Übung der Höhenretter auf der Rheinkirmes © Lokalbüro

Übung der Höhen­ret­ter auf der Rhein­kir­mes © Lokalbüro

 

Kurz bevor am Frei­tag die Rhein­kir­mes ihre Tore öff­net, hat sich bei der Vor­be­rei­tung der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf ein unge­plan­ter Zwi­schen­fall ereig­net. Bei der tra­di­tio­nel­len Übung der Höhen­ret­ter, die auf dem Fest­ge­lände die Ret­tung von Men­schen aus den Hoch­fahr­ge­schäf­ten trai­nie­ren, brach zu Beginn der Übung eine der frei­wil­li­gen Per­so­nen zusam­men, die sich für das Trai­ning aus gro­ßer Höhe hatte ret­ten las­sen wol­len. Bei ihr wurde ein Kreis­lauf­kol­laps fest­ge­stellt. Aus der geplan­ten Übungs­si­tua­tion wurde damit unver­mit­telt ein ech­ter Ein­satz für die anwe­sen­den Kräfte.

Die Trai­nings­ein­heit selbst ist fes­ter Bestand­teil der Vor­be­rei­tun­gen auf das große Volks­fest an den Ober­kas­se­ler Rhein­wie­sen. Noch bevor die ers­ten Besu­cher die Fahr­ge­schäfte betre­ten, übt die Feu­er­wehr dort jedes Jahr die Ret­tung aus gro­ßer Höhe. Der Grund: Einige Attrak­tio­nen auf der Kir­mes errei­chen mehr als 80 Meter Höhe, eine her­kömm­li­che Dreh­lei­ter kommt dort nicht mehr zum Ein­satz. Ab etwa 20 Metern über­neh­men des­halb spe­zi­ell aus­ge­bil­dete Höhen­ret­ter der Feu­er­wehr Düs­sel­dorf die Aufgabe.

Seit mehr als zehn Jah­ren wer­den die Hoch­fahr­ge­schäfte vor dem Kir­mes­start gemein­sam began­gen. Für jede Anlage erstellt die Feu­er­wehr zudem eigene Ein­satz­un­ter­la­gen mit Anga­ben zu Höhe, maxi­ma­ler Fahr­gast­zahl sowie den Zugangs- und Auf­stiegs­mög­lich­kei­ten für die Ret­ter, damit im Ernst­fall keine Zeit ver­lo­ren geht.

Wenn die Rhein­kir­mes am Frei­tag, 17. Juli 2026, beginnt, wer­den über die zehn Ver­an­stal­tungs­tage rund vier Mil­lio­nen Besu­cher auf den Rhein­wie­sen erwar­tet – eine Zahl, die der Ein­woh­ner­schaft einer Groß­stadt ent­spricht. Ent­spre­chend groß ist auch das Sicher­heits­kon­zept: Täg­lich sind rund 200 Ein­satz­kräfte im Ein­satz, ergänzt durch Mit­ar­bei­ter der Feu­er­wehr und einen Sani­täts­dienst direkt auf dem Gelände. An den bei­den Höhe­punk­ten der Kir­mes, der Droh­nen­show am Diens­tag, 21. Juli, und dem Feu­er­werk am Frei­tag, 24. Juli, kom­men zusätz­li­che Kräfte auf der lin­ken Rhein­seite sowie Ret­tungs­boote auf dem Rhein hinzu. An die­sen Tagen wer­den wegen des erwar­te­ten Besu­cher­an­drangs auf den Rhein­brü­cken zudem ein wei­te­res Lösch­fahr­zeug, ein Füh­rungs­dienst und ein Not­arzt an der Feu­er­wa­che Quirin­straße bereitgehalten.

Auf dem Gelände selbst tra­gen alle Fahr­ge­schäfte, Kir­mes­be­triebe und Fest­zelte zur bes­se­ren Ori­en­tie­rung eine Kenn­zeich­nung mit Stra­ßen­name und Haus­num­mer, jeweils in zwei Metern Höhe ange­bracht. So kön­nen Ein­satz­kräfte im Fall eines Not­rufs über die 112 schon beim Ein­gang der Mel­dung den schnells­ten Weg zum Ein­satz­ort ermit­teln. Eine Feu­er­wehr­um­fah­rung führt um das gesamte Gelände, damit Ret­tungs­wa­gen nicht durch die Men­schen­menge müs­sen; falls dies den­noch nötig ist, beglei­tet der Ord­nungs­dienst die Fahrzeuge.

Zusätz­lich betreibt die Feu­er­wehr Düs­sel­dorf wäh­rend der Kir­me­s­tage eine eigene Wache an der Zufahrt zum süd­li­chen Ein­gang am Kai­ser-Wil­helm-Ring, aus­ge­stat­tet mit Ein­satz­leit­wa­gen, Lösch­fahr­zeug, Gerä­te­wa­gen Ret­tungs­dienst und einem Füh­rungs­raum für den Einsatzleiter.

Das gesamte Sicher­heits­kon­zept gilt seit Jah­ren als bewährt und wird nach jeder Rhein­kir­mes gemein­sam mit allen Part­nern aus­ge­wer­tet. Da sich die Anord­nung der Fahr­ge­schäfte auf der Fest­wiese jedes Jahr ändert, müs­sen Pläne und Maß­nah­men der Feu­er­wehr fort­lau­fend ange­passt wer­den – in Abstim­mung mit dem Ver­an­stal­ter, des­sen Sicher­heits­dienst, dem Ord­nungs­amt, der Poli­zei und dem Sani­täts­dienst. Der Vor­fall bei der dies­jäh­ri­gen Übung zeigt dabei, dass selbst die Vor­be­rei­tung auf den Ernst­fall unter rea­len Bedin­gun­gen stattfindet.

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