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Großer Zapfenstreich vor dem Landtag: Schützen feiern im Regen

Großer Zapfenstreich vor dem Landtag © LB / Olaf Oidtmann

Gro­ßer Zap­fen­streich vor dem Land­tag © LB / Olaf Oidtmann

Es war ein Bild, das so nur sel­ten vor dem nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tag zu sehen ist: Fackeln, Fah­nen und grüne Uni­for­men auf dem nas­sen Pflas­ter des Vor­plat­zes. Am Diens­tag­abend, 13. Okto­ber, hat­ten der Land­tag und meh­rere Schüt­zen­ver­bände zum Schüt­zen­emp­fang ein­ge­la­den. Erwar­tet wur­den mehr als 1.000 Gäste. Der Regen trübte die Stim­mung nicht, auch wenn bunte Schirme zwi­schen den Hüten mit Feder­busch immer wie­der für Farb­tup­fer sorgten.

Ein­zug vom Apollo-Theater
Schon vor dem eigent­li­chen Emp­fang gab es für die Gäste eini­ges zu sehen. Rund 100 Schüt­zen und Musi­ker zogen vom Apollo-Thea­ter hin­über zum Platz des Land­tags. Dort stell­ten sich die Abord­nun­gen der Schüt­zen­ver­bände mit ihren Fah­nen und Stan­dar­ten auf, wäh­rend sich im Rund des Vor­plat­zes die Zuschauer dräng­ten. Auch in den ver­glas­ten Eta­gen des Land­tags­ge­bäu­des stan­den Gäste an den Fens­tern und ver­folg­ten das Gesche­hen von oben.

Fackeln und Fanfaren
Den Gro­ßen Zap­fen­streich gestal­te­ten das Tam­bour­corps Ott­fin­gen 1953 und der Musik­ver­ein Neu­enkle­us­heim 1898. Die Fah­nen des Tam­bour­corps leuch­te­ten in Weiß und Rot, die Musi­ker in ihren roten Bar­ret­ten stell­ten sich in Reihe auf, die Pauke mit dem Wap­pen des hei­li­gen Georg stand bereit. Als es dun­kel wurde, tauch­ten die Fackeln den Platz in war­mes Licht. Das Feuer spie­gelte sich im nas­sen Boden und im Glas­dach des Land­tags. Für die Dauer der Zere­mo­nie wurde es still auf dem Vorplatz.

Gast­ge­ber und Gäste
Im Anschluss begrüßte Land­tags­prä­si­dent André Kuper die Gäste gemein­sam mit dem Prä­si­den­ten des Rhei­ni­schen Schüt­zen­bun­des, Jür­gen Trepp­mann. Der Land­tag rich­tete den Abend zusam­men mit den Schüt­zen­ver­bän­den aus, dar­un­ter der Rhei­ni­sche und der West­fä­li­sche Schüt­zen­bund, der Bund der His­to­ri­schen Deut­schen Bru­der­schaf­ten, der Sau­er­län­der Schüt­zen­bund, die Inter­es­sen­ge­mein­schaft Düs­sel­dor­fer Schüt­zen­ver­eine, der Ober­ber­gi­sche Schüt­zen­bund, die Euro­päi­sche Gemein­schaft His­to­ri­scher Schüt­zen und der Kreis­schüt­zen­bund Büren.

Ein­ge­la­den waren neben den Dele­ga­tio­nen der Ver­bände auch Mit­glie­der des Land­tags und der Lan­des­re­gie­rung sowie Ver­tre­ter des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments, der Bun­des­wehr, des kon­su­la­ri­schen Korps und des Düs­sel­dor­fer Brauch­tums. Die Schüt­zen gel­ten in Nord­rhein-West­fa­len als wich­ti­ger Teil des Ehren­amts und der Hei­mat­pflege. Mit dem Emp­fang im Land­tag wür­digt die Poli­tik regel­mä­ßig diese Arbeit.

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