Gert Blankenstein in seinen Atelier © Lokalbüro
Im Atelier von Gerd Blankenstein

Wenn sich in die­sem Monat wie­der Hun­derte Ate­liers­tü­ren in der gan­zen Stadt öff­nen, ist das für viele Kunst­freunde ein fes­ter Ter­min im Kalen­der. Zum 30. Mal fin­den in die­sem Jahr die Kunst­punkte statt, die Düs­sel­dor­fer Kunst­schaf­fen­den an zwei Sep­tem­ber­wo­chen­en­den einen direk­ten Blick in ihre Arbeits­welt gewäh­ren. Orga­ni­siert wird die Reihe vom Kul­tur­amt der Lan­des­haupt­stadt, unter­stützt unter ande­rem von den Stadt­wer­ken Düs­sel­dorf und der Jiny Lan Kunst­stif­tung. Über 400 Künst­le­rin­nen und Künst­ler sowie rund 30 Offräume betei­li­gen sich an den ins­ge­samt 196 Kunst­punk­ten in der Stadt. Los geht es am 12. und 13. Sep­tem­ber in den nörd­li­chen Stadt­tei­len, bevor am 19. und 20. Sep­tem­ber der Süden Düs­sel­dorfs folgt. Wer sich einen Über­blick ver­schaf­fen möchte, fin­det auf der Inter­net­seite www.kunstpunkte.de eine Karte mit sämt­li­chen teil­neh­men­den Adres­sen sowie Infor­ma­tio­nen zu geführ­ten Ate­lier­be­su­chen, die auch in die­sem Jahr wie­der ange­bo­ten werden.

Zwei Ate­liers, ein gemein­sa­mer Hin­ter­hof
Zu den Kunst­punk­ten gehö­ren auch zwei Künst­ler aus Ger­res­heim, die seit Jah­ren zum fes­ten Bestand­teil der dor­ti­gen Kunst­szene zäh­len: Inken Heske und Gert Blan­ken­stein öff­nen am Wochen­ende des 12. und 13. Sep­tem­ber ihre Ate­liers Am Poth 2 und Am Poth 4. Beide Häu­ser sind über einen gemein­sa­men Hin­ter­hof mit­ein­an­der ver­bun­den, sodass Besu­cher an einem Nach­mit­tag gleich zwei künst­le­ri­sche Wel­ten erle­ben kön­nen, ohne dafür weite Wege zurück­le­gen zu müs­sen. Inken Heske zeigt in ihrem Ate­lier neue Arbei­ten, die sich mit unter­schied­li­chen Varia­tio­nen des Krei­ses beschäf­ti­gen. Immer wie­der fin­det sie dabei neue, über­ra­schende Aus­drucks­for­men für die­ses redu­zierte, aber viel­sei­tige Motiv.

Gert Blan­ken­stein zeigt Men­schen in beson­de­ren Lebens­la­gen
Deut­lich grö­ße­ren Raum in die­sem Bei­trag soll jedoch Gert Blan­ken­stein ein­neh­men, des­sen Ate­lier Am Poth 4 seit rund zwei Jahr­zehn­ten ein fes­ter Anlauf­punkt für Kunst­in­ter­es­sierte in Ger­res­heim ist. Der frei­be­ruf­li­che Künst­ler lebt und arbei­tet in Düs­sel­dorf und hat seine Aus­stel­lungs­schwer­punkte im Ruhr­ge­biet und im Raum Düs­sel­dorf. Bei den dies­jäh­ri­gen Kunst­punk­ten zeigt er Arbei­ten zu unter­schied­li­chen The­men, wobei ein Schwer­punkt auf Men­schen in beson­de­ren Lebens­la­gen liegt. Ent­stan­den ist dazu unter ande­rem eine Serie von Acryl­bil­dern sowie groß­for­ma­tige Ölge­mälde, in denen er sich inten­siv mit mensch­li­chen Aus­nah­me­si­tua­tio­nen aus­ein­an­der­setzt. Neu im Pro­gramm ist zudem eine Reihe von Objek­ten und klei­nen Skulp­tu­ren, mit denen Blan­ken­stein sein bild­ne­ri­sches Werk um eine drei­di­men­sio­nale Ebene erwei­tert. Über die Jahre hat sich Blan­ken­stein zudem im Ger­res­hei­mer Kul­tur­le­ben enga­giert, etwa als Mit­be­grün­der des Künst­ler­zu­sam­men­schlus­ses „Hal­te­punkt Düs­sel­dorf-Ger­res­heim”, der zahl­rei­che Kunst­schaf­fende aus der Region mit­ein­an­der vernetzt.

Öff­nungs­zei­ten und Kon­takt
Das Ate­lier Am Poth 4 ist am 12. und 13. Sep­tem­ber sams­tags von 14 bis 20 Uhr und sonn­tags von 12 bis 18 Uhr geöff­net. Wer sich vorab infor­mie­ren oder einen indi­vi­du­el­len Ter­min ver­ein­ba­ren möchte, erreicht Gert Blan­ken­stein tele­fo­nisch unter 0160–1509834 oder 0163–9173944 sowie per E‑Mail an gertblankenstein@gmail.com. Für alle, die den Stadt­teil ein­mal aus einer künst­le­ri­schen Per­spek­tive ken­nen­ler­nen möch­ten, bie­tet sich mit dem Besuch der bei­den Ate­liers Am Poth eine gute Gele­gen­heit, in ent­spann­ter Atmo­sphäre mit den Künst­lern ins Gespräch zu kom­men und einen Ein­blick in ihre aktu­elle Arbeit zu bekommen.