Symbobild Anwohner Bewässern die Bäume vor ihrer Haustür © Lokalbüro

Sym­bo­bild Anwoh­ner Bewäs­sern die Bäume vor ihrer Haus­tür © Lokalbüro

 

Wer in Düs­sel­dorf lebt, muss beim Blick vor die eigene Haus­tür nicht taten­los zuse­hen, wenn der Stra­ßen­baum unter Hitze und Tro­cken­heit lei­det. Die Lan­des­haupt­stadt setzt wei­ter auf ihr Baum­pa­ten­schafts­pro­gramm und wirbt bei den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern um Unter­stüt­zung für das städ­ti­sche Grün.

Stra­ßen­bäume leis­ten in der Stadt eini­ges: Sie spen­den Schat­ten, fil­tern die Luft, bin­den Koh­len­di­oxid und machen zuneh­mend heiße Som­mer erträg­li­cher. Doch genau diese Som­mer set­zen den Bäu­men selbst zu. Anhal­tende Tro­cken­heit und stei­gende Tem­pe­ra­tu­ren brin­gen viele Exem­plare an ihre Belas­tungs­grenze. Genau hier sol­len die Patin­nen und Paten ansetzen.

Das Prin­zip ist ein­fach gehal­ten: Wer eine Paten­schaft über­nimmt, küm­mert sich um die soge­nannte Baum­scheibe, also die offene Flä­che rund um den Stamm. Dazu gehört, Unrat zu ent­fer­nen, stand­ort­ge­recht zu bepflan­zen und in tro­cke­nen Pha­sen zusätz­lich zu wäs­sern. Die fach­li­che Pflege, regel­mä­ßige Kon­trol­len und die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht blei­ben dage­gen wei­ter­hin Sache des Garten‑, Fried­hofs- und Forstamtes.

Mehr als 600 Baum­pa­ten­schaf­ten gibt es nach Anga­ben der Stadt bereits in Düs­sel­dorf. Neben dem prak­ti­schen Nut­zen für die Bäume selbst hat das Enga­ge­ment auch einen Effekt fürs Vier­tel: Gepflegte Baum­schei­ben wer­ten den öffent­li­chen Raum auf, bie­ten Insek­ten einen klei­nen Lebens­raum und man­cher­orts kom­men Nach­barn dabei erst rich­tig ins Gespräch.

Die Stadt macht das Mit­ma­chen bewusst nied­rig­schwel­lig. Eine Paten­schaft ist kos­ten­los, offen für alle Inter­es­sier­ten und unkom­pli­ziert zu über­neh­men. Wer sich mel­det, bekommt vom Garten‑, Fried­hofs- und Forst­amt Infor­ma­tio­nen zur geeig­ne­ten Bepflan­zung und Pflege sowie ein Baum­pa­ten­schafts­schild, das die Über­nahme der Paten­schaft auch für Pas­san­ten sicht­bar macht.

Am Ende steht für die Stadt eine ein­fa­che Rech­nung: Je mehr Men­schen sich um einen Baum vor der eige­nen Tür küm­mern, desto grü­ner und kli­ma­fes­ter wird Düs­sel­dorf insgesamt.