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Königin Silvia besucht Düsseldorf: Einweihung des neuen Luisen-Gymnasiums und Empfang im Rathaus

Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden besuchte am Freitag, 9. Oktober 2026, das Düsseldorfer Rathaus und wurde von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Jan-Wellem-Saal empfangen. Im Rahmen Ihres Besuchs trug sich die Königin in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Meike Schrömbgens
Zum Abschluss der offiziellen Eröffnung wurde Ihre Majestät Königin Silvia von Schweden (mitte) ein Bild überreicht mit Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (2.v.l.) Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, (r.) und Schulleiterin Gabriele Patten (l.) mit den Schülern Florinda und Fredrik. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Meike Schrömbgens<br />

Hoher Besuch in der Lan­des­haupt­stadt: Köni­gin Sil­via von Schwe­den ist am Frei­tag, 9. Okto­ber 2026, nach Düs­sel­dorf zurück­ge­kehrt, in die Stadt, in der sie ihre Jugend ver­bracht hat. Anlass war die fei­er­li­che Ein­wei­hung des neuen Lui­sen-Gym­na­si­ums an der Völk­lin­ger Straße in Bilk, an dem die Köni­gin 1963 ihr Abitur gemacht hatte. Zuvor wurde sie im Düs­sel­dor­fer Rat­haus empfangen.

Emp­fang im Jan-Wel­lem-Saal
Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler begrüßte die Köni­gin im Jan-Wel­lem-Saal des Rat­hau­ses. „Köni­gin Sil­via im Düs­sel­dor­fer Rat­haus begrü­ßen zu dür­fen, ist für mich ein sehr beson­de­rer Moment“, sagte Kel­ler. Sie habe ihre Jugend in der Lan­des­haupt­stadt ver­bracht und das städ­ti­sche Lui­sen-Gym­na­sium besucht. Immer sei sie Düs­sel­dorf ver­bun­den geblie­ben. In die­sem Jahr wurde sie für ihr her­aus­ra­gen­des Enga­ge­ment für Kin­der­schutz und Kin­des­wohl als „Düs­sel­dor­fe­rin des Jah­res“ gewür­digt. Dass sie nun das Rat­haus besu­che und an der Ein­wei­hung des Schul­neu­baus teil­nehme, sei „eine große Ehre“. Im Rah­men ihres Besuchs trug sich die Köni­gin zudem in das Gol­dene Buch der Lan­des­haupt­stadt ein.

Fest­akt an der Völk­lin­ger Straße
Bei der Ein­wei­hung des neuen Schul­ge­bäu­des mit Drei­feld­sport­halle waren neben der Köni­gin auch Ober­bür­ger­meis­ter Kel­ler und Doro­thee Fel­ler, Minis­te­rin für Schule und Bil­dung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, zuge­gen. Kel­ler nannte den Neu­bau bei­spiel­haft für das, was die Stadt unter einer moder­nen und zukunfts­fä­hi­gen Bil­dungs­land­schaft ver­stehe. Das Gebäude biete opti­male Bedin­gun­gen für rund 1.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie ihre Lehr­kräfte. Der Ober­bür­ger­meis­ter zeigte sich dank­bar, dass die Köni­gin der Eröff­nung „roya­len Glanz“ ver­lie­hen habe.

In ihrem Gruß­wort an die gela­de­nen Gäste und die Schü­ler­schaft hob Köni­gin Sil­via die Bedeu­tung von Bil­dung für die per­sön­li­che Ent­wick­lung jun­ger Men­schen und für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt her­vor. Sie erin­nerte an ihre eigene Schul­zeit in Düs­sel­dorf und an die Auf­bruchs­stim­mung, die sie damals in der Stadt erlebt hatte. Düs­sel­dorf habe sich im Laufe der Zeit sehr ver­än­dert, sagte sie. Den Neu­bau wür­digte sie als Zei­chen dafür, wie ernst die Lan­des­haupt­stadt ihre Ver­ant­wor­tung nehme, jun­gen Men­schen gute Lern­be­din­gun­gen und Raum zur Ent­fal­tung zu bie­ten. Der Schul­ge­mein­schaft wünschte sie, dass die neuen Räume nicht nur ein Ort des Ler­nens, son­dern auch des Mit­ein­an­ders und der Freund­schaft werden.

Clus­ter­schule mit Mensa und Selbst­lern­zen­trum
Das rund 13.750 Qua­drat­me­ter große Gebäude ist als Clus­ter­schule orga­ni­siert. Neben den Unter­richts­räu­men gibt es eine Mensa, ein Foyer, ein Selbst­lern­zen­trum und Mehr­zweck­be­rei­che. Die Drei­feld­sport­halle steht außer­halb der Schul­zei­ten auch Sport­ver­ei­nen zur Ver­fü­gung. Die Tri­büne bie­tet 700 feste Zuschau­er­plätze und mit zusätz­li­cher Bestuh­lung Platz für bis zu 1.200 Per­so­nen. Die Kos­ten für den Neu­bau samt Sport­halle lie­gen bei rund 106,5 Mil­lio­nen Euro.

Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche sprach von einem „völ­lig neuen Lern- und Lehr­erleb­nis“ in den moder­nen Clus­ter­räu­men. Dazu zähl­ten unter ande­rem außer­ge­wöhn­li­che natur­wis­sen­schaft­li­che Fach­räume. Zugleich wachse die Schul­platz­ka­pa­zi­tät lang­fris­tig deut­lich. Der Umzug an die Völk­lin­ger Straße erfolgte bereits zum Schul­jahr 2026/27 und ging mit einer schritt­wei­sen Umwand­lung in den gebun­de­nen Ganz­tags­be­trieb ab Jahr­gangs­stufe 5 einher.

Pho­to­vol­taik, Fern­wärme und über 80 neue Bäume
Auf den begrün­ten Dach­flä­chen von Schul­ge­bäude und Sport­halle wur­den etwa 1.000 Pho­to­vol­taik-Module zur Eigen­ver­sor­gung instal­liert. Die Wärme kommt voll­stän­dig über einen Fern­wär­me­an­schluss der städ­ti­schen Netz­ge­sell­schaft. Die Lüf­tungs­an­lage ver­fügt über eine hoch­ef­fi­zi­ente Wär­me­rück­ge­win­nung, zudem ist das gesamte Gebäude mit ener­gie­spa­ren­der LED-Beleuch­tung aus­ge­stat­tet. Auch die rund 12.400 Qua­drat­me­ter gro­ßen Außen­flä­chen wur­den kli­ma­ge­recht gestal­tet. Rund um Schule und Sport­halle wur­den mehr als 80 neue Bäume gepflanzt.

„Wir leben Viel­falt“ als Leit­mo­tiv
Unter dem Motto „Wir leben Viel­falt“ ver­steht die Schul­ge­meinde die Unter­schied­lich­keit ihrer Schü­ler­schaft als Stärke. Im neuen Gebäude sol­len ver­schie­dene Lern­wege mög­lich wer­den und Bil­dungs­chan­cen gestärkt wer­den. Offene Clus­ter­struk­tu­ren, Lern­land­schaf­ten und das Selbst­lern­zen­trum bil­den die Grund­lage für selbst­stän­di­ges und koope­ra­ti­ves Ler­nen sowie indi­vi­du­elle För­de­rung. Vor allem der MINT-Bereich pro­fi­tiert von den modern aus­ge­stat­te­ten Fach­räu­men mit ihren außer­ge­wöhn­li­chen Labor­be­rei­chen. Als UNESCO-Pro­jekt­schule will das Lui­sen-Gym­na­sium junge Men­schen zu selbst­stän­di­gem Ler­nen, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­tem Han­deln und akti­ver Mit­ge­stal­tung einer sich ver­än­dern­den Welt befähigen.

Schul­mi­nis­te­rin Fel­ler sagte, die Schul­ge­mein­schaft könne mit Stolz und Freude auf das Ent­stan­dene bli­cken. Ein moder­nes Schul­ge­bäude sei weit mehr als ein Ort des Unter­richts, näm­lich ein Ort, an dem junge Men­schen einen gro­ßen Teil ihres Tages ver­brin­gen, Freund­schaf­ten schlie­ßen und sich ent­wi­ckeln. Die Stadt Düs­sel­dorf habe mit dem Neu­bau ein „beein­dru­cken­des Bei­spiel“ geschaffen.

Vier­zü­gig seit 2023
Den Neu­bau des vier­zü­gi­gen Gym­na­si­ums hatte der Rat der Lan­des­haupt­stadt im Dezem­ber 2022 beschlos­sen. Schon ab dem Schul­jahr 2023/24 gab es am Fürs­ten­wall 100 einen vor­über­ge­hen­den Teil­stand­ort mit 120 zusätz­li­chen Schul­plät­zen, um dem stei­gen­den Bedarf an Gym­na­si­al­plät­zen gerecht zu wer­den. Dadurch war das Lui­sen-Gym­na­sium bereits vor dem Umzug vierzügig.

„Bloom“ im Foyer
Das zen­trale, über alle Geschosse offene Foyer gestal­tet das iri­sche Künst­ler­duo The Pro­ject Twins. Ihr Ent­wurf „Bloom“ ging als Sie­ger­pro­jekt aus dem Kunst-am-Bau-Wett­be­werb der Kunst­kom­mis­sion Düs­sel­dorf her­vor. Blu­men-Pik­to­gramme aus lackier­tem Alu­mi­nium und pas­tell­far­bene Akus­tik­wand­pa­neele ent­wi­ckeln sich ent­lang der Wände und Balus­tra­den zu einem viel­schich­ti­gen Bild­ge­füge. Die Arbeit ver­steht Natur als Sinn­bild für Wachs­tum und Ent­wick­lung. In der Viel­falt der Blu­men soll die kul­tu­relle, sprach­li­che und per­sön­li­che Diver­si­tät der Schul­ge­mein­schaft sicht­bar werden.

Zwei Mil­li­ar­den Euro für die Schul­bau­of­fen­sive
Der Neu­bau ist eines der größ­ten Pro­jekte der Düs­sel­dor­fer Schul­bau­of­fen­sive. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren hat die Lan­des­haupt­stadt zahl­rei­che päd­ago­gisch moderne und nach­hal­tige Schul­ge­bäude errich­tet sowie Bestands­ge­bäude nach­ge­rüs­tet und saniert. Auch in den kom­men­den Jah­ren sol­len wei­tere Pro­jekte fol­gen: Ins­ge­samt inves­tiert die Stadt rund 2 Mil­li­ar­den Euro in die schu­li­sche Infra­struk­tur. Außer­dem sol­len Auf­ent­halts­qua­li­tät, Digi­ta­li­sie­rung und Ganz­tags­be­treu­ung wei­ter aus­ge­baut werden.

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