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New Emerald kämpft sich zum Sieg im 106. Großen Preis der Landeshauptstadt

New Emerald siegt unter Sibylle Vogt im Großer Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf © LB / Shahab Lorvand

New Emer­ald siegt unter Sibylle Vogt im Gro­ßer Preis der Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf © LB / Shahab Lorvand

 

Bei strah­len­dem Son­nen­schein haben 13.600 Besu­cher am Sonn­tag das große Sai­son­fi­nale auf der Düs­sel­dor­fer Galopp­renn­bahn erlebt. Im sport­li­chen Höhe­punkt, dem 106. Gro­ßen Preis der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf (Gruppe III, 1.700 Meter, 55.000 Euro Preis­geld), setzte sich der aus Mül­heim an der Ruhr ange­reiste Mit­fa­vo­rit New Emer­ald (Quote 4,3:1) durch. Unter der Schwei­ze­rin Sibylle Vogt ver­wies der von Mar­cel Weiß trai­nierte Wal­lach den lange füh­ren­den Som­mersby mit Edu­ardo Pedroza und Mala Wyska mit Bauyrz­han Murz­abayev auf die Plätze zwei und drei. New Emer­ald hatte zum Auf­takt der Düs­sel­dor­fer Sai­son bereits die Kalk­mann-Früh­jahrs-Meile auf dem Gra­fen­berg gewon­nen. Er gehört dem Stall Emer­ald, der zugleich als Züch­ter auftritt.

Vogt hatte sich im Ren­nen ent­schei­dende Reser­ven für den Schluss­spurt auf­ge­ho­ben und drehte die Par­tie noch gegen den bereits ent­eil­ten Som­mersby. „Er ist ein ganz tol­les Pferd, das immer sein Bes­tes gibt. Ich hatte einen per­fek­ten Renn­ver­lauf. Som­mersby hat lange dage­gen­ge­hal­ten. Als ich ihn fragte, hat er sofort einen Gang höher geschal­tet und ging am Ende noch leicht vor­bei“, sagte die Rei­te­rin nach dem Rennen.

Favo­rit Tulpar tri­um­phiert von Start bis Ziel
Span­nend ging es auch im mit 30.000 Euro dotier­ten Gro­ßen Spar­kas­sen-Fami­lien-Cup über 1.400 Meter zu. Der Köl­ner Gast Tulpar setzte sich nach einem Start-Ziel-Ren­nen gegen Cya­nea mit einem Kopf Vor­sprung durch. Cham­pion­jo­ckey Thore Ham­mer-Han­sen musste sein gan­zes rei­ter­li­ches Kön­nen auf­bie­ten, um den knap­pen Vor­teil am Pfos­ten ins Ziel zu ret­ten. Trai­niert wird der Sie­ger von Henk Grewe in Köln-Weidenpesch.

Außen­sei­te­rin Siel sorgt für Sen­sa­tion zum Auftakt
Ein Pau­ken­schlag gelang schon im Eröff­nungs­ren­nen. Die Debü­tan­tin Siel, eine Außen­sei­te­rin mit einer Quote von 42,4:1, gewann unter dem Ita­lie­ner Andrea Ricupa, obwohl die­ser durch einen rut­schen­den Sat­tel gehan­di­capt war. Die Toch­ter des Hengs­tes Accon, die dem Köl­ner Hol­ger Renz gehört und von ihm gezüch­tet wurde, setzte sich erst auf den letz­ten Metern durch. Für ihren Trai­ner, den Gra­fen­ber­ger Sascha Smrc­zek, war es ein Grund zur Freude: Er strahlte mit der Sonne um die Wette.

Jockey Bauyrz­han Murz­abayev machte anschlie­ßend im Drei­jäh­ri­gen-Ren­nen mit der Favo­ri­tin Day­tona (Quote 2,8:1) aus dem Gestüt Park Wie­din­gen kur­zen Pro­zess. Er ging im Ein­lauf vom Feld weg und gewann mit fünf Län­gen Vor­sprung. Spä­ter sicherte sich der Kasa­che mit Fly­ing Macs im Rhein­bahn-Cup – 130 Jahre mit uns unter­wegs sei­nen zwei­ten Tages­tref­fer, und im Schloß-Roland-Preis hatte er mit Jane Gar­field eben­falls die Nase vorn. Den Lauf zur FEGENTRI World Junior Cham­pi­on­ship ent­schied die 15-jäh­rige Bel­gie­rin Celia Lohest auf Milo für sich.

Star­kes Besu­cher­inter­esse auf dem Grafenberg
Zum Sai­son­fi­nale stand alles im Zei­chen des Gro­ßen Prei­ses der Lan­des­haupt­stadt und des Gro­ßen Spar­kas­sen-Fami­lien-Cups. Mehr als 400 Gäste aus Poli­tik, Wirt­schaft und Kul­tur tra­fen sich im Tee­haus. Schirm­herr Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler zeigte sich von der Stim­mung auf der Renn­bahn ange­tan. Auch das viel­fäl­tige Unter­hal­tungs­pro­gramm kam bei den Besu­chern gut an, ebenso die belieb­ten Renn­bahn­füh­run­gen und die Live-Über­tra­gung des mit fünf Mil­lio­nen Euro dotier­ten Prix de l’Arc de Triom­phe aus Paris auf der Großleinwand.

Dixie­land, Pasta und Ves­pas: Das Drumherum
Wer sich zwi­schen den Ren­nen die Beine ver­tre­ten wollte, hatte auf dem Gra­fen­berg reich­lich Aus­wahl. Unter einem Vor­dach spiel­ten Peter Weis­heit and the Dixie Tramps mit Posaune, Banjo, Gitarre und Schlag­zeug tra­di­tio­nel­len Jazz, und wer wollte, nahm sich am Instru­men­ten­kof­fer vor der Bühne gleich eine CD zum Son­der­preis von zehn Euro mit. Vor der Pasta-Hütte, die ihre Nudeln aus dem Par­mes­an­laib ser­vierte, bil­dete sich über weite Stre­cken eine lange Schlange. Die Gerichte kos­te­ten ab zehn Euro. Zwi­schen Food­trucks, dem bun­ten Kin­der­zelt und dem Ita­li­en­stand mit glu­ten­freiem Man­del­ge­bäck waren die Wege zeit­weise dicht gefüllt. Eine Vespa-Aus­stel­lung, die auf 80 Jahre der ita­lie­ni­schen Kult­rol­ler auf­merk­sam machte, zog eben­falls Neu­gie­rige an.

Fami­lien auf der Tri­büne und am Geläuf
Wie sehr der Renn­tag als Fami­li­en­aus­flug funk­tio­niert, zeigte sich beim Blick auf die Tri­bü­nen. Auf den wei­ßen Bank­rei­hen saßen Eltern, Groß­el­tern und Kin­der Seite an Seite, man­che mit Pro­gramm­heft, andere mit Snack in der Hand. Beim Ziel­ein­lauf säum­ten die Besu­cher dicht an dicht die Rails, Smart­phones wur­den gezückt, und auf der Wiese davor hat­ten es sich Gäste auf Pick­nick­de­cken bequem gemacht. Auch vor dem Start herrschte reges Trei­ben im Führ­ring, wo ein Jockey in orange-schwar­zer Jacke sich noch ein­mal zu sei­nem Pferd hin­un­ter­beugte, bevor es auf die Bahn ging.

Düs­sel­dor­fer Cham­pi­ons ste­hen fest
Die Cham­pi­ons der Sai­son 2026 um die Jan-Wel­lem-Tro­phy sind ermit­telt: Bei den Trai­nern setzte sich Andreas Wöh­ler durch, bei den Besit­zern The Dutch Mas­ter Sta­bles aus den Nie­der­lan­den. Das Jockey­cham­pio­nat sicherte sich Bauyrz­han Murzabayev.

Andrea Hön­ges­berg, Geschäfts­füh­re­rin des Düs­sel­dor­fer Rei­ter- und Renn­ver­eins, zog ein posi­ti­ves Fazit: „Ein bun­tes Fami­li­en­fest bei son­ni­gem Wet­ter auf einer sehr gut besuch­ten Galopp­renn­bahn stimmt uns posi­tiv. Auch das Feed­back der Stadt hat gestimmt. Das macht Lust auf die neue Saison.“

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