­bei­tet, in Hong­kong, Sin­ga­pur und Shang­hai. Dort gehört die naht­lose Anbin­dung von Flug­ha­fen und Mes­se­ge­lände seit Jahr­zehn­ten zum All­tag der Besu­cher und Aus­stel­ler. Die­ner ver­weist dar­auf, dass etwa das Shang­hai New Inter­na­tio­nal Expo Centre, an dem die Messe Düs­sel­dorf betei­ligt ist, unmit­tel­bar an einer Metro­li­nie liegt, und dass genau diese Selbst­ver­ständ­lich­keit auch von inter­na­tio­na­len Gäs­ten an ande­ren Stand­or­ten erwar­tet wird.

Messe Düs­sel­dorf als Für­spre­che­rin des Ausbaus
Aus Sicht der Messe war die bes­sere Ver­kehrs­an­bin­dung des Gelän­des über Jahre ein zen­tra­les Anlie­gen. Die­ner und sein Haus haben die Anbin­dung an den Flug­ha­fen wie­der­holt als Stand­ort­frage von stra­te­gi­scher Bedeu­tung ein­ge­ord­net und den Aus­bau des ÖPNV im Umfeld des Mes­se­ge­län­des öffent­lich beglei­tet. Mit der Inbe­trieb­nahme von U80 und U81 sieht sich die Messe Düs­sel­dorf in die­ser Hal­tung bestätigt.

Düs­sel­dorf als Stadt der kur­zen Wege
Anders als die asia­ti­schen Metro­po­len, die wegen ihrer enor­men Aus­deh­nung auf gewal­tige Ver­kehrs­sys­teme ange­wie­sen sind, bringt Düs­sel­dorf einen struk­tu­rel­len Vor­teil mit: Flug­ha­fen, Messe, Haupt­bahn­hof und Innen­stadt lie­gen ohne­hin dicht bei­ein­an­der. Mit der neuen Ver­bin­dung wird die­ser Vor­teil nun kon­se­quent nutz­bar gemacht.

Aus­bau der Mobi­li­tät geht weiter
Mit der Eröff­nung von U80 und U81 ist die Ent­wick­lung am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen aus Sicht der Messe noch nicht abge­schlos­sen. Am Flug­ha­fen-Fern­bahn­hof soll mit DUS­con­nect ein tri­mo­da­ler Mobi­li­täts-Hub ent­ste­hen, das Netz ver­netz­ter Mobi­li­täts­sta­tio­nen wird wei­ter aus­ge­baut. Zusätz­lich erpro­ben die Rhein­bahn und die Rhein­me­tall-Toch­ter MIRA am Flug­ha­fen tele­ope­rierte Shut­tles, die bereits wäh­rend der Messe XPONENTIAL Europe im Ein­satz waren. All diese Bau­steine sol­len die kur­zen Wege in Düs­sel­dorf künf­tig noch intel­li­gen­ter und kli­ma­freund­li­cher gestalten.

Wett­be­werbs­fak­tor im inter­na­tio­na­len Messegeschäft
Für die Messe Düs­sel­dorf ist die neue Anbin­dung mehr als ein städ­ti­sches Infra­struk­tur­pro­jekt. Wer sich als Aus­stel­ler oder Besu­cher für die Teil­nahme an einer Welt­leit­messe ent­schei­det, wägt heute das gesamte Ange­bot ab, zu dem neben der fach­li­chen Qua­li­tät einer Ver­an­stal­tung auch Erreich­bar­keit und Attrak­ti­vi­tät des Stand­orts zäh­len. Mit U80 und U81 ver­schafft sich Düs­sel­dorf im Wett­be­werb um inter­na­tio­nale Mes­se­for­mate ein hand­fes­tes Argu­ment, das die Stadt näher an die Stan­dards her­an­führt, die in den gro­ßen Mes­se­me­tro­po­len Asi­ens längst gelten.

Die offi­zi­elle Eröff­nung der bei­den Linien fin­det am mor­gi­gen Frei­tag statt, anschlie­ßend gehen U80 und U81 in den regu­lä­ren Betrieb. Die­ner bringt es auf den Punkt: In sei­ner inter­na­tio­na­len Lauf­bahn habe er kaum eine ver­gleich­bar gute Anbin­dung eines Mes­se­ge­län­des an einen Flug­ha­fen erlebt – mit U80 und U81 spiele Düs­sel­dorf nun auf Welt­klasse-Niveau mit.