
Deutsche Oper am Rhein © Lokalbüro
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am Donnerstag die Beschlüsse zum Projekt „Opernhaus der Zukunft” aufgehoben. Damit sind die seit Jahren verfolgten Planungen für einen Opernneubau endgültig beendet. Der bereits im Frühsommer gestoppte Realisierungswettbewerb gilt damit als abgeschlossen, ohne dass der Stadt daraus weitere Verpflichtungen oder Kosten entstehen.
Oberbürgermeister Stephan Keller hatte die Neubaupläne bereits Anfang Juni gestoppt und dies mit der angespannten Haushaltslage der Landeshauptstadt begründet. Ursprünglich sollte auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhofs Am Wehrhahn ein neues Opernhaus entstehen, das Deutsche Oper am Rhein, Clara-Schumann-Musikschule und Musikbibliothek unter einem Dach vereint hätte. Der Rat hatte sich 2023 zunächst für einen Standort an der Heinrich-Heine-Allee entschieden, bevor 2024 durch die Insolvenz der bisherigen Grundstückseigentümer der Erwerb der Flächen Am Wehrhahn 1 und Oststraße 15 möglich wurde und der Rat den Standortwechsel beschloss. Im Anschluss war ein Architektenwettbewerb ausgelobt worden, aus dem mehrere Preisträger hervorgingen.
Nach dem Aus für den Neubau soll nun der jetzige Standort der Deutschen Oper am Rhein an der Heinrich-Heine-Allee weiter genutzt werden. Die im Rahmen des Projekts gewonnenen Erkenntnisse und erarbeiteten Konzepte sollen dabei nicht verloren gehen, sondern in die künftige bauliche und funktionale Ausgestaltung des bestehenden Opernhauses einfließen. Verwaltung, Deutsche Oper am Rhein und weitere Beteiligte wollen gemeinsam an einer langfristigen Sicherung des Standorts arbeiten, damit der Spielbetrieb auch in den kommenden Jahren gewährleistet bleibt.
Bereits im Juni hatte der Rat die organisatorischen Grundlagen geschaffen, um den laufenden Spielbetrieb während anstehender Maßnahmen am bestehenden Standort aufrechtzuerhalten.