
Die Wiese am Fettpott ist ein Projekt, welches Handwerk & Handel schon seit Jahren in Angriff genommen hat © Gabriele Schreckenberg
Von Gabriele Schreckenberg
Ferdinan Wolff war ein Kümmerer. Neben all den Menschen, um die er sich sorgte, hatte er stets seine Heimat Angermund im Blick. Am 16. Juni ist Ferdi Wolff verstorben. Er fehlt überall.
So auch bei Handwerk & Handel, der Interessengemeinschaft der Angermunder Handwerker, Kaufleute und Dienstleister. Hier war Ferdi Wolff viele Jahre lang der 1. Vorsitzende. Nun gab es kürzlich eine außerordentliche Mitgliederversammlung in der Gaststätte des Turnvereins Angermund – also genau dort, wo Ferdi mit Freunden gern abends ein Bier trank.
Neuer Vorstand
Thomas Schnalke, ehemaliger 2. Vorsitzender, ist als 1. Vorsitzender an die Spitze des Vereins gerückt. Vincenzo Curatolo ist nun der 2. Vorsitzende. Damit ist der sechsköpfige Vorstand komplett.
Der Verein „Handwerk & Handel“ will sich neu ausrichten: weg von einer reinen Interessengemeinschaft für Kaufleute und Handwerk, die zwar tief in Angermund verwurzelt ist, hin zu einem gemeinnützigen Bürgerverein, der allen Angermundern offensteht.
Thomas Schnalke, der neue 1. Vorsitzende: „Wir versprechen uns großes Potenzial von der Wandlung zu einem Bürgerverein, der mehr Sichtbarkeit im Ort und auch mehr Sichtbarkeit für Angermund in den politischen Gremien bringen soll.“
Bauprojekte und RRX
Die neue Ortsmitte am Fettpott mit flankierender Bebauung und der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express sind nur zwei Themen, die in Zukunft anstehen.
Derzeit sucht der Verein ein neues Logo, und der neue Name sowie das offene Mitgliederkonzept müssen erst einmal bekannt werden.
Zwei Veranstaltungen stehen nun an.
Am 19. September findet eine Informationsveranstaltung mitten in Angermund statt. Anschließend beginnt die Werbung für die wichtigste Veranstaltung des Jahres, den Nikolausmarkt auf der Graf-Engelbert-Straße.Die Finanzierung des Vereins ist derzeit gut aufgestellt. Die Familie von Ferdi Wolff hatte anstelle von Blumen und Kränzen zur Beisetzung im Juni um Spenden für den Verein gebeten, um dessen Zukunft sicherzustellen. Das Spendenaufkommen war groß, die Unterstützung immens. Künftig sei der Verein jedoch auf Sponsoren und Spenden angewiesen, betont Vanessa Zelletta, Kassenprüferin.
„Mein Angermund e.V.“ steht in den Startlöchern.
Anm. d. Red.: Ein aktuelles Foto des neuen Vorstands bringen wir bald. Spätestens nach den Sommerferien – verbunden mit einem Interview.