Global XRS 7400 Leopard erstmals ein Expeditionsmobil © Lokalbüro

Glo­bal XRS 7400 Leo­pard erst­mals ein Expe­di­ti­ons­mo­bil © Lokalbüro

 

Rund 830 Aus­stel­ler zei­gen zum Auf­takt der 65. Auf­lage zahl­rei­che Neu­hei­ten – von Off­road-Cara­vans bis zur rol­len­den Luxusvilla
Mit dem heu­ti­gen Pre­view Day ist der Cara­van Salon Düs­sel­dorf offi­zi­ell in seine 65. Aus­gabe gestar­tet – und die Jubi­lä­ums­auf­lage zeigt sich so viel­fäl­tig und inter­na­tio­nal wie nie zuvor. Bis zum 6. Sep­tem­ber ver­wan­delt sich das Düs­sel­dor­fer Mes­se­ge­lände wie­der in die nach eige­nen Anga­ben größte Cara­va­ning-Messe der Welt. Über 830 Aus­stel­ler aus zahl­rei­chen Län­dern prä­sen­tie­ren in 15 Hal­len sowie auf dem weit­läu­fi­gen Frei­ge­lände Rei­se­mo­bile, Cara­vans, Cam­per­vans und alles, was zum mobi­len Rei­sen dazu­ge­hört. Unter dem Motto „Der Cara­van Salon öff­net neue Wel­ten” will die Leit­messe auch in die­sem Jahr wie­der Maß­stäbe set­zen: Nach frü­he­ren Ver­an­stal­ter­an­ga­ben zählte eine der ver­gan­ge­nen Aus­ga­ben mit über 270.000 Besu­chern zu den erfolg­reichs­ten in der Geschichte der Messe. Für Publi­kum öff­net die Schau künf­tig täg­lich von 10 bis 18 Uhr, ledig­lich Halle 9 bleibt wegen Umbau­ar­bei­ten geschlos­sen. Neu im Pro­gramm sind in die­sem Jahr eigene The­men­be­rei­che für Dach­zelte in Halle 7a sowie für gelän­de­gän­gige Fahr­zeuge in den Hal­len 16 und 17 – ein Beleg dafür, wie kon­se­quent der Cara­van Salon sein Ange­bot wei­ter­ent­wi­ckelt und noch mehr Ori­en­tie­rung in der enor­men Pro­dukt­viel­falt schafft. Bei einem Rund­gang über das Gelände lie­ßen sich schon am ers­ten Tag einige der span­nends­ten Neu­vor­stel­lun­gen entdecken.

Off­road-Trend mit Europapremiere
Einen deut­li­chen Schwer­punkt setzt die Messe 2026 auf aut­ar­kes Rei­sen abseits befes­tig­ter Stra­ßen. In Halle 16 fei­erte der ADX-21 von Bru­der RV, impor­tiert von der Karls­ru­her Firma Camp Impuls, seine Euro­pa­pre­miere. Der aus Aus­tra­lien stam­mende Full-Size-Cara­van bringt neun Meter Länge mit und kom­bi­niert die bewährte Bru­der-Gelän­de­tech­nik mit deut­lich mehr Wohn‑, Schlaf- und Stau­raum als die kom­pak­te­ren Modelle der Marke. Ein unab­hän­gi­ges Luft­fe­de­rungs­sys­tem mit bis zu 30 Zen­ti­me­tern Feder­weg sorgt für Gelän­de­gän­gig­keit, wäh­rend ein 12-Volt-Sys­tem mit bis zu 900 Ampere­stun­den Bat­te­rie­ka­pa­zi­tät, 1.600 Watt Solar­leis­tung und einem 3.000-Watt-Wechselrichter für weit­ge­hende Unab­hän­gig­keit vom Strom­netz sorgt. Der Ein­stiegs­preis liegt bei rund 175.000 Euro. Direkt dane­ben steht mit dem Bru­der EXP‑8 der teu­erste Wohn­wa­gen der dies­jäh­ri­gen Messe. Der als Flagg­schiff kon­zi­pierte Off­road-Anhän­ger für Expe­di­tio­nen in ent­le­gene Regio­nen kos­tet ab 275.000 Euro und bringt eine 48-Volt-Elek­tro­ar­chi­tek­tur sowie ein paten­tier­tes Fahr­werk mit, das nach Her­stel­ler­an­ga­ben nahezu drei­mal mehr nutz­ba­ren Feder­weg bie­tet als ver­gleich­bare Modelle.

Luxus­klasse: Wohn­mo­bile für meh­rere Mil­lio­nen Euro
Wer es noch exklu­si­ver mag, wurde in Halle 16 eben­falls fün­dig. Action Mobil zeigt mit dem Glo­bal XRS 7400 Leo­pard erst­mals ein Expe­di­ti­ons­mo­bil, das auf einem gelän­de­gän­gi­gen MAN TGS 6x6-Fahr­ge­stell 26 Ton­nen auf die Waage bringt und mit Lounge, voll­wer­ti­ger Küche samt Induk­ti­ons­koch­feld sowie einer Dusche mit geschlos­se­nem Was­ser­kreis­lauf aus­ge­stat­tet ist. Der Basis­preis liegt bei rund 1,5 Mil­lio­nen Euro, das aus­ge­stellte Fahr­zeug bei etwa 2,2 Mil­lio­nen Euro. Noch ein­mal in einer eige­nen Liga bewegt sich der Vario Per­fect 1200 QS Pla­ti­num von VARIO­mo­bil in Halle 16. Auf einem drei­ach­si­gen Mer­ce­des-Benz Actros auf­ge­baut, ver­fügt das Luxus-Rei­se­mo­bil über vier Slide-Outs und eine ein­ge­baute Garage, in der wahl­weise ein Sport­wa­gen bis zur Größe eines Mer­ce­des-AMG Black Series unter­ge­bracht wer­den kann. Der Preis für die­ses digi­tal ver­netzte Raum­wun­der beträgt 2,2 Mil­lio­nen Euro. Sol­che Fahr­zeuge machen deut­lich, wie weit sich die Bran­che tech­nisch und gestal­te­risch ent­wi­ckelt hat und wel­chen Anspruch die Aus­stel­ler an ihre Neu­hei­ten stellen.

Inno­va­tive Kon­zepte für kom­pak­tes Reisen
Dass Cara­va­ning nicht zwangs­läu­fig Luxus­klasse bedeu­ten muss, zeig­ten meh­rere kom­pakte Kon­zepte auf dem Rund­gang. Der BeauEr X6 aus Halle 11 ver­wan­delt sich per Knopf­druck inner­halb einer Minute von einem 7,20 Meter kur­zen Rei­se­ca­ra­van in ein deut­lich geräu­mi­ge­res Modell: Elek­trisch ange­trie­bene Spin­deln schie­ben die Karos­se­rie aus­ein­an­der, sodass die Breite von 2,15 auf 3,60 Meter wächst und bis zu sechs Per­so­nen Platz fin­den. Der Basis­preis liegt bei rund 75.000 Euro. Eben­falls auf Leich­tig­keit setzt der Tou­ring­ca­ra­van 320 der Marke Mini Free­style by Stercke­man, der sich mit einem wähl­ba­ren Gesamt­ge­wicht zwi­schen 750 und 1.200 Kilo­gramm beson­ders an Besit­zer von Elek­tro­fahr­zeu­gen rich­tet und ab 19.490 Euro zu haben ist. Auch bei den Cam­per­vans gibt es Neues: Malibu bringt mit dem 640 LE XR aus der neuen Bau­reihe relax ein Modell mit elek­trisch höhen­ver­stell­ba­ren Längs­ein­zel­bet­ten, die eine bis zu 1,45 Meter hohe Heck­ga­rage frei­ge­ben. Der Basis­preis star­tet bei 59.470 Euro. Diese Bei­spiele zei­gen, wie cle­ver die Bran­che auch für Ein­stei­ger und preis­be­wusste Rei­sende neue Lösun­gen ent­wi­ckelt, ohne beim Kom­fort Kom­pro­misse einzugehen.

Dach­zelte als eige­ner Trend
Erst­mals mit eige­nem Bereich in Halle 7a ver­tre­ten sind Dach­zelte. Roof Space prä­sen­tiert dort das Modell Roof Space 4, das im geschlos­se­nen Zustand als kom­pakte Alu­mi­ni­um­kiste daher­kommt und auf­ge­klappt eine Lie­ge­flä­che für bis zu vier Per­so­nen bie­tet, Preis: 4.599 Euro. Als Welt­neu­heit gilt der eben­falls von Roof Space vor­ge­stellte Dach­zelt­lift, der Dach­zelte unab­hän­gig von Her­stel­ler und Bau­form mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilo­gramm kom­for­ta­bel auf das Fahr­zeug­dach hebt und zum Markt­start für 699 Euro ange­bo­ten wird. Der neue The­men­be­reich unter­streicht, wie sehr sich der Cara­van Salon auch abseits der klas­si­schen Fahr­zeug­wel­ten für aktu­elle Trends im Out­door- und Rei­se­be­reich öffnet.

Eta­blierte Her­stel­ler mit neuen Modellen
Auch die gro­ßen Rei­se­mo­bil- und Cara­v­an­her­stel­ler nutz­ten die Messe für Pre­mie­ren. Hymer stellte in Halle 6 mit dem B‑ML sein neues Flagg­schiff auf Mer­ce­des-Benz-Sprin­ter-Basis vor, das ab rund 160.000 Euro erhält­lich ist. Bei Knaus Tab­bert fei­erte gleich dop­pelt Neues Pre­miere: Der Weins­berg Cara­Com­pact Edi­tion Pep­per erhält für das Modell­jahr 2027 einen neuen, 6,30 Meter lan­gen Grund­riss und zählt wei­ter­hin zu den meist­ver­kauf­ten Rei­se­mo­bi­len Euro­pas, Preise begin­nen bei knapp unter 70.000 Euro. Der neue Tab­bert Vivaldi wie­derum posi­tio­niert sich als Pre­mium-Cara­van mit vier Grund­ris­sen zwi­schen den Model­len Pan­tiga und Puc­cini und ist je nach Aus­stat­tung ab 35.990 Euro erhält­lich. Dass sich sowohl junge, inno­va­tive Mar­ken als auch eta­blierte Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men mit der­art durch­dach­ten Neu­hei­ten prä­sen­tie­ren, zeigt die Inno­va­ti­ons­kraft der gesam­ten Branche.

Umfang­rei­ches Rah­men­pro­gramm für Besucher
Neben den Fahr­zeug­neu­hei­ten war­tet der Cara­van Salon auch in die­sem Jahr mit einem attrak­ti­ven Rah­men­pro­gramm auf. In Halle 5 ste­hen Exper­tin­nen und Exper­ten des ADAC für Bera­tung rund um Cam­ping­ur­laub, Tech­nik, Stell­plätze, Wohn­mo­bil­ver­mie­tung und Ver­si­che­run­gen bereit. Am 5. Sep­tem­ber fin­det zudem das bun­des­weite Finale des Wett­be­werbs „Cam­per des Jah­res 2026” auf dem Mes­se­ge­lände statt. Mit dem Pro­gramm „Desti­na­tion Zukunft” rich­tet sich die Messe dar­über hin­aus gezielt an Fach­leute aus der Tou­ris­mus­bran­che und rückt die nach­hal­tige Wei­ter­ent­wick­lung des Out­door-Tou­ris­mus in den Fokus. Wer mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln anrei­sen möchte, fin­det eben­falls gute Bedin­gun­gen vor, da das Mes­se­ge­lände außer­halb der Düs­sel­dor­fer Umwelt­zone liegt und somit frei befahr­bar ist.

Der Cara­van Salon Düs­sel­dorf bleibt damit auch in sei­ner 65. Auf­lage ein ein­drucks­vol­ler Grad­mes­ser für die Inno­va­ti­ons­kraft der Bran­che – von kom­pak­ten, leich­ten Lösun­gen bis zur rol­len­den Villa für meh­rere Mil­lio­nen Euro, ergänzt um ein Rah­men­pro­gramm, das für Fach­pu­bli­kum wie Fami­lien glei­cher­ma­ßen etwas bereit­hält. Wer mobi­les Rei­sen in sei­ner gan­zen Band­breite erle­ben möchte, fin­det bis zum 6. Sep­tem­ber auf dem Düs­sel­dor­fer Mes­se­ge­lände dafür die pas­sende Kulisse. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zu Tickets und Öff­nungs­zei­ten gibt es unter caravan-salon.de.

Mehr Bil­der von dem Rund­gang gibt es hier