Bunte Dino­sau­rier, Robo­ter, Regen­wür­mer und Haie bevöl­kern die Bil­der von Lucia Astuy – und mit ihnen zieht ab Sep­tem­ber eine Welt vol­ler Leich­tig­keit und kind­li­cher Ent­de­ckungs­lust in die Düs­sel­dor­fer Gale­rie Gra­fik, Bild & Kunst am Schwa­nen­markt ein. Unter dem pro­gram­ma­ti­schen Titel „Let’s con­quer hap­pi­ness“ zeigt die Madri­der Künst­le­rin ihre erste Ein­zel­aus­stel­lung in Deutsch­land. Bereits 2025 hatte sie an einer Grup­pen­aus­stel­lung in der Lan­des­haupt­stadt teilgenommen.

Farbe als emo­tio­na­ler Motor
Astuy ver­steht Farbe nicht bloß als gestal­te­ri­sches Mit­tel, son­dern als Aus­druck von Gefühl. Ihre auf­wän­di­gen Werke leuch­ten in kräf­ti­gen Tönen und ste­cken vol­ler über­ra­schen­der For­men und klei­ner visu­el­ler Geheim­nisse, die den Blick immer wie­der neu fesseln. 

Lucia Astuy in ihrem Atelier in Madrid: Mit feinem Pinselstrich und viel Liebe zum Detail entstehen ihre farbenfrohen Bilderwelten. © Lucia Astuy

Jedes Bild öff­net dabei ein Fens­ter zu einer Welt, in der Stau­nen und Neu­gier selbst­ver­ständ­lich sind – ein bewuss­ter Kon­tra­punkt zu einer oft schwer erschei­nen­den Gegen­wart. Der Aus­stel­lungs­ti­tel „Let’s con­quer hap­pi­ness“ bringt die­ses Lebens­ge­fühl auf den Punkt: Glück nicht als Zufall, son­dern als etwas, das erobert wer­den will. In Düs­sel­dorf zeigt die Künst­le­rin eine Aus­wahl ihrer neu­es­ten Gemälde und Zeichnungen.

Auf ihre Rück­kehr in die Stadt ange­spro­chen, sagte Astuy: „I am very happy to be back in Düs­sel­dorf, it is a won­derful City and the peo­ple here love my colorful Art a lot. Maybe because of the rain and cold time in Win­ter here.“ Auf Deutsch: Sie freue sich sehr, wie­der in Düs­sel­dorf zu sein, es sei eine wun­der­bare Stadt, und die Men­schen hier wür­den ihre bunte Kunst sehr lie­ben – viel­leicht wegen des reg­ne­ri­schen, kal­ten Winters.

Vom Fan­zine zur Male­rei
Gebo­ren wurde Lucia Astuy 1981 im nord­spa­ni­schen Avilés. Sie stu­dierte Gra­fik­de­sign an der Kunst­schule von Oviedo mit Schwer­punkt Pla­kat- und Mar­ken­ge­stal­tung. Rund zwei Jahr­zehnte lang arbei­tete sie als Gra­fi­ke­rin und Illus­tra­to­rin, unter ande­rem für Medien wie El Salto Dia­rio und Pikara Maga­zine sowie für den Stift­her­stel­ler Pen­tel. Bereits als Jugend­li­che begann sie, eigene Fan­zines zu gestal­ten und mit Illus­tra­tion und Comic zu expe­ri­men­tie­ren – bis heute ist sie auf Inde­pen­dent-Mes­sen in Madrid prä­sent. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat sich ihre Arbeit zuneh­mend zur Male­rei hin ent­wi­ckelt; für ihre Bil­der kom­bi­niert sie Acryl, Öl, Blei­stift, Tusche und Wachs. Beein­flusst von Street Art und Car­toons ver­gan­ge­ner Jahr­zehnte, sind ihre Figu­ren bewusst kind­lich gehal­ten, ohne naiv zu wir­ken. Ihre Prot­ago­nis­ten gel­ten als frei und sorg­los – frei von Zynis­mus, frei von poli­ti­scher Schwere, frei von dem, was im All­tag oft nie­der­drückt. Sie sol­len gute Laune schen­ken, ohne sich dafür zu recht­fer­ti­gen, und daran erin­nern, dass Begeis­te­rung und Ent­de­ckung jeder­zeit mög­lich sind.

Ihr wach­sen­des Renom­mee zeigt sich auch abseits der Male­rei: Erst im Novem­ber 2025 wurde Astuy mit dem „II Pre­mio de Novela Grá­fica“ der Pro­vinz­ver­wal­tung von Cáce­res für ihre Gra­phic Novel „Pizza de culto“ aus­ge­zeich­net – eine wei­tere Bestä­ti­gung ihrer viel­sei­ti­gen künst­le­ri­schen Handschrift.

Nietz­sches tan­zen­der Stern
Das bekannte Nietz­sche-Zitat „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tan­zen­den Stern gebä­ren zu kön­nen“ beschreibt die künst­le­ri­sche Hal­tung der Spa­nie­rin tref­fend. Die­ses Chaos trägt Astuy in sich – ein gutes, krea­ti­ves, war­mes und kind­li­ches Chaos. Aus genau die­sem inne­ren Wir­bel ent­ste­hen ihre Bil­der vol­ler Ener­gie und Lebens­freude, die weni­ger erklärt als viel­mehr erlebt wer­den wollen.

Aus­stel­lung und Künst­ler­ge­spräch
Die Ver­nis­sage fin­det am Sams­tag, 12. Sep­tem­ber, um 19 Uhr statt, die Künst­le­rin ist per­sön­lich anwe­send. Gegen 20 Uhr schließt sich ein Künst­ler­ge­spräch an. Die offi­zi­elle Eröff­nung folgt am Sonn­tag, 13. Sep­tem­ber, um 11 Uhr, eben­falls in Anwe­sen­heit von Lucia Astuy. Beide Tage bie­ten zudem eine Bar mit Rau­cher­be­reich im Innen­hof, Getränke und Snacks gibt es gegen Spende. Der Ein­tritt ist frei, der Ein­lass erfolgt jedoch nur mit vor­he­ri­ger Regis­trie­rung über Eventbrite.

Gra­fik, Bild & Kunst, The Art of Mar­ke­ting, befin­det sich am Schwa­nen­markt 6 in 40213 Düs­sel­dorf. Tickets für die VIP-Eröff­nung am 12. Sep­tem­ber gibt es hier, für die offi­zi­elle Eröff­nung am 13. Sep­tem­ber hier.