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Fortuna schreibt trotz Abstieg schwarze Zahlen

Symbolbild Fortuna © Lokalbüro

Sym­bol­bild For­tuna © Lokalbüro

For­tuna Düs­sel­dorf hat das Geschäfts­jahr 2025/26 mit einem Über­schuss von rund 0,2 Mil­lio­nen Euro abge­schlos­sen, obwohl die Mann­schaft sport­lich in die 3. Liga abge­stie­gen ist. Es ist das dritte posi­tive Jah­res­er­geb­nis des Ver­eins in Folge. Das Eigen­ka­pi­tal wuchs von 3,5 auf 3,7 Mil­lio­nen Euro, die Kre­dit­ver­bind­lich­kei­ten san­ken von 5,7 auf 3,2 Mil­lio­nen Euro.

Starke Ein­nah­men aus Trans­fers und Vermarktung
Wirt­schaft­lich tru­gen vor allem Spie­ler­ver­käufe: Mit 13,3 Mil­lio­nen Euro erlöste die For­tuna zum drit­ten Mal in Folge einen hohen Betrag über Trans­fers. Auch die Ver­mark­tung legte zu und lag rund 1,5 Mil­lio­nen Euro über dem Vor­jah­res­wert, getra­gen von Spon­so­ring und Hos­pi­ta­lity. Über Part­ner sam­melte der Ver­ein zudem Spen­den in hoher sechs­stel­li­ger Grö­ßen­ord­nung ein. Die Ticke­ting-Erlöse stie­gen eben­falls, obwohl es ein wei­te­res Spiel mit freiem Ein­tritt gab. Dazu trug auch das lang ersehnte DFB-Pokal­heim­spiel bei. Die bes­sere Posi­tion in der TV-Tabelle und der Ein­zug in die zweite Pokal­runde wirk­ten sich laut Ver­ein posi­tiv auf die Ein­nah­men aus.

Abstieg hin­ter­lässt Spu­ren in der Bilanz
Die Fol­gen des Abstiegs zei­gen sich den­noch bereits im Jah­res­ab­schluss. Nach­dem die For­tuna im Som­mer und im Win­ter jeweils Mil­lio­nen­be­träge in den Pro­fi­ka­der inves­tiert hatte, lagen die plan­mä­ßi­gen und außer­plan­mä­ßi­gen Abschrei­bun­gen auf Spie­ler­werte rund 8 Mil­lio­nen Euro über dem Vor­jahr. Der Per­so­nal­auf­wand stieg um etwa 5 Mil­lio­nen Euro. Gründe waren Wech­sel auf Vor­stands- und Trai­ner­pos­ten sowie Kos­ten für die nötige Restruk­tu­rie­rung. Zugleich steckte der Klub mehr Geld in Infra­struk­tur und Geschäfts­stelle und stat­tete das Nach­wuchs­leis­tungs­zen­trum, den Mäd­chen- und Frau­en­fuß­ball sowie die Digi­ta­li­sie­rung groß­zü­gi­ger aus. Höhere Aus­ga­ben für Min­dest­lohn, Sicher­heit und Ener­gie belas­te­ten das Ergeb­nis zusätzlich.

Schwie­ri­gere Rah­men­be­din­gun­gen in der 3. Liga
Für die Sai­son 2026/27 ändern sich die Vor­aus­set­zun­gen spür­bar. Die TV-Erlöse fal­len in der 3. Liga deut­lich gerin­ger aus, und Trans­fer­ein­nah­men in der Grö­ßen­ord­nung der ver­gan­ge­nen Jahre kön­nen nicht ein­ge­plant wer­den. Finanz­vor­stand Michael Staade sieht den Ver­ein den­noch auf einem ver­läss­li­chen Fun­da­ment. „Gleich­zei­tig trifft uns der Abstieg hart“, sagte er. Ent­schei­dend sei gewe­sen, früh und kon­se­quent zu reagie­ren. Mit den lang­fris­ti­gen Part­nern, einer „deut­li­chen und schmerz­haf­ten“ Anpas­sung der Kos­ten­struk­tur und einem dau­er­haf­ten Opti­mie­rungs­ma­nage­ment bleibe die For­tuna auch in der 3. Liga hand­lungs­fä­hig und könne ein wett­be­werbs­fä­hi­ges Kader­bud­get stemmen.

Mit­glie­der kön­nen Fra­gen stellen
Als ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein setzt die For­tuna nach eige­nen Anga­ben auf Trans­pa­renz und den Aus­tausch mit den Mit­glie­dern. Fra­gen zum Jah­res­ab­schluss und zur Lage des Klubs las­sen sich über das Fan- und Mit­glie­der­por­tal „BlockF95“ ein­rei­chen. Die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten will der Ver­ein bis zum 16. Okto­ber ver­öf­fent­li­chen. Ende Okto­ber folgt vor der Mit­glie­der­ver­samm­lung der aus­führ­li­che Finanz­be­richt. Die Ver­samm­lung fin­det am 15. Novem­ber 2026 statt.

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